Klinikum Leverkusen

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ALLGEMEINCHIRURGIE
NEUESTE ENTWICKLUNGEN IN DER MINIMAL-INVASIVEN CHIRURGIE

NOTES - SILS™ - daVinci™-Operationssystem

Die Klinik für Allgemein-, Thorax- und Visceralchirurgie am Klinikum Leverkusen gehört schon seit 1990 zu den ersten Anbietern minimal-invasiver Chirurgie (MIC). Über Kleineinstiche werden ein Kamerasystem und verschiedene Instrumente in den Körper eingeführt. Die sog. Schlüsselloch-Operationstechnik wurde in den zurückliegenden Jahren ständig weiterentwickelt und ausgebaut, so dass zunehmend Eingriffe im Bauchraum nicht nur minimal-invasiv, sondern mit den weiterentwickelten, noch schonenderen Verfahren durchgeführt werden können.

LOKALZEIT KÖLN vom 30.09.2010
Operation durch dne Nabel

Für die Patienten bieten die innovativen Techniken noch weitreichendere Vorteile als die minimal-invasive Chirurgie. So sind geringere Wundschmerzen mit einer geringeren Beeinträchtigung des Immunsystems zu erwarten. Entsprechend reduzieren sich die Risiken für Entzündungen und Narbenbrüche. Der Blutverlust ist minimal. Der gesamte Genesungsprozess verläuft spürbar rascher und die Patienten können früher aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Ein weiterer Vorteil der neuen Operationstechniken ist die deutliche verbesserte Kosmetik (d.h. keine bis kaum mehr sichtbare Narben). War bisher bei den laparoskopischen Darmoperationen neben den 4-5 Kleinschnitten meistens auch noch ein zusätzlicher, etwas längerer Bauchschnitt erforderlich, lassen sich diese Operationen im Klinikum Leverkusen nun mittels SILS™-Technik elegant und fast unsichtbar über den Bauchnabel durchführen.

Es können jedoch nicht alle Krankheiten mit den neuen minimal-invasiven Operationsmethoden behandelt werden, da nicht alle Patienten für einen laparoskopischen Eingriff geeignet sind. Wir versuchen jedoch, möglichst viele Patienten von den Vorteilen der neuen Techniken profitieren zu lassen.

 

NOTES - Fast narbenfreies Operieren

Die Abkürzung NOTES steht für "Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery = Endoskopische Chirurgie über natürliche Körperöffnungen". Es ist die aktuellste Entwicklung in der endoskopischen Chirurgie und fasst neue Operationstechniken zusammen, die eine Kombination aus Endoskopie und Laparoskopie darstellen.

Ziel dieser Entwicklung ist die Minimierung des Zugangstraumas bei laparoskopischen Eingriffen. Es wird fast gänzlich auf Hautschnitte verzichtet, daher bleiben keine oder kaum sichtbare Narben an der Körperoberfläche zurück. Für den Zugang werden natürliche Öffnungen wie Darm, Scheide oder Magen benutzt.

Am Klinikum Leverkusen werden zunehmend Gallenblasenentfernungen (Cholecystektomie) bei Frauen über die Scheide (transvaginal) mit dieser Hybridtechnik mit einem winzigen, nicht sichtbaren Hilfsschnitt in der Nabelgrube durchgeführt.

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SILS™ - OP-Technik verhindert sichtbare Narben

SILS™ ("Single Incision Laparoscopic Surgery = Laparoskopische Chirurgie über einen Zugang) bedeutet die verfeinerte Technik der Schlüssellochchirurgie, bei der man statt mehrerer kleinerer Schnitte nur mehr einen einzigen braucht. Im Gegensatz zur herkömmlichen laparoskopischen Chirurgie, bei der in der Regel 4 - 5 über das Abdomen verteilte kleine Hautschnitte als Zugang gewählt werden, wird bei der SILS™-Technik nur noch eine Inzision von knapp 15 bis 20 Millimeter vorgenommen. Dieser Hautschnitt wird in der Tiefe des Bauchnabels platziert und führt somit am Ende des Eingriffes zu einer kaum bis nicht sichtbaren Narbe, die im Nabel verschwindet. In den Hautschnitt wird während des Eingriffs ein Spezialtrokar (Operationshülse) mit 3 Arbeitskanälen eingebracht, über den dann z.B. auch eine Darmteilentfernung durchgeführt werden kann.

Seit Juli 2009 führen wir am Klinikum Leverkusen bei gutartigen Darmerkrankungen, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Appendicitis und Tumorerkrankungen des Darms minimal-invasive Eingriffe in SILS™-Technik durch. Aber auch Gallenblasenentfernungen, Zwerchfellbruchverschlüsse und adipositas-chirurgische Eingriffe können über diesen neuen Zugangsweg vorgenommen werden.

Mit aktuell über 120 SILS™ Colon-Eingriffen (Stand Juli 2010) sind wir europaweit führend. In unseren Hospitationszentrum melden sich nicht nur Hospitanten aus Deutschland, sondern dem gesamten europäischen Ausland an.

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daVinci™-Operationssystem

Im Bestreben die schonungsvollere laparoskopische Chirurgie mit dem dreidimensionalen Sehen in der „offenen“ Chirurgie zu vereinen, ist es zur Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie gekommen.

Das daVinci™-Operationssystem besteht (im wesentlichen) aus zwei Komponenten:

  • der eigentliche OP-Roboter mit den Roboterarmen, der am Operationstisch platziert ist, und
  • dem Arbeitsplatz des Operateurs (der sog. Steuerungskonsole), der im gleichen Raum, wenige Meter entfernt, ist.

Der Operateur steuert von der Konsole aus die (an den Roboterarmen angebrachten) Mikroinstrumente, die über kleine Schnitte in das Innere des Körpers gebracht worden sind. Von dort aus bewegt er die Instrumente mit allerhöchster Präzision, maximaler Bewegungsfreiheit und großer Sicherheit ohne zeitliche Verzögerung.
 
Wie bei der offenen Operation entscheidet allein der Operateur mit seiner Hand, wo geschnitten und präpariert wird. Computer-assistiert führt der OP-Roboter exakt die Bewegungen des Operateurs im Körper des Patienten aus (Es läuft also kein automatisiertes Computerprogramm ab).

Durch die bisher nur im Klinikum Leverkusen angewandte Kombination der bereits erwähnten SILS™-Technik mit der daVinci™-Roboterassistenz für eine Darmoperation, ergänzen sich Sicherheit, Präzision und verbesserte Kosmetik in idealer Weise.

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