Moderne Chirurgie ist ohne entsprechende apparative Ausstattung nicht mehr denkbar. So stehen uns zahlreiche Geräte zur Verfügung, die eine moderne Diagnostik und Therapie erst möglich machen, wie im folgenden exemplarisch dargestellt.
Mit Hilfe der intestinalen Funktionsdiagnostik testen wir die Funktion der Speiseröhre und ihrer "Schließmuskeln" (Ösophagusmanometrie) und messen den Rückfluss von Säure und Galleflüssigkeit aus dem Magen in die Speiseröhre (Ösophagus- und Magen-pH-Metrie, Bilitec®). Des weiteren kann die Funktionsfähigkeit und Gesundheit des Enddarms und des Analschließmuskels überprüft werden (Analmanometrie, Endosonographie, Manovolumetrie, Messung der Nervenversorgung des Schließmuskels). Diese Untersuchungen bilden wichtige Voraussetzungen für eine optimale Indikationsstellung und Operationsvorbereitung z. B. bei der Refluxerkrankung der Speiseröhre oder bei Eingriffen am Mastdarm.
Durch die Minimalinvasive Chirurgie (MIC), auch als so genannte Schlüssellochchirurgie bekannt, ist es heute möglich in geeigneten Fällen auf eine große Eröffnung der Brust- und Bauchhöhle zu verzichten. Diese Art der Operation ist in unserem Hause seit über einem Jahrzehnt etabliert und wird in großem Umfang eingesetzt.
In diesem Zusammenhang muss ebenfalls die von uns häufig durchgeführte intraoperative Endoskopie erwähnt werden. Sie ermöglicht es, während der Operation je nach Bedarf Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm oder den Dickdarm zu spiegeln, um z. B. bei kleinen Geschwülsten eine sichere Lokalisation vorzunehmen oder bei Darmnähten deren Dichtigkeit und Aussehen zu überprüfen. In Kombination mit der MIC erweitert sie die operativen Behandlungsmöglichkeiten.
Eine sehr seltene Komplikation der Schilddrüsenoperation stellt die mögliche Verletzung des Stimmbandnerven dar. Neben einer sorgfältigen anatomischen Darstellung der Nerven lässt sich dieses Risiko durch Einsatz des Neuromonitorings weiter minimieren. Ein spezielles elektronisches Gerät (Neuromonitoring) überprüft während der Operation die Nervenfunktion.
Als ein Zentrum, das einen wichtigen Schwerpunkt in der chirurgischen Behandlung von Darmerkrankungen mit einem hohen Anteil an Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hat, verfügen wir konsequenterweise über ein Team für die Ernährungs- und Stomatherapie. Eine Ernährungstherapeutin kümmert sich um Beratung, Schulung und auch über die stationäre Behandlung hinausgehende Betreuung unserer Patienten mit Ernährungsproblemen oder der Notwendigkeit einer künstlichen Ernährung. Unsere Stomatherapeutinnen betreuen unsere Patienten mit einem künstlichen Darmausgang (Stoma) und weisen diese in die Pflege und den Umgang mit dem Stoma ein.