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GEFAESSCHIRURGIE

BAUCHSCHLAGADER (AORTA ABDOMINALIS)

Durch die Arteriosklerose kann es neben Verengungen von Schlagadern auch durch die Schädigung der elastischen Fasern der Gefäßwand zu einer Gefäßerweiterung (Aneurysma) kommen. Mit zunehmender Erweiterung des Blutgefäßes steigt die Gefahr des Aufplatzens (Ruptur). Am Häufigsten betroffen ist die Bauchschlagader.

Eine normale Bauchschlagader ist bis zu 2 cm dick. Bei einem Durchmesser von bis zu 4 cm beträgt das Risiko des Aufplatzens (Rupturrisiko) 1 % pro Jahr.

Bei Erweiterungen über 5 oder sogar 6 cm steigt das Risiko stark an (10 % - 20 % pro Jahr ).

  

 

Erweiterungen der Bauchschlagader führen nur zu Beschwerden (stärksten, plötzlichen Schmerzen) , wenn das Aneurysma platzt. Deshalb werden die meisten Erweiterungen zufällig entdeckt. Bei einem Durchmesser kleiner 5 cm sind Verlaufskontrollen (z. B. Ultraschall) erforderlich um das Wachstum zu verfolgen und einzuschätzen.

Bei einem Durchmesser größer 5 cm oder wenn das Aneurysma um mehr als 0,6 cm pro Jahr wächst, sollte eine geplante Operation erfolgen. Im Rahmen der notwendigen Voruntersuchungen wird dann geklärt, ob das allgemeine Risiko für eine Operation vertretbar ist und welches Operationsverfahren sinnvoll ist.

Die Standardbehandlungsmethode mit der längsten Erfahrung und sehr guten Langzeitergebnissen ist die offene Operation mit Ersatz durch eine Kunststoffprothese. In ausgewählten Fällen (hohes Operationsrisiko und günstige Aneurysmaform) kommt auch die innere Schienung mit einer Stentgraftprothese zum Einsatz.
 
             
Befund in der                    angezeichnete                  Naht  
Angiographie                     Schnittführung 
       

       
konventionelle Y-               Stentgraft-Y-Prothese
Prothese intraoperativ
 
 
Nach der Operation wird die Patientin bzw. der Patient auf der operativen Intensivstation für 1 - 3 Tage bei komplikationslosem Verlauf nachbehandelt. Nach einer Weiterbehandlung auf der Normalstation ist in vielen Fällen eine Anschlußheilbehandlung (AHB) sinnvoll. Schwere Belastungen und das Heben schwerer Gegenstände sollten für 3 Monate nach der Operation vermieden werden.

Die Einnahme eines Thrombozytenaggregationshemmers (z. B. ASS 100) ist nach der Operation sinnvoll und jährliche Verlaufskontrolluntersuchung sind empfehlenswert.

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