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Neugeborenen-Intensivmedizin

Ganz früh, ganz intensiv

Die neonatologische Intensivstation ist Teil des Perinatalzentrum Leverkusen und hat die höchste Versorgungsstufe (Level I). Sie ist eine modern eingerichtete und medizinisch hochqualifizierte Abteilung und hat sich auf die Behandlung von Erkrankungen der Neugeborenenperiode spezialisiert:

  • Extreme Frühgeburtlichkeit
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Anpassungsstörungen nach der Geburt
  • Infektionen (z. B. bakterielle Infektionen, konnatale CMV-Infektionen, Neugeborene HIV-positiver Mütter)
  • Angeborene Herzfehler einschließlich Hypoplastisches Linksherzsyndrom und Transposition der großen Gefäße
  • Angeborene Erkrankungen der Lunge (z. B. Lungenhypoplasie, cystisch adenomatoide Malformationen, Chylothorax)
  • Krampfanfälle
  • Schädigungen des zentralen Nervensystems
  • Schwere Asphyxie (= Pulslosigkeit, schwere Kreislaufdepression, mit Hypothermiebehandlung)
  • Angeborene Erkrankungen des blutbildenden Systems (z. B. Anämie aufgrund von Blutgruppenunverträglichkeiten, fetale Alloimmunthrombozytopenien)
  • Fehlbildungssyndrome

Wir behandeln pro Jahr ca. 700 neugeborene Patienten, davon weisen mehr als 70 Frühgeborene ein Geburtsgewicht unter 1.500 g auf. 


Bei Erkrankungen der Lunge ist häufig eine maschinelle Beatmung und Behandlung mit speziellen, die Lungenentfaltung verbessernden Medikamenten erforderlich. Die Neugeborenen-Intensivstation hat acht Beatmungsplätze und zehn Intensiv-Überwachungsplätze. Neben modernen Beatmungsgeräten einschließlich der Hochfrequenz-Oszillationsbeatmung besteht die Möglichkeit der Video-Endoskopie sowie der inhalativen NO-Behandlung zur Verbesserung der Lungendurchblutung.

Auch wenn Früh- und Neugeborene intensiv-medizinisch betreut werden müssen, bemühen wir uns im Sinne des minimal handling um eine so wenig wie möglich belastende Behandlung. 


Die Eltern werden schon frühzeitig in die Versorgung mit einbezogen, um die Eltern-Kind-Beziehung zu fördern und die Muttermilchernährung so früh wie möglich sicherzustellen. Wir fördern das Stillen, dazu stehen den Familien zwei qualifizierte Still- und Laktationsberaterinnen/IBCLC zur Seite.


Neugeborene, die zwar kinderärztlich behandelt, aber nicht intensivmedizinisch versorgt werden müssen, bleiben im Zimmer der Mutter auf der Mutter-Kind-Station. Auch wenn das Kind hier im Wärmebett gepflegt und am Monitor überwacht werden muss, kann es doch ganztags bei der Mutter bleiben.


Auch nach der Entlassung vergessen wir unsere kleinen Patienten nicht. In der Nachsorge- und Risikoambulanz wird durch zusätzliche Untersuchungen die Entwicklung des Kindes kontinuierlich überwacht.


Das Klinikum Leverkusen hat eine sehr spezialisierte Abteilung für Pränatalmedizin. Aus diesem Grund wird in der Kinderklinik bei vielen Patienten die erforderliche Behandlung nahtlos nach der Geburt fortgesetzt, wenn vor der Geburt bereits schon eine Therapie erforderlich war.


Unsere guten Ergebnisse werden nicht nur intern, sondern auch extern z.B. durch die Neonatalerhebung der Qualitätssicherung Nordrhein-Westfalen erfasst und ausgewertet. Das Perinatalzentrum Leverkusen ist mit der höchsten Versorgungsstufe Level I anerkannt.

Gemeinsam früh helfen!

Der Förderverein Frühchen Leverkusen e.V. steht Eltern von Frühgeborenen zur Seite - mit vollem Engagement und dem Mut, den es braucht, etwas Neues zu starten.


Viele aktive Mitglieder des Vereins sind Frühcheneltern, deren Kinder im Klinikum geboren wurden, oder Mitarbeiter des Mutter-Kind-Zentrums.



Intensivversorgung für größere Kinder und Jugendliche

Weiterhin behandeln wir auf der Kinderintensivstation auch ältere Kinder und Jugendliche bei:

  • Vergiftungen
  • Krampfanfall und Status epilepticus
  • Diabetes mellitus mit Entgleisung der Stoffwechsellage (Ketoazidose)
  • Schwere Asthmaanfälle
  • Schwer verlaufende Pneumonien (mit Beatmung)
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Postoperative Überwachung mit Nachbeatmung