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17.11.2017

„Starker Start für kleine Helden“

„Starker Start für kleine Helden“

Zu klein, zu leicht, zu unreif – mindestens eines von zehn Neugeborenen kommt hierzulande zu früh zur Welt. Jährlich werden ca. 60.000 Kinder zu früh geboren. Jedoch haben frühgeborene Kinder mittlerweile, dank medizinischer Fortschritte, gute Überlebenschancen, sogar dann, wenn sie mehr als vier Monate zu früh und mit einem Geburtsgewicht von weniger als 500 Gramm das Licht der Welt erblicken. Heute steht mehr denn je nicht nur das Überleben, sondern auch die Qualität des Überlebens im Vordergrund – und damit die medizinische Versorgung und Betreuung der kleinen Patienten. Das Klinikum Leverkusen gehört als Perinatalzentrum Level 1 zu den Spitzenversorgern in diesem Bereich.

Frühstück mit „Frühchen“ und ihren Familien

Der Welt-Frühgeborenen-Tag, der im Jahr 2008 erstmalig von der EFCNI (European Foundation for the Care of Newborn Infants) ausgerufen wurde, macht jährlich über Landesgrenzen hinweg auf das Thema Frühgeburt und ihre Folgen aufmerksam. Das Klinikum beteiligte sich an dieser weltweiten Informationskampagne mit einem gemeinsamen Frühstück von Frühgeborenen, die im Klinikum Leverkusen zur Welt gekommen sind, ihren Familien und dem Team des Mutter-Kind-Zentrums im Klinikum Leverkusen. Mitten drin: die beiden Klinikdirektoren Priv.-Doz. Dr. Joachim Eichhorn (Klinik für Kinder und Jugendliche) und Prof. Dr. Kubilay Ertan (Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe). „Es ist so schön, die Frühchen heute wiederzutreffen und zu sehen, wie toll sie sich entwickelt haben“, sagte Dr. Eichhorn. „Ein bisschen machen wir diese Veranstaltung ja auch für uns selbst“, sagte er augenzwinkernd. Prof.Dr. Ertan freute sich ebenfalls sichtlich und betonte den hohen Wert der engen interdisziplinären Zusammenarbeit im Mutter-Kind-Zentrum, insbeson-dere im Hinblick auf die Sicherheit der Neugeborenen.

BayArena in „Frühchen-Lila“

Meinolf Sprink, der Direktor Fans/Soziales der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, saß ebenfalls mit am Frühstückstisch und warb für die Aktion des Vereins zum Weltfrühgeborenentag: In der Zeit von 17 bis 22 Uhr – mit Ausnahme von 19:04 Uhr bis 19:06 Uhr, wenn das Stadion in rot illuminiert wird – leuchtet die Heimstätte der Werkself in Lila (Magenta). „Wir sind seit vielen Jahren partnerschaftlich mit dem Klinikum Leverkusen verbunden und möchten uns solidarisch mit den Ärzten, Schwestern und Frühgeborenen-Eltern im Klinikum erklären", sagte Meinolf Sprink. Die Idee zur Beleuchtung von exponierten Gebäuden auf der ganzen Welt erfreut sich eines immer größer werdenden Zuspruchs. Bereits im letzten Jahr wurden unter anderem die Charité in Berlin, das Heidelberger Schloss und die Niagara-Fälle sowie das Empire State-Building am Weltfrühchentag lila angestrahlt.

Perinatalzentrum Level 1 – mehr Sicherheit für Frühgeborene

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die Klinik für Kinder und Jugendliche bilden zusammen das Mutter-Kind-Zentrum im Klinikum Leverkusen. Mit rund 1.600 Geburten pro Jahr gehört die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zu den erfahrensten Geburtskliniken der Region. Die Sicherheit für die Neugeborenen ist hier besonders hoch, denn die Kinderklinik, mit der die Geburtshilfe eng und unter einem Dach zusammenarbeitet, verfügt über eine hoch spezialisierte Kinderintensivstation. In der Kinderklinik des Klinikums Leverkusen werden jährlich circa 800 kranke Neu- und Frühgeborene behandelt. 80 von ihnen gehören mit einem Gewicht von unter 1.500g zu den sogenannten „extrem Frühgeborenen“, die eine hoch spezialisierte intensivmedizinische Versorgung benötigen. Die kleinsten Zwillinge aus dem vergangenen Jahr wogen nur zarte 340g und 460g. Sie kamen mehr als vier Monate zu früh zur Welt. Als übergeordnetes Perinatalzentrum Level 1 (höchste Versorgungsstufe) betreut das Klinikum auch umliegende Geburtskliniken mit. Das Einzugsgebiet, aus dem Babys mit speziellem Behandlungsbedarf ins Klinikum gebracht werden, erstreckt sich neben dem Leverkusener Stadtgebiet über weite Teile des Bergischen Landes bis weit hinter Gummersbach.

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