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Aktuelles aus der Urologie

Kleine urologische Eingriffe ab Mai im Tages-OP Leverkusen

Der Ärztliche Direktor Dr. Jürgen Zumbé mit
den chirurgischen Kollegen des Klinikums in
einem der Operationssäle des Tages-OP

Mit der Vorstellung des aufgestockten Funktionsgebäudes im Februar wurde auch das TagesOperationsZentrum (Tages-OP) im Klinikum Leverkusen vorgestellt, eine Behandlungseinheit für ambulante und kurzzeitchirurgische Operationen.

 
Im Mai soll jetzt offiziell der ambulante Operationsbetrieb in den Fachbereichen Urologie, Allgemein- und Gefäßchirurgie, Orthopädie sowie Gynäkologie beginnen.


Rund 15 Millionen Euro investierte das Klinikum insgesamt in die Aufstockung. Das neue Zentrum soll ein Vorzeigeobjekt für ambulante Operationen und kurzzeitchirurgische Eingriffe in Leverkusen werden.


Den Patienten stehen drei modern ausgestattete OP-Säle, funktionale Schleusen- und Überwachungsräume sowie Räume für Ruhe und Erholung zur Verfügung, insgesamt 1.500 Quadratmeter Fläche. Neben den ambulanten Operationen der Klinik für Urologie werden auch Kooperationspartner und externe Urologen das TagesOperationsZentrum nutzen können. Das Team des Zentrums rechnet derzeit mit 15 bis 20 Eingriffen pro Tag.


Dabei setzt das Klinikum auf eine Wohlfühl-Atmosphäre mit naturbelassenen Dekors, blassgrün gestrichenen Wänden, dunkelbraunem Parkett, modernen Lichtkonzepten sowie einer ansprechenden Bebilderung. Einige Wände verströmen sogar den zarten Duft von Lavendelblüten.


Die Patienten sollen Ruhe und Geborgenheit empfinden. Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé lobt die „freundliche und helle Gestaltung der Räumlichkeiten“, die den Patienten Ruhe und Gelassenheit vermitteln soll. Große Fenster eröffnen den Blick in die Natur des Gesundheitsparks mit der nahen Dhünn. Spezielle Sessel, die auch zum Bett umgewandelt werden können, sollen den Stress der Operationen vergessen lassen. (fgr) 

Liebe, Lust, Prostata - eine wahre Liebesgeschichte

Autor Friedrich Zimmermann

Der authentische Erfahrungsbericht eines Journalisten und Patienten mit Prostatakarzinom, der nach Operation zurück zur Liebe fand, sowie ein Fachvortrag zum Stellenwert der MRT-Fusionsbiopsie in der Tumordiagnostik werden die Inhalte des 20. Patienten-Seminars am 26. April 2017 im Hörsaal des Klinikums sein.

 
Auch 2017 wird die Tradition der Patientenseminare im Prostatazentrum der Klinik für Urologie fortgesetzt. Der Frühjahrstermin beinhaltet einen diagnostischen Fachvortrag und einen ungewöhnlichen Patientenbericht. Trotz Prostata-OP, so die Botschaft des Patienten und Buchautors Friedrich W. Zimmermann, können Liebesgeschichten weitergehen.


Sein Buch „Liebe, Lust, Prostata - eine wahre Liebesgeschichte “ ist weit mehr als ein trockener Patientenbericht, sondern zeigt die menschliche Perspektive spannend und authentisch. Das Leben, so der Trost des Autors, kann auch nach radikaler Prostatektomie wieder Spaß machen. Der Autor Friedrich W. Zimmermann arbeitete nach Lehre und Studium als freier Journalist im In- und Ausland und produzierte Radio- und Fernseh-Reportagen.


Ein diagnostischer Hoffnungsträger beim Prostatakarzinom ist die MRT-Fusionsbiopsie, die Karzinome im Zuge der Biopsie möglicherweise viel genauer identifizieren kann als es mit der traditionellen Biopsie möglich ist. Seit 2016 beschäftigt sich das Prostatazentrum Leverkusen intensiv mit dieser Methode. Priv. Doz. Dr. Moritz Braun wird deshalb ausführlich über die Methode und ihren Stellenwert informieren.  (fgr)

Täglicher Kampf gegen gefährliche Klinikkeime

Dr. Mareile Frohmüller ist hygienebeauftragte
Ärztin der Klinik.

Seit dem 1. Januar 2017 werden Hygiene und Wundinfektionen in dem neuen Qualitätssicherungsverfahren "Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen (QS WI)" erfasst. Die Klinik für Urologie ist hierfür gut gerüstet.

 
Für die Festlegung planungsrelevanter Qualitätsindikatoren im Krankenhaus sind der Gemeinsame Bundesausschuss als Instanz des Gesetzgebers sowie das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) als praktische Instanz federführend. Die Krankenhäuser sollen dazu fallbezogene QS-Dokumentationen ausfüllen.


Für Dr. Mareile Frohmüller, hygienebeauftragte Ärztin der Klinik für Urologie, sind Hygiene und die Vermeidung von Wundinfektionen beruflicher Alltag. Im Klinikum Leverkusen gibt es gleich ein ganzes Maßnahmenbündel. „Ein kluges Hygienekriterium ist der Verbrauch von Händedesinfektionsmittel pro Station. Das Krankenhaus-KISS gibt die Möglichkeit, den Desinfektionsmittel-Verbrauch pro Patiententage mit den Werten aller teilnehmenden Kliniken zu vergleichen, um die Compliance in der eigenen Klinik zu ermitteln“, erläutert Frohmüller. Die Leitlinien der Händehygiene sind im QM-Handbuch (Qualitätsmanagement) des Krankenhauses hinterlegt.


Unterstützt wird die baldige Fachärztin für Urologie (wohl im Sommer) durch die Hygienefachkraft Jürgen Simon, der auch eine Statistik über den Verbrauch von Händedesinfektionsmittel führt. „Das Klinikum insgesamt ist Mitglied des Hand-Krankenhausinformationssystems (Hand-KISS). Diese Datenbank dokumentiert regional übergreifend den Verbrauch von Händedesinfektionsmittel pro Abteilung aufgrund der Aktivitäten der Hygienefachkräfte. Das Klinikum ist nämlich Mitglied der Aktion `Saubere Hände´. Im Rahmen dieser Aktion führen die Hygienefachkräfte regelmäßige Schulungen durch, deren Erfolg dann kontrolliert wird“, so Frohmüller. Ein Teil des Hand-KISS ist übrigens auch die MRSA-Erfassung.


Aber auch Patienten und Besucher sollen bei der Hände-Hygiene mitmachen. Die Krankenschwester Sonja Käding weist neu eingewiesene Patienten im Rahmen der Begrüßung in die professionelle Händedesinfektion ein. An zentralen Orten des Klinikums und auf den Stationen befinden sich die Besucher-Spender mit Händedesinfektionsmittel.


Neben der Händehygiene ist die Antibiotika-Prophylaxe ein weiterer Pfeiler zur Vermeidung von Wundinfektionen. Prof. Stefan Reuter, Chefarzt der u.a. für Infektionen zuständigen Medizinischen Klinik IV, überarbeitet gerade gemeinsam mit allen Kliniken den Antibiotika-Leitfaden. Dr. Mareile Frohmüller ist die Antibiotika-Beauftragte der Urologie und zudem ABS-Expert (Antibiotic Stewardship) der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). Sie darf in dem Team nicht fehlen. Das Hauptziel aller ABS-Aktivitäten ist es natürlich, unnötige Antibiosen zu vermeiden und Resistenzen zu verhindern.


Der Antibiotika-Leitfaden des Klinikums entspricht den AWMF-Leitlinien zur perioperativen Antibiotikaprophylaxe. Entscheidend ist, diese Antibiotikaprophylaxe vor dem Hautschnitt zu geben. Im Operationssaal gibt es Checklisten, die unter anderem die Antibiotika-Prophylaxe erfassen. Präoperativ vermeidet die Klinik zudem die scharfe Rasur, da die hierdurch möglichen Mini-Läsionen Eingangspforten für gefährliche Infektionskeime sein können. (fgr) 

Dr. Mareile Frohmüller betreut die Kinderurologie

Team Kinderurologie: Dr. K. Lang,
Dr. M. Frohmüller, Prof. Dr. D. Rohrmann

Nach dem Abschied von Dr. Sarah Nolte ist Dr. Mareile Frohmüller im Klinikum für die Kinderurologie zuständig.

 
Jeden Montag führt Dr. Frohmüller nun die Kinderurologie-Sprechstunde durch. Zusätzlich steht sie einmal im Monat Prof. Dorothea Rohrmann zur Seite, die für die schwierigen kinderurologischen Operationen im Klinikum zuständig ist. Im engen Verbund mit der nahen Kinderklinik des Gesundheitsparks entsteht so eine leistungsfähige Struktur für die optimale Versorgung der kleinen urologischen Patientinnen und Patienten. (fgr) 

Kai-Peter Schuster ist neu im Klinik-Team

Neu im Team: Kai-Peter Schuster (Foto: fgr)  

Seit Jahresanfang verstärkt der 29-jährige Assistenzarzt Kai-Peter Schuster das Team der Klinik für Urologie. Mit dem Klinikdirektor hat Schuster die Liebe zur klassischen Musik gemein.

 
Parallel zum Gymnasium wurde Schuster an der Kölner Musikhochschule aufgenommen und studierte dort klassisches Schlagzeug. Nach dem Abitur entschied sich der angehende Urologe aber dann doch dafür, „etwas Vernünftiges für den Broterwerb zu tun“ und begann in Düsseldorf mit dem Medizinstudium. Sein Wahlfach im PJ war die Urologie, aber nach dem Staatsexamen ging er zunächst in die Viszeralchirurgie am Marienhospital Düsseldorf.


Im Sana-Krankenhaus Hürth beendete Schuster dann den Common Trunk in der Chirurgie. Allerdings blieb seine alte Vorliebe für die Urologie erhalten und so wechselte er zu Jahresbeginn ins Klinikum Leverkusen und strebt nun an, sich in etwa vier Jahren zum Facharzt für Urologie weiterzubilden. Im Vorstellungsgespräch entdeckten Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé und Kai-Peter Schuster eine weitere Gemeinsamkeit: Beide haben eine Vorliebe für die Musik Richard Wagners.

(fgr) 

Friederike Stachuletz liebt die Vielfalt der Urologie

Friederike Stachuletz: Neue Assistenzärztin

Die bunte fachliche Vielfalt der Urologie hat es der 31-jährigen Assistenzärztin Friederike Stachuletz angetan, die seit Anfang April als Assistenzärztin in Ausbildung in der Klinik für Urologie arbeitet.

 

Geboren in Langenfeld und aufgewachsen in Düsseldorf entschied sich Friederike Stachuletz nach dem Abitur dazu, ein Medizin-Studium an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf zu beginnen. „Nach dem Abschluss brauchte ich Luftveränderung und zog nach Hamburg“, erzählt die angehende Urologin. Drei Jahre lang arbeitete sie zunächst als Assistenzärztin in der Urologie am Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster.


Danach wechselte Frau Stachuletz die Stelle, blieb aber im Norden. Je zur Hälfte war sie als Assistenzärztin in der Klinik für Urologie der Asklepios-Klinik in Hamburg-Harburg und in einer urologischen Gemeinschaftspraxis in Buxtehude tätig. Jetzt wechselte sie in die rheinische Heimat nach Leverkusen und wird nun zunächst noch zehn Monate als Assistenzärztin in der Klinik für Urologie arbeiten, bevor dann abschließend die Prüfung zur Fachärztin für Urologie ansteht. Langfristig strebt Frau Stachuletz eine Tätigkeit im Krankenhaus an und kann sich zum Beispiel eine Tätigkeit als Oberärztin vorstellen.


Wenn sie sich einmal nicht mit der Urologie befasst, ist sie gerne unterwegs auf Reisen oder singt in einem Chor, denn die Musik liegt ihr am Herzen. Schon bald hofft sie in der Region einen Chor gefunden zu haben, in dem sie dann auch musikalisch eine Heimat finden kann. (fgr) 

Rekonstruktive Urologie ist eine Spezialität

Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé sieht in der
rekonstruktiven Chirurgie eine besondere
Stärke seiner Klinik.

Die rekonstruktive Chirurgie des Urogenitaltrakts gehört zu den besonderen Schwerpunkten im operativen Spektrum der Klinik für Urologie.

 

Die Indikation zur Nierenbeckenplastik zum Beispiel ist bei Nachweis einer Obstruktion in der Bildgebung, bei verminderter Nierenfunktion sowie bei klinischen Beschwerden wie Schmerzen, Steinen und Infektionen gegeben. In der Folge entsteht eine Abgangsenge der Harnleiter, die operativ mithilfe der Nierenbeckenplastik beseitigt wird.


Ein zweites Beispiel aus der rekonstruktiven Urologie ist die Harnröhrenrekonstruktion, etwa mithilfe der Mundschleimhaut. Das kann nach einer Harnröhrenstriktur notwendig werden. Solche Verengungen beruhen meist auf einer narbigen Veränderung der Harnröhre. Es gibt eine Vielzahl von operativen Therapiemöglichkeiten bei einer Harnröhrenstriktur.


In der Andrologie kann die Durchtrennung der Samenleiter mithilfe des Mikroskops und der mikrochirurgischen Operationstechnik auch nach abgeschlossener Familienplanung rückgängig gemacht werden. Die Vasovasostomie erfolgt in Vollnarkose, wobei die zuvor freipräparierten Enden mit sehr dünnen Fäden wieder zusammengenäht werden. Es handelt sich in der Regel um einen ambulanten Eingriff, der nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt wird.


Fehlbildungen im kindlichen Harn-und Geschlechtstrakt sind Felder der Kinderurologie und der rekonstruktiven Urologie. Im oberen Harntrakt sind zum Beispiel angeborene Fehlbildungen der Harnleitermündungen gemeint. Dann kann es zu einem Harnrückfluss von der Blase in die Harnleiter und Nieren (vesikoureteraler Reflux) kommen. In der Harnröhre können angeborene Fehlbildungen der Austrittsmündung (Hypospadie, Epispadie) oder Verengungen auftreten. (fgr) 

Hanjo Rolfs verstärkte das Klinikteam Urologie

Assistenzarzt Hanjo Rolfs wechselte Mitte
2016 in die Klinik für Urologie.

Seit Mitte 2016 arbeitet der 32-jährige Kölner Hanjo Rolfs als Assistenzarzt der Klinik für Urologie. Zuvor war er als Assistent in zwei Kölner Kliniken tätig.

 

Der gebürtige Göttinger begann seine Assistenzzeit 2015 in der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Eduardus-Krankenhauses Köln und des Heilig-Geist-Krankenhauses in Köln-Longerich.


Im September 2009 schloss er den ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an der Universität Ulm ab. Seit dem Wintersemester 2009 folgte der klinische Abschnitt des humanmedizinischen Studiums an der Universität Leipzig, wo er auch im Mai 2014 die Ärztliche Prüfung beendete. Sein praktisches Jahr absolvierte Rolfs in Leipzig, Chemnitz und Aarau in der Schweiz.  (fgr) 

04-2017. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, www.fgrunkel.de, E-Mail info@fgrunkel.de