Logo - Klinikum Leverkusen Klinikum Leverkusen - Mittelpunkt im Gesundheitspark

Aktuelles aus der Urologie

Was hat die Prostata mit der Sexualität zu tun?

Einer der Referenten: Dr. Stephan-Odendahl

22. Patientenseminar des Prostatazentrums findet am 11. April im Klinikum statt

 
Sexualität bei Prostataerkrankungen und die medikamentöse Therapie des Benignen Prostata-Syndroms werden die Themen der Veranstaltung für Ihre Patienten sein, die am 11. April 2018 um 16 Uhr im Hörsaal des Klinikums beginnen wird. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Bereits seit elf Jahren bietet das Prostatazentrum Leverkusen Informationsnachmittage für Patienten im Klinikum an, die allgemeinverständliche Vorträge über urologische Krankheitsbilder rund um die Prostata beinhalten.


In der 22. Auflage der Patientenseminare wird es um die Beziehungen zwischen einer Prostataerkrankung und der Sexualität gehen. „Beeinflusst es die Sexualität, wenn die Prostata erkrankt?“, fragen viele Patienten und werden ausführliche Antworten durch den Vortrag von Oberarzt Dr. Klaus Grozinger erhalten. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird Dr. Michael Stephan-Odenthal, langjähriger Kooperationspartner im Prostatazentrum, die Patienten auf den neuesten Stand der medikamentösen Therapie gutartiger Prostataerkrankungen bringen. Ihre Patienten sind herzlich eingeladen!  (fgr)

Neues Regime bei perioperativer Antikoagulation

Assistenzärztin Friederike Stachuletz

Neuer Patientenbrief sieht kein regelmäßiges Absetzen blutverdünnender Medikamente vor


In der neuen Fassung des Patientenbriefs ist jetzt festgelegt, dass eine blutverdünnende Medikation nur in Absprache mit dem Hausarzt oder der Klinik für Urologie pausiert werden darf.


Wie Assistenzärztin Friederike Stachuletz dem UroNewsletter erklärt, hat sich die Klinik aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse dazu entschieden, das Therapieregime für blutverdünnende Medikation bei operativen Eingriffen zu verändern. „Die zunehmende Erfahrung hat dazu geführt, die Dauer des Absetzens vor, während und nach einer Operation zu verkürzen“, sagte Frau Stachuletz. So werde ab sofort die Aspirin-Medikation mit Ausnahme der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie bei Nierensteinen sowie der roboterassistierten radikalen Prostatektomie während der Operation fortgesetzt. Das gelte für alle endourethralen Eingriffe sowie insbesondere für Patienten, die im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung einen Stent erhalten haben.


Generell ändert sich viel bei älteren und modernen Antikoagulantien. „Ältere Medikamente wie Marcumar müssen nach wie vor sieben Tage präoperativ abgesetzt und unbedingt durch Heparin-Spritzen ersetzt werden. Moderne Antikoagulantien wie der Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) müssen hingegen erst 48 Stunden vor einer Operation abgesetzt und nicht durch Heparin-Spritzen ersetzt werden“, so Friederike Stachuletz. Im Rahmen des präoperativen Termins im Klinikum wird immer auch die Frage der Antikoagulation entschieden. Idealerweise hat der Patient dann bereits mit seinem betreuenden Kardiologen oder Hausarzt die Möglichkeit des Absetzens der Blutverdünnung besprochen.   (fgr)

Beckenbodenzentrum lädt zum 8. Patientenseminar

Oberärztin Dr. Verena Prior

Nach erfolgreicher Zertifizierung wird das BBZ auch in der Welt-Kontinenz-Woche aktiv

 

Ende 2017 konnte sich das Beckenbodenzentrum Leverkusen bei der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifizieren. Am 18. Juni informiert das BBZ ab 16 Uhr im Hörsaal über kindliche Harninkontinenz, schwangerschaftsbedingte Beckenbodenstörungen sowie minimal invasive Behandlungen.


Zum Auftakt der Infoveranstaltung wird Dr. Kirsten Kaiser, Oberärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche, über Inkontinenz bei Kindern sprechen. Unter dem Titel „Bildgebende Diagnostik bei Beckenbodenerkrankungen – Was ist möglich, was ist sinnvoll?“ wird anschließend Andreas Güls, Leiter Radiologie 360° über das Potenzial moderner Diagnostik referieren. Beckenbodenbeschwerden in der Schwangerschaft werden das Thema von Dr. Gabriele Fries, Oberärztin der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, sein. Zum Abschluss hat sich Urologie-Oberärztin Dr. Verena Prior vorgenommen, die „drei B´s in der Behandlung der Harninkontinenz“ vorzustellen, also Botox, Bulkamid und den Blasenschrittmacher. 


Bundesweit gibt es aktuell 87 zertifizierte Beckenbodenzentren. Um das begehrte Zertifikat zu erhalten, müssen die Bewerber unter anderem 300 Patienten pro Jahr sowie 90 dokumentierte Operationen nachweisen können. „Wir konnten 2017 zeigen, dass unsere Patientenzahlen hoch und unsere Abläufe sowie Behandlungspfade gut organisiert sind“, freut sich Dr. Verena Prior, Oberärztin der Klinik für Urologie. Bereits vor zehn Jahren schloss sich im Klinikum ein interdisziplinäres Expertenteam aus Gynäkologen, Urologen und Chirurgen zum Beckenbodenzentrum Leverkusen zusammen. (fgr)

ATAP-Studie stärkt die Autonomie der Patienten

Klinikdirektor Privatdozent Dr. Zumbé

Urologie erprobt intersektorale parenterale Antibiotikatherapie bei Infektionskrankheiten

 
Primär stationäre urologische Patienten mit fieberhaften Harnwegsinfektionen, Urosepsis sowie posttraumatischen und nosokomialen Infektionen erhalten eine intravenöse Antibiose im ambulanten Setting außerhalb des Klinikums, sobald der klinische Zustand dies erlaubt.


Mit der geplanten Studie will Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé die stationäre und poststationäre Betreuung von Patienten mit Infektionskrankheiten bewerten, bei denen eine parenterale antibiotische Behandlung erforderlich ist. Resistente Harnwegsinfektionen beruhen vor allem auf ESBL-Bildnern (Extended-Spectrum-Betalaktamase) sowie den für Fluorchinolone resistenten Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae. Nach stationärem Beginn bessert sich der Zustand oft, wobei weiterhin die Fortführung einer intravenösen Antibiose mithilfe von Venenkathetern notwendig ist. „Obwohl der klinische Zustand eine ambulante Versorgung zulassen würde, bleiben solche Patienten in stationärer Behandlung“, stellt Dr. Zumbé fest.


„ATAP stärkt die Autonomie der Patienten, verbessert ihre Lebensqualität und entlastet ökonomisch das Gesundheitssystem“, unterstreicht Dr. Zumbé. Ziel der Studie sei die medizinische Bewertung einer intersektoralen Behandlung in Bezug auf klinischen Verlauf, Lebensqualität der Patienten, Organisationsaufwand, Einfluss auf Krankenhausverweildauer, Bettenauslastung und andere ökonomische Parameter. Das Komplikationsrisiko scheint nicht höher zu sein als bei traditioneller vollstationärer Antibiose. Bislang fehlen hierzu jedoch prospektiv randomisierte Studien. Dies soll sich nun ändern. (fgr) 

Der Mensch in Mittelpunkt meiner ärztlichen Arbeit

Oberarzt Dr. Klaus Grotzinger

Oberarzt Dr. Klaus Grozinger beschreibt gute Arbeitsorganisation und wichtige Patientengespräche

 
Um der stetig wachsenden Arbeitsverdichtung zu begegnen, sind reibungslose Arbeitsprozesse und lückenlose Teamkommunikation entscheidend. Kernstück ist das gute Patientengespräch.


Die exzellente ärztliche und pflegerische Qualität der Klinik für Urologie kann aus Klaus Grozingers Sicht nur durch optimierte organisatorische Klinikabläufe sowie eine lückenlose Kommunikation des Klinik-Teams erreicht werden. „Ohne strukturierte Kommunikation kommt es zu Verzögerungen durch zusätzliche Telefonate bzw. Arztbrief-Recherchen“, erläutert Dr. Grozinger gegenüber dem UroNewsletter. Wichtig sei das regelmäßige Team-Coaching, um die Zusammenarbeit im Team zu optimieren.


Verkürzte Liegezeiten unter DRG-Bedingungen sowie mehr Überstunden und hierdurch bedingte Freizeiten haben aus der Sicht des Oberarztes den Zeitdruck in den vergangenen Jahren stark erhöht. „Deshalb wird es auf lange Sicht unausweichlich sein, die Personalschlüssel in den Kliniken zu erhöhen“, stellt Dr. Grozinger fest.


Ein zentraler Baustein guter Klinikabläufe ist das ausführliche Gespräch mit dem Patienten vor Eingriffen. „Er muss im Vorfeld umfassend, verständlich und ohne lateinische Fremdworte über seine bevorstehende Operation informiert werden. Alle wichtigen Probleme der Operation und der Nachsorge müssen präoperativ geklärt werden, damit für den Patienten keine Fragen mehr offen sind“, betont Dr. Grozinger. Der große Rekrutierungserfolg der Klinik im Rahmen der PREFERE-Studie zum Beispiel sei nur durch regelmäßige ausführliche Patientengespräche möglich geworden. (fgr) 

03-2018. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, www.fgrunkel.de, E-Mail franz-guenterf1c7953f7bc243d48a24c5695fdcabf3.runkel@9019be82b4bc48e48d75aa936373bbf6web.de