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Schmerzmanagement

Wo tut es weh?

Ziel unseres Schmerzmanagements ist der Entstehung von Schmerzen vorzubeugen, bestehende Schmerzen zu lindern oder auszuschalten. Wir begleiten unsere Patienten und deren Eltern und lassen sie nicht allein mit dem Schmerz. Die Schmerzbehandlung bei Kindern unterscheidet sich in der Wahl der Medikamente erheblich von der bei Erwachsenen. Häufig ist dies den Eltern nicht klar, deshalb werden heute immer noch schätzungsweise zwei Drittel der Kinder mit Erwachsenenmedikamenten behandelt. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!

Schmerzerfassung und -messung
Wir erfassen mögliche Schmerzen unserer kleinen und größeren Patienten durch deren Äußerungen, Gesichtsausdruck und Antworten, anhand von Schmerzskalen oder durch Beobachtung einer vorhandenen Schonhaltung oder gar Funktionseinschränkung.

  • Wo tut es weh?
  • Wie tut es weh?
  • Wann tut es weh?
  • Wie stark tut es weh?
  • Wann tut es nicht mehr weh, was lindert den Schmerz?

 

KUSS - Kindliche Unbehagens- und Schmerz-Skala nach Büttner (AINS 1998), für Kinder bis 4 Jahre, nonverbal.

Gesichter-Skala: für Kinder von 4 - 12 Jahren
„Diese Gesichter zeigen, wie weh etwas tun kann. Das Gesicht ganz links zeigt, dass es gar nicht weh tut. Die anderen Gesichter zeigen, dass es mehr und mehr weh tut bis zu dem Gesicht ganz rechts. Zeig‘ mir mal das Gesicht, das am besten zeigt, wie weh es Dir gerade tut“.

Schmerz vermeiden oder lindern
In unserer Klinik für Kinder und Jugendliche ist ein standardisierter Behandlungsablauf (Schmerzstandard) bezüglich kindlicher Schmerzen jederzeit gewährleistet.

  1. Schmerzvorbeugung, Prävention
    damit Schmerz erst gar nicht entsteht, z. B. Wahl des Verbandsmaterials
  2. Nicht-medikamentöse Behandlung
    z. B. Kälte, Wärme, Ablenkung durch Berührung, Autogenes Training
  3. Medikamentöse Behandlung (nach WHO-Stufenplan)
    by the ladder - die Schmerzskala („Leiter“) beachten, Therapie der Schmerzintensität angemessen,
    by the clock - ggf. „rund um die Uhr“, damit das Kind z. B. durchschlafen kann,
    by the mouth - orale Gabe von Medikamenten bevorzugt