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Voraussetzungen für eine Adipositas-Operation

Foto und Gedanken zum Aufklären, Nachdenken und Entstigmatisieren.

Um grundsätzlich für eine Operation in Frage zu kommen, müssen u. a. folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Erschöpfte konservative Therapie bei einem BMI ≥ 40 kg/m² oder ≥ 35 kg/m² mit Adipositas-Begleiterkrankungen,
  • Begleitende Betreuung durch eine Ernährungsfachkraft,
  • Sportliche Betätigung den körperlichen Voraussetzungen entsprechend,
  • Im Bedarfsfall begleitende psychologische Therapie/Verhaltenstherapie,
  • Übergewichtskrank seit mindestens 5 Jahren und
  • Bereitschaft zur dauerhaften Lebensstiländerung und zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe (Treffen, Internet).

Ernährung vor und nach der Adipositas-Operation

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Was vor und nach der sog. bariatrischen Operation bei der Ernährung zu beachten ist, hat Frau Claudia Paul, Ernährungsmedizinische Beraterin/DEG im Klinikum Leverkusen, in einem nützlichen Buch zusammengestellt.


Neben wichtigen Informationen und der Darstellung von Zusammenhängen umfaßt der Ratgeber einen umfangreichen Rezeptteil zum Nachkochen.


Das Buch ist im Pabst-Verlag erschienen, ISBN 978-89967-939-7, 20 EUR.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann ein Antrag auf Kostenübernahme für die geplante Operation bei Ihrer Krankenkasse gestellt werden. Dazu wird ein Gutachten durch das ZMAC erstellt. Diesem sollten zur Antragsstellung, falls vorhanden, Bescheinigungen/Gutachten weiterer betreuender Ärzte (z.B. Hausarzt, Kardiologe, Psychologe) beigefügt werden. Genauso wichtig ist die Dokumentation einer erfolgten Ernährungsberatung, ein Bewegungstagebuch sowie ein psychologisches Gutachten.


Sollte die Kostenübernahme zunächst abgelehnt werden, können abhängig von der Stellungnahme der Krankenkasse die entsprechenden Forderungen besprochen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden. Je nach Einzelfall ist ein Widerspruch oder zweites Gutachten nach einem entsprechenden Zeitraum erforderlich.


Liegt die Kostenzusage vor, wird erneut die unumgängliche Mitarbeit des Patienten besprochen sowie das operative Verfahren endgültig festgelegt.