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Aktuelles aus der Urologie

DVPZ-Prostatazentrum erfolgreich rezertifiziert   

Zentrumskoordinatorin Dr. Verena Prior

Klinik für Urologie plant für 2020 die Zertifizierung als Prostatakarzinomzentrum der Deutschen Krebsgesellschaft

 
Nach der Rezertifizierung durch den Dachverband der Prostatazentren Deutschlands e.V. gehören nun auch die urologische Praxen von Dr. Eberhard Mumperow aus Langenfeld und Dr. Ali Tok aus Köln-Holweide zur Familie der Partner. Zentrumskoordinatorin Dr. Verena Prior ermuntert weitere Praxen zum Beitritt.


Wie gewohnt war die Rezertifizierung des Dachverbands DVPZ ein hartes Stück Arbeit, aber Zentrumskoordinatorin Dr. Verena Prior und ihr Team waren am Ende erfolgreich. Zur weiteren Verbesserung der prozessualen Qualität des Zentrums fanden im Vorfeld der Rezertifizierung mehrere Qualitätszirkel statt. Für das Prostatazentrum wurde eine neue Homepage als gemeinsame Kommunikationsplattform der Zentrumspartner eingerichtet: www.prostatazentrumleverkusen.de. Neben dem internen Bereich hält die Website auch Patienten-Informationen bereit. Die Rezertifizierung des DVPZ-Zentrums erfolgte unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Bischoff.


Wie Klinik-Ko-Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres gegenüber dem UroNewsletter ankündigte, war die DVPZ-Rezertifizierung nur der erste Schritt: „2020 streben wir eine Zertifizierung der Klinik als Prostatakarzinomzentrum der Deutschen Krebsgesellschaft an.“ Neben den beiden Neuzugängen und der Klinik für Urologie sowie der Medizinischen Klinik 3 im Klinikum sind die Gemeinschaftspraxis für Urologie im MEDILEV mit Dr. Michael Stephan-Odenthal, Michael Klunder, Christoph Bender und Dr. Julia Kowalke, die Urologische Gemeinschaftspraxis Wiehl mit Peter Nelles, Dr. Werner Franzen sowie Stephan Canis, die Radiologie MVZ 360 Grad Leverkusen GmbH inklusive der Strahlentherapie 360 Grad sowie die Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Leverkusen im Team. Zentrumskoordinatorin Dr. Verena Prior lädt auch andere Praxen zum Beitritt ein: „Das Zentrum ist offen für alle und bietet intersektorale Spitzenmedizin.“ (Foto: Klinikum, Text: fgr)


da Vinci®-System X wird gut ausgelastet  

Roboterassistierte OP mit da Vinci®-System X

Urologen erhöhen die Zahl der radikalen Prostatektomien auf zwei pro OP-Tag


Nach dem Beschluss des Aufsichtsrats Mitte Dezember und der Installation im Januar nutzen Urologen, Gynäkologen und Chirurgen das neue roboterassistierte OP-System da Vinci® X im Klinikum Leverkusen täglich.


Die Klinik für Urologie hat die Zahl der radikalen Prostatektomien seit Januar verdoppelt und plant 2019 eine Erweiterung des Robotik-Spektrums um partielle Nephrektomien sowie radikale Zystektomien. „Aufgrund der besseren technischen Ausstattung des X Geräts und der Optimierung unserer Prozesse schaffen wir zwei roboterassistierte Operationen pro Tag. Das war vorher nicht möglich, weil wir nur über eine begrenzte Anzahl an Instrumenten sowie Kameratechnik verfügten“, stellt Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres, Ko-Direktor der Klinik für Urologie, zufrieden fest.
Einen Tag pro Woche können die Gynäkologen das System nutzen, in der übrigen Zeit finden urologische Operationen statt und auch die Allgemeinchirurgen mit Prof. Nico Schäfer an der Spitze steigen in die robotische Chirurgie ein. Um genügend viele Operateure zur Verfügung zu haben, werden weitere Teammitglieder in diese Technik eingearbeitet. Kürzlich nahmen die Doktoren Haas, Kohl sowie Linda Stahl an einem da Vinci®-Training in Gent und Straßburg teil.


Eine Ursache für die Zunahme der radikalen Prostatektomien im Klinikum ist die stark verbesserte Tumordiagnostik mithilfe der MRT-Fusionsbiopsie der Prostata, die auf eine große Nachfrage bei Patienten und ihren niedergelassenen Urologen trifft. Ko-Direktor Daniel Porres strebt in diesem Jahr 150 - 200 roboterassistierte radikale Prostatektomien an. Das Jahr fängt gut an für die Urologen. (Text: fgr, Foto: intiutive)

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun sagt dem Klinikum Adieu

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun

Oberarzt wechselt am 1. Juni als Urologie-Chefarzt ins Spital Männedorf AG in der Schweiz


Als geschäftsführender Oberarzt etablierte Moritz Braun nicht nur den neurourologischen Schwerpunkt der Klinik für Urologie, sondern er war federführend bei der Einführung der Fusionsbiopsie der Prostata, die der Klinik zu überregionaler Bedeutung verholfen hat.


Gemeinsam mit dem Direktor der Klinik für Urologie übernahm Moritz Braun auch Verantwortung für die Fort- und Weiterbildung innerhalb der Klinik. In seiner Zeit in Leverkusen war er zudem Schrift- und Kassenwart der nordrhein-westfälischen Gesellschaft zur Förderung des urologischen Nachwuchses – ein traditionelles Ehrenamt für die urologischen Leitungen des Heilig-Geist-Krankenhauses und des Klinikums Leverkusen.


Bundesweite Bedeutung erlangte Brauns Modell der intersektoralen urologischen Versorgung, das er auch während des DGU-Kongresses 2018 in Dresden präsentierte. Das Braun-Modell beruht auf der Kombination aus der ambulanten Tätigkeit in einer urologischen Praxis in Leichlingen gemeinsam mit Mohamed Elmahmudi sowie der gleichzeitigen Oberarzt-Funktion im Klinikum. Nach Brauns Abschied wird Elmahmudi die Praxis in Leichlingen ganz übernehmen und nur noch zu 20% im Klinikum arbeiten.


Aber auch der Mensch Moritz Braun wird unvergessen bleiben. Sein pantomimischer Beitrag für den Leverkusener Science Slam 2018 stellte seine kulturelle Kompetenz unter Beweis. Das gesamte Team der Klinik für Urologie sagt Dank für mehr als vier Jahre guter und innovativer Zusammenarbeit und wünscht Moritz Braun alles Gute und viel Erfolg auf seinem weiteren beruflichen Lebensweg. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Video-Tumorboard findet donnerstags statt

Video-Tumorboard unter Leitung von Dr. Zumbé

Interdisziplinäres Board erörtert 20 bis 25 uroonkologische Fälle pro Woche und gibt eine Therapie-Empfehlung

Seit der kürzlich erfolgten Rezertifizierung der Klinik gehört die Video-Tumorkonferenz mit internen und externen Partnern zum intersektoralen wie interdisziplinären Standard im Klinikum. Donnerstags um 13.30 Uhr trifft man sich zur Fallbesprechung.


Im Video-Konferenzraum gibt es zwei Monitore: Auf dem ersten kann man das Konferenzprogramm, bildgebende Befunde der Radiologie sowie Befunde der Pathologie sehen. Der zweite Bildschirm zeigt die Teilnehmer der Konferenz. Regelmäßige externe Teilnehmer der Videokonferenz sind die urologische Gemeinschaftspraxis Dr. Michael Stephan-Odenthal et al., Dr. Ergin Kilic aus dem Institut für Pathologie am Klinikum Leverkusen und Andreas Güls, Radiologie 360°. Demnächst werden auch die Urologen aus der Gemeinschaftspraxis Peter Nelles, Dr. Werner Franzen und Stephan Canis in Wiehl an der Videokonferenz teilnehmen. Die externen Teilnehmer können der Konferenz folgen und sehen auf ihrem Monitor die Ärzte im Konferenzzimmer. Im Klinikum verfolgen die beteiligten Urologen, der Onkologe und Oberarzt Dr. Michal Hlinka aus der Medizinischen Klinik 3 sowie Dr. Silke Geismann-Wechsler, Leiterin der Fachabteilung Strahlentherapie im MediLev, die Konferenz.


Obligatorische Fälle für das Programm einer Konferenz sind z.B. muskelinvasive Blasenkarzinome mit der Option der neoadjuvanten Chemotherapie sowie prä- und posttherapeutische Prostatakarzinome. Eine weitere Fallgruppe sind Rezidiv-Situationen aller urologischen Tumoren. Die Organisation der Videokonferenz liegt in den Händen der Oberärztin Dr. Verena Prior sowie des Assistenzarztes Hanjo Rolfs.


„Die Videokonferenz verlangt von den Teilnehmern Konzentration und Ruhe, damit sie reibungslos funktioniert und alle Fälle besprochen werden können. Meine Aufgabe als Moderatorin besteht darin, Nachfragen aus dem Auditorium aufzugreifen und die Reihenfolge der Diskussion zu ordnen“, beschreibt Dr. Verena Prior ihre Funktion. Vor der Konferenz erhalten alle Teilnehmer ein Programm und nach der Konferenz Fallprotokolle zur Information für das weitere Vorgehen. Eine weitere Funktion der Datenbank ist ebenfalls wichtig: „Aus dem Programm wird die obligatorische Meldung an das Landeskrebsregister generiert.“ (Foto: Klinikum, Text: fgr)

MRT-Fusionsbiopsie prägt Renommee der Klinik

MRT-Fusionsbiopsie

Bereits wenige Wochen nach Einführung der Diagnostik werden bis zu zehn Verdachtsfälle pro Woche untersucht


Derzeit finden mindestens vier perineale MRT-Fusionsbiopsien der Prostata in der Woche statt. Bei einer relevanten Zahl transperineal biopsierter Patienten entdecken die Urologen ein Karzinom.


„Wir diagnostizieren recht viele Prostatakarzinome und die Prozentzahl liegt auch leicht über dem Schnitt. Wir übertreffen bereits jetzt die Anforderungen der DKG hinsichtlich der Detektionsrate. Insofern liefern wir diagnostische Qualität ab“, stellt MRT-Fusionsbiopsie-Experte Dr. Tobias Kohl fest. Auch Ko-Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres ist beeindruckt, wie stark die neue Diagnostik angenommen wird: „Wir haben in den besten Zeiten im Universitätsklinikum Köln etwa 90-100 Biopsien pro Quartal gemacht. Kurz nach der Einführung der MRT Fusionsbiopsie kommen wir im Klinikum Leverkusen im ersten Quartal 2019 schon auf mehr als 50 Biopsien. Das ist schon ein richtig guter Start.“


Entscheidend für den positiven Trend ist die sehr gute Kooperation mit der Radiologie MED 360 Grad, deren MRT Einrichtungen im Klinikum Leverkusen und in Köln-Rodenkirchen genutzt werden können. „Aktuell finden an den beiden Standorten sechs MRTs pro Woche statt und Patienten haben selbst bei dieser Quote eine mehrwöchige Wartezeit. Deshalb wird die Zahl der MRT-Möglichkeiten pro Woche demnächst noch einmal ausgeweitet“, berichtet Porres. Eine direkte Folge der neuen Biopsietechnik ist eine deutlich verbesserte Indikation für Active-Surveillance-Patienten. Die MRT-Fusionsbiopsie ist eine relevante diagnostische Verbesserung an einer Schlüsselstelle der Urologie. (Foto/Text: fgr)

Guter Neustart für Rheinischen OP-Workshop

Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres

15. Symposium lockte 50 Teilnehmer ins Klinikum Leverkusen


Die MRT-Fusionsbiopsie war neben dem DEGUM-Refresher-Kurs der Hauptschwerpunkt des 15. Rheinischen OP-Workshops. Mithilfe eines britischen MRT-Fusionsbiopsie-Experten aus Cambridge und der exzellenten Pathologie von Dr. Ergin Kilic erhielten die Workshop-Teilnehmer bereits am Nachmittag die Ergebnisse.


„Das war für die Teilnehmer sehr spannend und demonstriert auch den hohen Qualitätsstandard, den diese Technik mittlerweile im Klinikum Leverkusen erreicht hat“, freut sich Ko-Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres. Am Ende des Kurses erhielten die erfolgreichen Teilnehmer Fortbildungszertifikate der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.


Porres und Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé waren am Abend sehr zufrieden mit dem Fortbildungskurs und fühlten sich ermutigt, den Rheinischen OP-Workshop in den kommenden Jahren auszubauen. Eventuell wird die Veranstaltung auch wieder auf zwei Tage erweitert, aber das ist noch Zukunftsmusik. (Foto/Text: fgr)

Personalveränderung auf Oberarzt-Ebene

Dr. Friederike Haas

Bisherige Assistenzärztin Dr. Friederike Haas wurde am 1. April zur Funktions-Oberärztin ernannt


Die neue Funktions-Oberärztin wird sukzessive auf die oberärztlichen Aufgaben in der Klinik für Urologie vorbereitet. Im Laufe des Jahres wird es zumindest eine weitere Personalie geben. Für den in die Schweiz wechselnden Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun erwartet die Klinik am 1. Juli einen Neuzugang. Wir werden in der Sommer-Ausgabe darüber berichten. Zügig soll die neue Kollegin oder der neue Kollege auch in die da Vinci®-Chirurgie eingebunden werden, sodass die Klinik für Urologie personell sehr breit auf dem Gebiet der roboterassistierten Chirurgie aufgestellt sein wird. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Operative Andrologie ist eine Spezialität der Klinik

Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé

Mikrochirurgie und der Einbau von Schwellkörperimplantaten bei ED gehören zum Therapie-Programm


Die medikamentöse und operative Andrologie beschäftigt sich unter anderem mit Störungen der Fertilität, der Hormonbildung und der Erektionsfähigkeit sowie mit den Möglichkeiten der männlichen Verhütung.


Etwa 30.000 Männer unterziehen sich pro Jahr in Deutschland einer Vasektomie. Dabei werden die Samenleiter auf beiden Seiten durchtrennt und so der Spermiendurchfluss verhindert. Bei erneutem Kinderwunsch kann die Durchtrennung der Samenleiter mithilfe des Mikroskops und der mikrochirurgischen Operationstechnik rückgängig gemacht werden (Vasovasostomie). Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, wobei die zuvor freipräparierten Enden mit sehr dünnen Fäden wieder zusammengenäht werden. Es handelt sich in der Regel um einen ambulanten Eingriff, der nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt wird.


Wenn die medikamentöse Therapie der Erektilen Dysfunktion mit den sogenannten PDE-5-Hemmern oder die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT-Therapie) mit gefäßerweiternden Substanzen versagt hat, kann in ausgewählten Fällen die Revaskularisierung des Penis nach Hauri durchgeführt werden. Diese sogenannte Hauri-OP wurde nach dem Schweizer Urologen Prof. Dr. Hauri benannt, der die Durchblutung des Penis verbessern konnte, indem ein arterielles Gefäß umgeleitet und eine venöse Anastomose auf dem Penisrücken gebildet wurde.


Bei schwerwiegendem Verlust der Erektionsfähigkeit bleibt als letzte Option der Einbau hydraulischer Schwellkörperimplantate mit zwei Zylindern, einer Pumpe und einem Flüssigkeitsreservoir. Wird die Pumpe, die sich im Skrotalsack befindet, in Funktion gesetzt, füllen sich die beiden Zylinder mit Flüssigkeit aus dem Reservoir, bis sich das Glied versteift hat. In der Therapie der Induratio penis plastica bleiben medikamentöse Ansätze meist ohne Erfolg. Dann stehen die ambulante extrakorporale Stoßwellentherapie oder eine Operation nach Nesbit zur Verfügung. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Science-Slam-Gastgeber Wolfgang Orth ist tot

Wolfgang Orth

Leverkusens „Mister Jazz“ starb nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren


Wolfgang Orth war ein Leverkusener Original: Topos-Inhaber, kulturbesessener Szene-Kenner und engagierter Gastgeber des Science Slam, wo sich Medizin und Musik treffen. Sein Tod reißt eine große Lücke in der Stadt.


Breites, verschmitztes Lächeln, leuchtende Augen und eine sympathische Offenheit, die viel Charme ausstrahlte. So wurde Wolfgang Orth zur Kultfigur in Leverkusen. Als langjähriger Vorsitzender des Vereins Jazz Lev, Inhaber der Wiesdorfer Jazzkneipe Topos und Konzertveranstalter (Leverkusener Jazztage, Street Life, River-Boat-Shuffle, Bluesfest) hat er sich verdient gemacht.


Seit der Premiere des Leverkusener Science Slam war Orth Gastgeber dieser einmaligen Slam-Veranstaltung, die Ärzte und Musiker zusammenbringt. Science-Slam-Initiator Jürgen Zumbé und Wolfgang Orth zogen an einem Strang und schufen ein bis heute erfolgreiches kulturelles Format des Klinikums Leverkusen. (Foto: H.-F. Hoffmann, JazzLev e.V., Text: fgr)

05-2019. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé und Priv.-Doz. Dr. Porres: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, fgrunkel.wordpress.de, E-Mail franz-guenteraece11791d1a47a2bda2436e938792b8.runkel@60fc4d24d8e0495888bbbe87a3d677b2web.de