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WAS IST ADIPOSITAS?

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt versuchen mit wechselndem Erfolg, ihr Gewicht zu reduzieren oder zu halten. Obwohl die meisten Menschen wissen, dass zu viele Pfunde schädlich sind, gibt es immer mehr Menschen mit ernst zu nehmendem Übergewicht.

 

Starkes Übergewicht oder ausgeprägte (morbide) Adipositas, wie es in der Fachsprache heißt, ist eine chronische, weltweit zunehmende Bedrohung der Gesundheit für Millionen von Menschen.

 

Neben einer allgemeinen Beeinträchtigung der körperlichen Situation stehen oft die Entwicklung schwerwiegender sozialer Probleme wie zunehmende Isolierung, Stigmatisierung oder auch Verlust des Arbeitsplatzes im Vordergrund.


Zudem kann die Adipositas nach und nach zu erheblichen Erkrankungen verschiedener Organsysteme führen. Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Depressionen, Erkrankungen des Bewegungsapparates oder das Schlaf Apnoe-Syndrom sind häufig die Begleiterkrankungen des starken Übergewichtes. Liegen bei einem übergewichtigen Patienten Diabetes, Bluthochdruck und eine Fettstoffwechselstörung gemeinsam vor - das sog. Metabolische Syndrom -, erhöht dies deutlich das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

 

Welchen Einfluss genetische und/oder hormonelle Faktoren auf die Entwicklung einer Adipositas haben, wird derzeit noch wissenschaftlich untersucht. Klar ist jedoch, dass auch die sogenannten Lifestyle-Faktoren (Fehlernährung, Bewegungsmangel) zu dem krankmachenden Missverhältnis zwischen Energieaufnahme (Nahrungsmenge und -zusammensetzung) und Energieverbrauch (Energieverbrennung durch Bewegung) führen.

 

Die Einteilung der Adipositas erfolgt weltweit über den sogenannten Body-Maß-Index (BMI). Dieser Wert gibt das Verhältnis des Körpergewichtes in kg zur Körpergröße in m² wieder.

 

Gewichtsreduktion - aber wie?

 

Wie man sein Gewicht reduzieren kann, weiß im Grunde jeder: weniger und vor allem vernünftiger essen, durch mehr Bewegung mehr Energie verbrauchen und mehr Fettreserven verbrennen. Jeder hat das schon einmal ausprobiert. Vielleicht sogar mit einigem Erfolg. Die meisten Methoden zum Abnehmen sind zwar zunächst erfolgreich, aber schon nach kurzer Zeit ist das alte Gewicht wieder erreicht. Im schlechtesten Fall zeigt die Waage mehr als vorher an. Auch Appetitzügler führen zu keinem dauerhaften Gewichtsverlust.

 

Bei Grad I (BMI 30 - 35 kg/m²) und II (BMI 35 - 40 kg/m²) der Adipositas ohne Vorliegen von Begleiterkrankungen, lassen sich noch gute Erfolge durch eine fachlich angeleitete, konsequente Ernährungsumstellung (keine Diät!) und ausreichende Bewegung erzielen. In vielen Fällen erweist sich auch eine begleitende Verhaltenstherapie als wichtige Unterstützung.

 

Handelt es sich um die sogenannte morbide Form der Adipositas (Grad III, krankhaftes Übergewicht, BMI ≥ 40 kg/m²) liegen die Erfolgsaussichten einer konservativen Therapie zur Gewichtsabnahme lediglich bei 6 - 10 %. Dahingegen können durch chirurgische Methoden Erfolge mit einer Verringerung des Übergewichtes von 45 - 80 % erzielt werden. Das allerdings nur bei einer lebenslangen Mitarbeit des Patienten hinsichtlich Ernährungsumstellung, regelmäßiger Bewegung und gegebenenfalls einer Verhaltenstherapie.

 

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