Anästhesie zur Geburt
Neben einer Vielzahl von Verfahren zur Linderung von Wehenschmerzen, die von Geburtshelfern und Hebammen angeboten werden, besteht die Möglichkeit einer Peridural- / Epiduralanästhesie. Bei diesem Verfahren wird ein dünner Kunststoffkatheter in die Nähe der Rückenmarksnerven gelegt. Hierüber wird dann - im Regelfall mit einer elektronischen Pumpe - kontinuierlich ein Betäubungsmittel gespritzt.
Für die geburtshilfliche Epiduralanästhesie wird eine speziell auf die Bedürfnisse einer Geburt abgestimmte Medikamentenmischung genutzt. Dadurch ist es möglich, dass die werdende Mutter auch trotz der Betäubung aktiv an der Geburt beteiligt ist. Die Wehen werden - in deutlich abgemilderter Form - auch weiterhin von der Patientin wahrgenommen.
Ob und wann eine Periduralanästhesie im Verlauf einer Geburt angeraten ist, entscheiden Geburtshelfer und Anästhesisten mit Ihnen gemeinsam. Idealerweise führen Sie bereits vor dem Geburtstermin ein Gespräch über die Periduralanästhesie in unserer Anästhesieambulanz.

Info-Broschüre für werdende Eltern "Die schmerzarme Geburt" [PDF, 3.451 KB]
Anästhesie für einen Kaiserschnitt
Ist eine Geburt mittels Kaiserschnitt angezeigt, so stehen hierfür sowohl Allgemein- als auch Regionalanästhesieverfahren zur Verfügung. Aufgrund der höheren Sicherheit für Mutter und Kind gelten rückenmarksnahe Anästhesieverfahren (Peridural- und Spinalanästhesie) heute als Standard bei einem Kaiserschnitt. Bestehen jedoch Gegenanzeigen gegen ein solches Narkoseverfahren oder ist die Kaiserschnittentbindung aus medizinischen Gründen sehr schnell durchzuführen, so kann auch eine Allgemeinanästhesie mit hoher Sicherheit für Mutter und Kind durchgeführt werden.
Findet die Kaiserschnittentbindung als geplanter Eingriff statt, haben Sie Gelegenheit vorher mit einem Narkosearzt oder einer Narkoseärztin ausführlich zu sprechen.