Im Bereich der Beckenschlagadern treten Einengungen (Stenose) oder Verschlüsse häufiger auf als Erweiterungen (Aneurysma). Die Erweiterungen treten isoliert oder in Kombination mit Erweiterungen der Bauchschlagader auf: Die Behandlungsmöglichkeiten sind im Kapitel Bauchschlagader erläutert.
Bei der weitaus häufigeren Form der Arteriosklerose der Beckenschlagadern kommt es durch die Veränderungen in der Gefäßwand zu Einengungen oder Verschlüssen der Arterien. Dies führt zu belastungsabhängigen Beinschmerzen (Claudicatio intermittens = Schaufensterkrankheit).
Von der Länge der Einengung oder des Verschlusses und der Stärke der Beschwerden hängt die Auswahl der Behandlungsmethode ab.
Bei der konservativen Behandlung werden die Risikofaktoren behandelt und der Patient führt Gehtraining (Link VGS ) durch. Diese Form der Behandlung ist bei leichtgradigen Engen und geringgradigen Beschwerden sinnvoll. Sie stellt hohe Ansprüche an die Mitarbeit des Patienten (Rauchen einstellen, Gewicht reduzieren - vernünftigere Lebensführung !!). Zusätzlich werden die Risikofaktoren i.d.R. mit Medikamenten behandelt (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechsel).
Bei kurzstreckigen Einengungen kommt häufig die Ballon-katheteraufdehnung, in vielen Fällen mit Einsetzen eines Drahtgeflechtes (Stent) kombiniert, zum Einsatz. Diese Eingriffe werden kurzstationär durchgeführt und die Patienten können meist 1 -3 Tage später wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Wenn die Arterien langstreckig verändert sind, ist eine Operation (Ausschälplastik oder Bypassoperation) erforderlich.