
Diese Form der Arzneimittelversorgung findet allein aufgrund der Sicherheitsaspekte und damit auch der Qualität zunehmend auch in Deutschland Beachtung. Internationale Publikationen belegen, dass die Zahl der Medikationsfehler, basierend auf der allgemein üblichen Vorgehensweise, z.T. erschreckend hoch ist. In der deutschen Tagespresse war zu lesen, dass jährlich ca. 58.000 Patienten auf diese Weise zu Tode kommen oder Schaden nehmen.
Unser Institut trägt seit 1995 durch unit dose zu einer sichereren Arzneimitteltherapie bei. Dies beginnt im Vorfeld schon bei der Medikamentenanamnese. In einem erfolgreich durchgeführten Projekt mit der Klinik für Allgemeinchirurgie hat ein(e) Apotheker/in bei den neu aufgenommenen Patienten die Arzneimittelanamnese durchgeführt. In einem, dem Patientenmanagement benachbart gelegenen Raum wurde mit den Patienten über eventuelle Substitution oder Dosierungsänderungen gesprochen und das Ergebnis auf einem Erhebungsbogen festgehalten. Mitarbeiter des Patientenmanagements übertragen die Daten in das EDV-System und leiten diese an die Unit dose-Abteilung des Institutes für Klinische und Onkologische Pharmazie weiter, wo die Eingeaben nochmals kontrolliert werden, bevor sie vom ATC 212 Baxter in Schlauchfolie verpackt und durch Versorgungsassistenten in den Fachbereich gebracht werden.