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Aktuelles aus der Urologie

Erste MRT-Fusionsbiopsien erreichen schon Top-Niveau   

Zum Jahresende hält Dr. Tobias Kohl gut 200
MRT-Fusionsbiopsien im Klinikum für möglich.

Radiologie, Urologie und Pathologie arbeiten bereits nach zehn Monaten mit hoher Präzision

  

Die erste statistische Auswertung von 111 Läsionen aus 89 Prostatae zeigt eine hohe diagnostische Qualität der MRT-Fusionsbiopsie bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom.


„Zum Jahresende rechnen wir mit mehr als 200 Biopsien und sind zufrieden“, betont Fusionsbiopsie-Experte Dr. Tobias Kohl. Die ersten Leverkusener Zahlen seien viel besser als erwartet und erreichten auf Anhieb das Niveau der Top-Zentren, die zum Teil mit über 1.000 Biopsien und vieljähriger Erfahrung arbeiteten. Wenn ein Patient aus den Radiologie-360-Grad-Praxen im Ärztehaus MediLEV oder Köln-Rodenkirchen ein MRT der Prostata mitbringt und sein PI-RADS Score ist 5, 4 oder 3, dann bedeutet es für ihn, dass er mit 100 %, 49 % bzw. 31% Wahrscheinlichkeit ein Prostatakarzinom hat. In 90%, 38% und 19 % der Fälle ist es mindestens ein Gleason-7-Karzinom, so Kohl.


„Wir haben damit den Nachweis erbracht, dass man auch im Rahmen eines nicht universitären Settings durch Bündelung und regelmäßiger Qualitätskontrolle sehr gute Biopsieergebnisse erzielen kann. Die Wahrscheinlichkeit, einen Tumor zu übersehen, ist mit der MRT-Fusionsbiopsie deutlich kleiner geworden. Mit der Kombination aus perinealer Fusions- und systematischer Biopsie bieten wir unseren Patienten den höchsten Präzisionsstandard“.


„Die Schnittstelle zwischen uns und der Radiologie 360° im Medi Lev und Köln-Rodenkirchen ist sehr gut. Wir konnten gemeinsam einige Dinge besprechen und verändern, sodass jetzt auch weniger erfahrene Urologen die Berichte gut verstehen und sicherer anwenden können“, fasst Kohl zusammen. Für die nationalen und internationalen Kongresse im kommenden Jahr sind bereits erste Datenanalysen und Ergebnisse zur Präsentation eingereicht.


Kritisch äußert sich Kohl über die geringe Biopsie-Quote der unauffälligen MRTs: „Ein mächtiges Instrument des MRT besteht darin, ein Prostatakarzinom ausschließen zu können.“ Der Schritt, unauffällige MRTs nicht weiter zu verfolgen, sei jedoch gefährlich. „Man sollte dringend evaluieren, ob man die Qualität eines sehr hohen negativen prädiktiven Wertes (NPV) erreicht. Wir haben hierzu noch keine Daten, da wir diese Patienten bislang leider nicht sehen.“ Die Sicherheit, therapiebedürftige Karzinome nicht zu übersehen, stehe an erster Stelle.
In einem weiteren Schritt könne man die Indikation zur Fusionsbiopsie dann enger definieren. „Um dies zu erreichen, sollte man die Patienten anfänglich auch mit einer Biopsie-Indikation aufgrund der klassischen Parameter der suspekten digital-rektalen Untersuchung (DRU) sowie der PSA-Erhöhung systematisch biopsieren. Wenn wir sehen, dass wir mit unseren radiologischen Partnern einen NPV von 90% erreichen, können wir damit aufhören.“


Unauffällige MRTs aus nicht evaluierten radiologischen Praxen sollen aber, insofern klinisch ein Verdacht besteht, unbedingt biopsiert werden. In der Fachwelt diskutiere man im Moment, wie es sich bewerkstelligen lässt, flächendeckend eine gute Prostata-MRT-Diagnostik zu etablieren. Noch variiere die Qualität in Deutschland erheblich. „In Leverkusen liefern wir diese Qualität nun, sodass viele Männer von dieser modernen, aber komplexen Technologie profitieren.“
Den Patienten gefällt die bessere PCa-Diagnostik im Klinikum offenbar, denn viele äußern sich positiv und sind nach Aussage der Klinik mit den Abläufen und der Sicherheit der Diagnose zufrieden.  (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Benefiz-Konzert „Musik für Medizin“ für guten Zweck

Assistenzarzt Schuster dirigiert das Benefiz-
Konzert zugunsten der Kinderpalliativstation.

Junge Sinfonie Köln spielt am 20. Dezember ab 19.30 Uhr im Forum


Werke von Offenbach, Beethoven, Wagner und Mendelssohn stehen auf dem Programm des Benefiz-Konzerts zugunsten der Kinderpalliativstation.


Der angehende Urologe Kai Peter Schuster dirigiert die Junge Sinfonie Köln, die mit Offenbachs Ouvertüre „La Grande-Duchesse de Gérolstein” beginnen wird. Danach darf sich das Publikum über Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 freuen. Es folgt Richard Wagners „Tristan und Isolde”, natürlich mit „Vorspiel und Liebestod”. Die „Reformation” von Mendelssohn, Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107, bildet den musikalischen Abschluss. Am Klavier wird Alexander Krichel spielen.

Die Eintrittskarten kosten zwischen 12 und 35 Euro und sind an den Vorverkaufsstellen im Forum Leverkusen sowie unter kulturstadtlev.reservix.de erhältlich. Ein außergewöhnlicher Kulturgenuss für einen guten Zweck, den Sie Ihren Patienten und sich selbst gönnen sollten.  (Text: fgr, Foto: fgr)

Urologie nutzt Onkostar für die Tumorkonferenz

Oberärztin Dr. Verena Prior stellt die Video-
Tumorkonferenz mithilfe von Onkostar vor.

Software unterstützt Video-Konferenz und elektronische Ausgabe der PDF-Empfehlungen


Die Klinik für Urologie verwendet die Onkostar-Software jetzt auch für die wöchentliche Video-Tumorkonferenz.


Jeden Donnerstag um 13.30 Uhr treffen sich Urologen, die Strahlentherapeuten der Radiologie 360 Grad und ein Oberarzt bzw. eine Oberärztin der Onkologie. Per Video sind online der Pathologe sowie die urologische Gemeinschaftspraxis Dr. Michael Stephan-Odenthal angeschlossen. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums hat die IT-Choice Software AG Onkostar für die klinische Tumordokumentation entwickelt.
Bislang hatte Onkostar im Klinikum nur die obligatorische Fallmeldung an das Landeskrebsregister generiert. Jetzt benutzt die Urologie weitere Tools der Software: die Videokonferenz und die Fallempfehlung für den niedergelassenen Urologen. Aus dem Programm wird nun ein PDF-Bericht mit der Empfehlung an die niedergelassenen Urologen generiert und versandt.


„Wir hoffen, dass wir in Zukunft die onkologische Empfehlung gemeinsam mit dem Arztbrief in einem Arbeitsvorgang ausgeben und an die Niedergelassenen verschicken können“, beschreibt Oberärztin Dr. Verena Prior die Zukunft. Onkostar verfügt auch über eine Schnittstelle zum Nexus Krankenhaus-Informationssystem. Die Empfehlung kann so über eine Schnittstelle direkt ins KIS transferiert werden. So hält die Digitalisierung Schritt für Schritt Einzug im Klinikum. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Gisela Weber verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach 46 Jahren im Kliniksekretariat verab-
schiedet sich Gisela Weber in den Ruhestand.

Erfahrene Sekretärin arbeitete 46 Jahre lang in der Klinik für Urologie


Am 24. Oktober hat Gisela Weber ihren letzten Arbeitstag im Sekretariat der Klinik und wird sich mit einem kleinen Ausstand von den Kollegen verabschieden.


Am Beginn ihres Berufslebens arbeitete Gisela Weber in der Leverkusener Stadtverwaltung, bevor sie 1973 ins damalige Städtische Krankenhaus wechselte. Zunächst im Schreibbüro der Unfall- und Allgemeinchirurgie eingesetzt, arbeitete sie seit 1973 nur noch in der Urologie. Sie erlebte die Gründerjahre der Klinik unter Prof. Gerd Kierfeld und hat dann viele Jahre mit Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé zusammengearbeitet.


„Ich habe immer gerne in der Urologie gearbeitet, weil hier ein gutes Betriebsklima herrscht. Jetzt freue ich mich aber auch auf meinem Ruhestand, werde mich um mein Enkelkind kümmern und meinem Hobby nachgehen, dem Malen“, so Weber. Gemeinsam mit ihrem Mann will sie außerdem viel verreisen und mehr von der Welt kennenlernen.


Die Klinik für Urologie bedankt sich bei Gisela Weber und wünscht ihr alles Gute für ihren „Unruhestand“. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

16. Rheinischer OP-Workshop bietet Live-OPs

Ein karnevalistisches Abendprogramm
garantiert beste Unterhaltung auf typisch
rheinische Art.

Am 31. Januar 2020 wird sich im Klinikum wieder alles um urologische Fortbildung drehen


Traditionell in der fünften Jahreszeit bietet der Rheinische OP-Workshop von 08:00 - 16.30 Uhr Vorträge und Liveübertragungen aus den Operationssälen des Klinikums Leverkusen an.


Dass Karneval und Urologie kein Widerspruch sind, beweist der Workshop am Abend, wenn ein karnevalistisches Abendprogramm für beste Unterhaltung auf typisch rheinische Art sorgt. Die beiden Klinikdirektoren Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé und Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres haben deshalb einen guten Rat für die Urologen: Save the date!  (Foto: Klinikum, Text: fgr)

5. Science Slam im Topos: Medizin trifft Musik

Science-Slam Initiator Priv.-Doz. Dr. Zumbé,
Priv.-Doz. Dr. Porres und Moderatorin
Linda Stahl auf der Topos-Bühne.

Vier Slammer unterhalten auf der Topos-Bühne mit ernsten und skurrilen Geschichten


Bereits zum fünften Mal treffen sich Slammer und Musiker am 4. November ab 20 Uhr im Club topos in Leverkusen-Wiesdorf, Hauptstraße 134.


Stargast des Slams wird der Chefarzt der Klinik für Urologie, Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé, sein. „Das Thema verrate ich noch nicht; das wird eine Überraschung“, macht Zumbé neugierig. Schon bei der Premiere des Science Slam 2014 gehörte der Urologe zu den aktiven Slammern.


Unterhaltsam wird sicher auch der Auftritt des freien WDR-Journalisten Erik Butterbrodt, der den Slam 2018 für eine WDR-Reportage begleitet hatte. Dr. Wolfgang Schöps ist ein alter Bekannter in Leverkusen, denn der Urologe aus St. Augustin war einst Oberarzt in Leverkusen. Die Moderation übernimmt wiederum Linda Stahl. Für den musikalischen Teil sorgt die Band „Back to the Roots“, die schon oft bei den Jazztagen aufgetreten ist. Die Eintrittskarten sind über die Klinik für Urologie erhältlich. (Foto: fgr, Text: fgr)

Offene Worte in Kaltenengers

Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Zumbé ist Initiator
des Team Coachings.

Zweitägiges Team Coaching dient besseren Arbeitsprozessen


Am 15. und 16. November ist es wieder so weit. Das diesjährige Team Coaching der Klinik für Urologie dient der Optimierung der Prozesse im Alltag und sucht dafür Distanz zum Klinikum.


Der Direktor der Klinik, Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé, verordnet seinem Team alljährlich zwei Tage Auszeit und Gelegenheit zur offenen Aussprache über das, was gut läuft, aber auch die Punkte im täglichen Klinikbetrieb, die noch verbessert werden können. Dr. Sabine Maier-Braunleder wird das Team Coaching in Kaltenengers moderieren.  (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Klinikum mischte auf dem 71. DGU-Kongress mit

In der Hamburger Messe fand im September
der 71. DGU-Kongress statt.

Linda Stahl hielt als Erstautorin AHB-Vortrag – Zweiter Vortrag mit Leverkusener DVPZ-Daten


In der Hamburger Messe trat die Leverkusener Assistenzärztin Linda Stahl ans Rednerpult und berichtete als Erstautorin über den Einfluss einer Anschlussheilbehandlung nach roboterassistierter laparoskopischer Prostatektomie auf die frühe Kontinenz.
Die frühe Kontinenz ist ein wichtiges Kriterium nach der radikalen Prostatektomie. Stahl beleuchtete den Einfluss einer strukturierten postoperative Anschlussheilbehandlung nach roboterassistierter radikaler Prostatektomie auf die Kontinenz. Das Resultat: „Ungefähr 75% aller Patienten sind fünf Wochen nach der Operation kontinent“, so Stahl. Dabei seien die Kontinenzraten vergleichbar, egal, ob die AHB ambulant oder stationär stattfinde.
Das Leverkusener Prostatazentrum gehörte zu den 22 Zentren des Dachverbands der Prostatazentren Deutschlands, die Daten für einen DGU-Vortrag zur instrumentellen Therapie des Benignen Prostata Syndroms im Versorgungsalltag beisteuerten. Auf dem 71. DGU-Kongress wurde eine Analyse perioperative Ergebnisse anhand der Datenbank des Dachverbands der Prostata Zentrum Deutschlands (DVPZ) vorgelegt.


In 22 Prostatazentren wurden von 2005 bis 2017 Versorgungsdaten aus zwei Universitätskliniken, 19 Versorgungs- und drei Belegkliniken sowie 270 urologischen Praxen gesammelt, um die sektorenübergreifende Behandlung unter anderem von BPS-Patienten unter Alltagsbedingungen zu erfassen. Die Dokumentation erfasste Datensätze von 10.420 Patienten. Das wichtigste Einzelergebnis: Patienten mit einer Lasertherapie hatten den kürzesten Krankenhausaufenthalt sowie die niedrigsten Raten der Transfusion und Reintervention.  (Foto: Messe Hamburg (über fgr), Text: fgr)

23. Patientenseminar erklärt die MRT-Fusionsbiopsie

Dr. Tobias Kohl während einer MRT-gestützten
Fusionsbiopsie.

Am 30. Oktober geht es ab 16 Uhr um den Stellenwert der modernen Diagnostik


Seit November 2018 praktiziert die Klinik für Urologie die MRT-Fusionsbiopsie der Prostata, deren Vorteile anhand eindrucksvoller Bilder erläutert werden.


Im zweiten Vortrag des Seminars wird es um Entstehung, Vorsorge und Früherkennung des Prostatakazinoms gehen.


Während Fusionsbiopsie-Experte Dr. Tobias Kohl die neue Diagnostik-Generation in der Urologie vorstellt, führt der niedergelassene Urologe Dr. Michael Stephan-Odenthal in die Grundlagen der ambulanten Behandlung ein. Das Seminar findet wie üblich im Hörsaal des Klinikums statt und ist kostenlos. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Linda Stahl verlässt am 1. November das Klinikum

Am 1. November verlässt Linda Stahl das
Klinikum in Richtung Detmold.

Die ehemalige Weltklasse-Speerwerferin und Assistenzärztin wechselt ins Klinikum Lippe


Nach ihrer Assistenten-Zeit in der Klinik für Urologie im Klinikum zieht es Linda Stahl in die alte Heimat. Die angehende Urologin ist in einem Dorf in der Nähe von Detmold aufgewachsen und wird nun nach Detmold zurückkehren.


Am 1. November wird sie das letzte Jahre ihrer Assistentenzeit in der Klinik für Urologie am Klinikum Lippe beginnen. „Vor der Facharzt-Prüfung schaue ich mir nochmal ein anderes Haus an“, erzählt Stahl dem UroNewsletter. Übrigens kann sich die junge Urologin gut vorstellen, auch als Fachärztin für Urologie im Krankenhaus zu bleiben. In die Niederlassung zieht sie derzeit nicht viel, weil sie die Arbeit in der Klinik spannender findet.   (Foto: Linda Stahl, Text: fgr)

10-2019. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé und Priv.-Doz. Dr. Porres: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, fgrunkel.wordpress.de, E-Mail franz-guenter83d9f79c63d24ee3a8a1962d08dbbf11.runkel@9bcb065649d344409648a75dbf7d4e30web.de