Klinikum Leverkusen

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HALSSCHLAGADERVERENGUNG (CAROTIS INTERNA-STENOSE)

   

  
Im Rahmen der Arteriosklerose kann es neben Ver-engungen der Beinschlagadern (Schaufensterkrank-heit) auch zur Einengung der inneren Halsschlag-ader kommen.

Bei hochgradiger Verengung droht dem Patienten ein Schlaganfall.
Bei hochgradiger Verengung (> 80 %) oder bei Ver-engungen die Be-schwerden bereiten (Sehstörungen, Schwäche einer Körperseite, Schlaganfall) ist daher eine rasche Behandlung wichtig.

Vor einer Behandlung wird die Verengung (Stenose) mit zwei verschiedenen Untersuchungsmethoden (Ultraschall und Angiographie) nachgewiesen.

Außerdem erfolgt eine neurologische Untersuchung und eine Computertomographie des Gehirnes um bereits entstandene Schäden festzustellen.

Die Standardbehandlungsmethode ist die Operation mit Ausschälplastik der Halsschlagader, die in unserer Klinik routinemäßig mit einer sehr niedrigen Komplikationsrate durchgeführt wird. Unsere  Klinik nimmt seit Jahren einer der Qualitätssicherung Halsschlagaderchirurgie
(Carotischirurgie) teil und unsere aktuelle Komplikationsrate von 1,5 % ist deutlich besser als die international geforderten Raten von 3 % bzw. 
6 %.

Die Ballonkatheteraufdehnung der Halsschlagader mit Einsetzen eines Drahtgeflechtes (Carotisstent) wird in ausgewählten Einzelfällen durchgeführt.
 

Bei der Behandlung der Halsschlagaderverengung arbeiten wir eng mit  der Klinik für Neurologie und Radiologie zusammen.

  
angezeichnete Hautschnittführung     eröffnete innere Halsschlagader 
                                                     intraoperativ

 

ein Kunststoffpatch wird eingenäht    fertig eingenähter Kunststoffpatch
(der Blutfluss wird über eine
vorübergehende Umleitung
[Shunt] aufrecht erhalten)

 

Nach der Operation, wenn keine Komplikationen aufgetreten sind, kann die Patientin bzw. der Patient nach wenigen Tagen nach Hause entlassen werden. In dieser Zeit werden die postoperativen Kontrolluntersuchungen (Ultraschall, Computertomographie und neurologische Untersuchung) durchgeführt.

Die Einnahme eines Thrombozytenaggregationshemmers (z. B. ASS 100) ist nach der Operation erforderlich und die Halsschlagadern sollten mit Ultraschall regelmäßig kontrolliert werden.

Mit dieser Behandlung kann in fast allen Fällen das Auftreten eines Schlaganfalles verhindert werden.
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