Logo - Klinikum Leverkusen Klinikum Leverkusen - Mittelpunkt im Gesundheitspark

Aktuelles aus der Urologie

Ausgabe Herbst 2018  (Stand 04.10.2018)   

Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres wurde Ko-Direktor der Klinik   

Ko-Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres

Gemeinsame Leitung mit Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé bis Mitte 2020

Am 1. Oktober wurde der Generationswechsel in der Klinik für Urologie eingeleitet, denn der 42-jährige Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres, leitender Oberarzt der urologischen Universitätsklinik Köln, wechselte ins Klinikum Leverkusen und übernahm die gemeinsame Klinikleitung mit Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé. Mitte 2020 wird Dr. Porres dann alleiniger Klinikdirektor.

Der Neu-Leverkusener leitete vor dem Wechsel die Sektion für roboterassistierte und laparoskopische Operationsverfahren im Universitätsklinikum Köln und war zuvor unter anderem Oberarzt am St. Antonius Hospital Gronau sowie in Zürich und Aachen. Im September 2011 schloss er außerdem einen Studiengang zum Master of Health Business Administration an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erfolgreich ab. Er ist Gründungsmitglied des DGU-Arbeitskreises für Laparoskopie und roboterassistierte Chirurgie sowie der Deutschen Gesellschaft für roboterassistierte Urologie (DGRU) und gehört der DGU und der EAU an. Der gebürtige Kölner ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Daniel Porres will in Leverkusen an die hohe Innovationskraft der urologischen Klinik anknüpfen, die seit dem Jahr 2000 laparoskopische Pionierleistungen vollzogen hat und als eine der ersten Kliniken bereits 2006 die roboterassistierte Chirurgie etablierte. Das Klinikum Leverkusen ist kein Neuland für ihn, denn er absolvierte hier seine Weiterbildung zum Facharzt für Urologie. „Die herausragende regionale und überregionale Bedeutung der Klinik für Urologie des Klinikums Leverkusen als Krankenhaus der Spitzenversorgung gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Während meiner Zeit als Assistenz- und Facharzt in dieser Klinik durfte ich bereits einen kleinen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der Urologie beitragen und möchte nun meine gewonnene Expertise aus der Tätigkeit an nationalen und internationalen Zentren der Spitzen- und Maximalversorgung in die Zukunftsgestaltung einbringen“, kündigte Dr. Porres zum Einstieg an.

Neben dem Ausbau des Schwerpunktes minimal-invasiver und roboterassistierter Operationsverfahren in der uroonkologischen und rekonstruktiven Chirurgie hat sich Daniel Porres zum Ziel gesetzt, den (über)regionalen Patienten auch zukünftig in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern eine moderne und evidenzbasierte Diagnostik und Therapie auf höchstem medizinischen und menschlichen Niveau anzubieten.

Dies betrifft zum einen die basisurologische Grundversorgung und zum anderen weitere Schwerpunkte wie z. B. Uroonkologie und Endourologie. „Hier freut es mich insbesondere“, so Porres, „dass wir schon mit Beginn meiner Tätigkeit am Klinikum Leverkusen durch die Anschaffung eines Biopsiesystems der neuen Generation und der entsprechenden personellen Expertise die softwaregestützte MRT-Fusionsbiopsie als Grundstein der hochmodernen Prostatakarzinomdiagnostik anbieten werden.“
Noch 2018 wird die Klinik ihr Profil um die moderne Harnröhrenchirurgie mit autologem Mundschleimhauttransplantat erweitern. „Ferner planen wir in naher Zukunft die Etablierung der fokalen Prostatakarzinomtherapie und den Einsatz weiterer moderner Laserverfahren in der Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung“, so Priv.-Doz. Dr. Porres.

Den zukünftigen Herausforderungen für die Urologie, die sich unter anderem aus dem demografischen Wandel und dem rasanten Fortschritt in Diagnostik und Therapie ergeben, möchte der Ko-Direktor zusammen mit seinem Team begegnen „Gemäß dem Leitbild des Klinikums Leverkusen werde ich den Fokus stets auf unsere Patienten und unsere Mitarbeiter richten.“ (fgr)

 

Emotionaler Abschied von Dr. Pier-Luigi Degiorgis

Dr. Pier-Luigi Degiorgis

Leitender Oberarzt verabschiedete sich in den Ruhestand


Die Liebe zu seiner Frau führte Pier-Luigi Degiorgis im Oktober 1981 nach Deutschland. Jetzt, nach gut 36 Dienstjahren in Leverkusen, nahm der gebürtiger Turiner Abschied von „seiner“ Klinik für Urologie.

Sehr romantische Beweggründe veranlassten den fertig ausgebildeten und promovierten Arzt zum Wechsel nach Deutschland. „Meine Frau studierte in Deutschland Medizin und wollte durch einen Wechsel nach Italien keine Zeit in der beruflichen Entwicklung verlieren“, erzählt Degiorgis. Der Liebe wegen ließ er die italienische Heimat hinter sich und büffelte erst mal einen Monat lang Deutsch, dann schrieb er Bewerbungen. Seine erste Stelle trat er im Februar 1982 in der Leverkusener Urologie an und dabei ist es geblieben.

Nach einer Zeit als Assistenzarzt schloss er die Weiterbildung zum Facharzt für Urologie ab. Dann wurde Pier-Luigi Degiorgis Oberarzt und 1995 leitender Oberarzt der Klinik für Urologie. „Meine große Leidenschaft war immer die operative Urologie, die für mich immer mehr Hobby als Beruf gewesen ist. Ich habe meine Arbeit als Operateur geliebt“, erinnert sich der Urologe.

Seine Spezialität waren die laparoskopischen Eingriffe, ab 2007 die roboterassistierten laparoskopischen Prozeduren, vor allem die radikale Prostatektomie. Trotzdem war Degiorgis operativ breit aufgestellt, denn außer der Vasovasostomie führte er im Klinikum alle urologischen Operationen durch.
Mit gut 68 Jahren hat sich Degiorgis nun entschieden, einen beruflichen Schlussstrich zu ziehen. „Natürlich war der Abschied von der Klinik mit viel Wehmut verbunden, aber ich bin ein Mensch, der nach einer solchen Entscheidung nach vorne blickt und nicht mehr zurück“, unterstreicht der scheidende leitende Oberarzt.

Im Ruhestand wird übrigens keine Langeweile aufkommen, denn seine Familie, ein schönes Haus, sein Garten, viele geplante Reisen mit seiner Frau sowie tausende unsortierte Fotos und ungelesene Bücher warten auf den Pensionär. Wichtig ist ihm auch die Pflege sozialer Kontakte, die im Beruf als Arzt oft zurückstehen mussten. Die Klinik für Urologie wünscht Pier-Luigi Degiorgis das Beste und viele erfüllte Jahre im Kreis der Familie. (fgr)

 

Dr. Klaus Grozinger wurde leitender Oberarzt

Dr. Klaus Grozinger

Personelle Veränderungen in der Oberarzt-Riege nach Degiorgis-Abschied


Der langjährige Oberarzt Dr. Klaus Grozinger trat am 1. Oktober die Nachfolge von Dr. Pier-Luigi Degiorgis als leitender Oberarzt der Klinik für Urologie an. Dr. Grozinger ist der Endourologie-Experte der Klinik und hat sich außerordentlich für den Erfolg der PREFERE-Studie eingesetzt. Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun, bislang Weiterbildungsermächtigter der Klinik, erhielt ebenfalls einen neuen Status und ist nun geschäftsführender Oberarzt.


Bislang hatte Braun, der auch niedergelassener Urologe ist, als Facharzt im Kollegialsystem gearbeitet. Daneben wird es noch einen neuen Funktionsoberarzt geben, dessen Besetzung aber derzeit noch nicht feststeht. Alle personellen Änderungen traten am 1. Oktober 2018 in Kraft. (fgr)

 

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun setzt auf Offenheit

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun

Serie „Der Mensch im Mittelpunkt meines Handelns“


Für Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun (siehe Foto), geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Urologie, sind Gespräche, Transparenz und Ehrlichkeit die elementaren Voraussetzungen für den vertrauensvollen Patientenkontakt.


„Ich bin in der günstigen Situation, meine urologischen Patienten in der Praxis abholen und begleiten zu können. Nach der ambulanten Diagnostik und Therapie folgt der stationäre Aufenthalt und schließlich die ambulante Nachbehandlung in der Praxis“, berichtet Braun. Er sieht den intersektoralen und zugleich persönlichen Charakter als Pluspunkt im Profil seiner urologischen Praxis an. Im therapeutischen Armamentarium nutzt der Urologe übrigens auch das moderne Tagesoperationszentrum im Klinikum.


„Im persönlichen Umgang mit meinen Patienten halte ich das Gespräch für einen sehr wichtigen Teil der Behandlung. Leider entspricht dies aber oft nicht der Versorgungsrealität, weil die Zwänge der ärztlichen Abrechnung dazu führen, dass Patienten im schnellen Takt durch Behandlungsschritte geführt werden“, bedauert Braun. In der Praxis kommt es aber trotzdem oft vor, dass der Urologe einen wirtschaftlich ungünstigen Zusatztermin vergibt, um notwendige Gespräche doch noch führen zu können.


Die kommunikative Qualität habe auch Auswirkungen auf den Behandlungserfolg, denn die Compliance eines vertrauensvollen Patienten sei besser. Eine wichtige Voraussetzung für das Vertrauen des Patienten sei die Ehrlichkeit des Arztes. „Ich erzähle meinen Patienten nicht das Blaue vom Himmel, sondern kläre sie über die möglichen Limitierungen einer Therapie offen auf. Der Patient erhält so vor der Behandlung eine realistische Vorstellung der erreichbaren Verbesserungen und der möglichen Risiken“, so Braun. Auch die Bedeutung der Internet-Information bei Dr. Google nehme zu. Unter dem Strich seien digital vorinformierte Patienten durchaus positiv zu bewerten. (fgr)

 

Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé wird DVPZ-Vorstand

Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé

Dachverband der Prostatazentren richtet seinen Vorstand neu aus


Nach dem Tod von Dr. Richard Berges stellt sich der Vorstand des Dachverbands der Prostatazentren Deutschlands e.V. neu auf. Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé wird dabei das neu gebildete Vorstandsressort Qualitätsmanagement übernehmen.


Zumbé wird außerdem das Fachressort Zertifikatentwicklung im DVPZ zugeordnet. Das Prostatazentrum der Klinik für Urologie im Klinikum Leverkusen war 2006 die erste DVPZ-zertifizierte Einrichtung überhaupt und wird 2019 rezertifiziert. Danach wird die Klinik als Pilotzentrum für modifizierte Anforderungen, gestraffte Prozesse und neue Serviceleistungen des Dachverbandes für seine Mitglieder fungieren.


Als Nachfolger für den verstorbenen DVPZ-Vorsitzenden Dr. Richard Berges wird Prof. Herbert Rübben den Vorsitz des Verbands übernehmen. Rübben ist Sektionsleiter Uro-Onkologie der Klinik für Urologie am Helios-Klinikum Duisburg und war vormals Ordinarius für Urologie am Universitätsklinikum Essen. Ferner soll die Geschäftsstelle des Dachverbands in Berlin durch die Bestellung von Dr. Ehsan Khaljani zum Geschäftsführer gestärkt werden. (fgr)

 

Direktor Zumbé gehört zu deutschen Top-Urologen

Die FOCUS TOP-Mediziner des Klinikums

Magazin Focus Gesundheit veröffentlichte Rangliste der Top-Mediziner


Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé erhielt die Focus-Urkunde der Top-Mediziner 2018 in Deutschland für die Fachbereiche „Urologische Tumoree“ sowie „Prostata“.


Insgesamt gehören drei Ärzte des Klinikums Leverkusen zu den besten Ärzten Deutschlands – das besagt eine umfangreiche Studie, die das Recherche-Institut Munich Inquire Media (Minq) im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus durchgeführt hat. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Großen Ärzteliste im Magazin Focus-Gesundheit veröffentlicht, die jährlich erscheint. Unter „Deutschlands Top-Ärzten 2018“ sind neben Dr. Zumbé (im Foto hinten) noch Prof. Dr. Henning Adamek (im Foto Mitte) für den Fachbereich „Gastroskopie“ und Dr. Angelika Alfes (im Foto vorne) für den Fachbereich „Adipositas-Chirurgie“ vertreten.


Die Focus-Ärzteliste ergibt sich maßgeblich aus Interviews mit niedergelassenen und Klinik-Ärzten sowie den Urteilen von Patienten. So wurden zum Beispiel Patientenverbände und regionale Selbsthilfegruppen um ihre Einschätzung gebeten. Auch die Zahl der Publikationen fließt in die Bewertung mit ein. In den Focus-Gesundheit-Listen sind ausschließlich Ärzte mit überdurchschnittlich vielen Empfehlungen aufgeführt. (fgr)

 

Klassische und minimalinvasive Verfahren für BPS-Patienten

Grennlightlaser, ideal für Risikopatienten

Klinik bietet TUR-P, Greenlight-Laser, TUNA sowie die bipolare Resektion

 

Wenn Medikamente wie Pflanzenextrakte, α1-Rezeptorenblocker und 5-α-Reduktasehemmer den BPS-Patienten nicht mehr helfen, bietet die Klinik für Urologie mehrere klassische und minimalinvasive operative Verfahren an.


Die endoskopische transurethrale Resektion ist die Standardtherapie und wird mithilfe der Videotechnik kontrolliert. Wenn Patienten ein wirksames und doch schonendes Verfahren benötigen, steht der alternative GreenLight-Laser mit bis zu 180 Watt zur Verfügung, der deutlich blutungsärmer ist: die ideale Lösung für kardiale Risikopatienten. Die isotone Spüllösung verringert das Herz-Kreislauf-Risiko eines TUR-Syndroms erheblich.


Bipolare Resektion
Als gute Alternative zur einpoligen TUR existiert die Möglichkeit der zweipoligen (bipolaren) Resektion. Als Spüllösung kann hierfür physiologische Kochsalzlösung verwendet werden. Die bipolare Resektion einer BPH beruht auf dem Prinzip, dass Stromzufluss und -abfluss über ein Resektoskop erfolgen.


Transurethrale Nadelablation (TUNA)
Das von der Klinik für Urologie angewandte TUNA-Verfahren (Nadel-Thermotherapie) ist auch ambulant durchführbar und vermeidet die Risiken der klassischen „Hobeloperation“ (TUR). Die Indikation zur TUNA-Behandlung besteht bei irritativen Beschwerden ohne Restharnbildung, die mithilfe von Medikamenten nicht beherrschbar sind. Der Vorteil der TUNA gegenüber anderen Thermoverfahren ist vor allem die größere Effektivität durch höhere Temperaturen (bis 110° C) in der Prostata.


Die Klinik für Urologie gibt ihren Patienten Brief und Siegel für exzellente medizinische Qualität. 2006 wurde die Klinik nach DIN EN ISO 9001:2000, zertifiziert. Als erste klinische Einrichtung in Deutschland überhaupt wurde die Klinik gemeinsam mit den niedergelassenen Zentrumspartnern zum Prostatazentrum nach den Standards des DVPZ (Dachverband für Prostatazentren in Deutschland e.V.) ernannt. Als „Zentrum für Exzellenz im DVPZ“ ist sie seit 2009 (DIN EN ISO 9001: 2008) zertifiziert. (fgr)

10-2018. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, fgrunkel.wordpress.de, E-Mail franz-guenterbcfbcb42ae8a49a3a1bdaa5fa09dfba9.runkel@05a81c8128504258b2918d885a35b48cweb.de