NOTES - Fast narbenfreies Operieren
Die Abkürzung NOTES steht für "Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery = Endoskopische Chirurgie über natürliche Körperöffnungen". Es ist die aktuellste Entwicklung in der endoskopischen Chirurgie und fasst neue Operationstechniken zusammen, die eine Kombination aus Endoskopie und Laparoskopie darstellen.
Ziel dieser Entwicklung ist die Minimierung des Zugangstraumas bei laparoskopischen Eingriffen. Es wird fast gänzlich auf Hautschnitte verzichtet, daher bleiben keine oder kaum sichtbare Narben an der Körperoberfläche zurück. Für den Zugang werden natürliche Öffnungen wie Darm, Scheide oder Magen benutzt.
Am Klinikum Leverkusen werden zunehmend Gallenblasenentfernungen (Cholecystektomie) bei Frauen über die Scheide (transvaginal) mit dieser Hybridtechnik mit einem winzigen, nicht sichtbaren Hilfsschnitt in der Nabelgrube durchgeführt.
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SILS™ - OP-Technik verhindert sichtbare Narben
SILS™ ("Single Incision Laparoscopic Surgery = Laparoskopische Chirurgie über einen Zugang) bedeutet die verfeinerte Technik der Schlüssellochchirurgie, bei der man statt mehrerer kleinerer Schnitte nur mehr einen einzigen braucht. Im Gegensatz zur herkömmlichen laparoskopischen Chirurgie, bei der in der Regel 4 - 5 über das Abdomen verteilte kleine Hautschnitte als Zugang gewählt werden, wird bei der SILS™-Technik nur noch eine Inzision von knapp 15 bis 20 Millimeter vorgenommen. Dieser Hautschnitt wird in der Tiefe des Bauchnabels platziert und führt somit am Ende des Eingriffes zu einer kaum bis nicht sichtbaren Narbe, die im Nabel verschwindet. In den Hautschnitt wird während des Eingriffs ein Spezialtrokar (Operationshülse) mit 3 Arbeitskanälen eingebracht, über den dann z.B. auch eine Darmteilentfernung durchgeführt werden kann.
Seit Juli 2009 führen wir am Klinikum Leverkusen bei gutartigen Darmerkrankungen, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Appendicitis und Tumorerkrankungen des Darms minimal-invasive Eingriffe in SILS™-Technik durch. Aber auch Gallenblasenentfernungen, Zwerchfellbruchverschlüsse und adipositas-chirurgische Eingriffe können über diesen neuen Zugangsweg vorgenommen werden.
Mit aktuell über 120 SILS™ Colon-Eingriffen (Stand Juli 2010) sind wir europaweit führend. In unseren Hospitationszentrum melden sich nicht nur Hospitanten aus Deutschland, sondern dem gesamten europäischen Ausland an.
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daVinci™-Operationssystem
Im Bestreben die schonungsvollere laparoskopische Chirurgie mit dem dreidimensionalen Sehen in der „offenen“ Chirurgie zu vereinen, ist es zur Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie gekommen.
Das daVinci™-Operationssystem besteht (im wesentlichen) aus zwei Komponenten:
- der eigentliche OP-Roboter mit den Roboterarmen, der am Operationstisch platziert ist, und
- dem Arbeitsplatz des Operateurs (der sog. Steuerungskonsole), der im gleichen Raum, wenige Meter entfernt, ist.
Der Operateur steuert von der Konsole aus die (an den Roboterarmen angebrachten) Mikroinstrumente, die über kleine Schnitte in das Innere des Körpers gebracht worden sind. Von dort aus bewegt er die Instrumente mit allerhöchster Präzision, maximaler Bewegungsfreiheit und großer Sicherheit ohne zeitliche Verzögerung.
Wie bei der offenen Operation entscheidet allein der Operateur mit seiner Hand, wo geschnitten und präpariert wird. Computer-assistiert führt der OP-Roboter exakt die Bewegungen des Operateurs im Körper des Patienten aus (Es läuft also kein automatisiertes Computerprogramm ab).
Durch die bisher nur im Klinikum Leverkusen angewandte Kombination der bereits erwähnten SILS™-Technik mit der daVinci™-Roboterassistenz für eine Darmoperation, ergänzen sich Sicherheit, Präzision und verbesserte Kosmetik in idealer Weise.
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