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Aktuelles aus der Urologie

Ausgabe Winter 2018  (Stand 13.12.2018)   

Da Vinci®-System X nimmt im Januar Betrieb auf   

Ko-Direktor Priv.-Doz. Dr. Porres stellte die Neueinführung des daVinci®-Robotermodells X im Klinikum vor. (Foto:Runkel)

Urologen, Gynäkologen und Allgemeinchirurgen werden neuesten OP-Roboter schon bald nutzen


Nach dem Beschluss des Aufsichtsrats Mitte Dezember werden neue Indikationen und höhere Fallzahlen für eine wirtschaftlich optimale Auslastung des roboterassistierten Chirurgie-Systems sorgen. In der Urologie wird die radikale Prostatektomie 2019 insbesondere durch die partielle Nephrektomie, die rekonstruktive Nierenbeckenplastik und mittelfristig die radikale Zystektomie ergänzt.


Wie Ko-Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres dem UroNewsletter erläuterte, liegen die Hauptunterschiede zwischen dem alten S- und dem neuen da Vinci®-Modell X im modernen Aufbau der Konsole, einer höheren Bildqualität, der intraoperativen Integration von Ultraschall sowie in der modernen Firefly™-Technologie zur besseren Identifikation der Nierendurchblutung und des avisierten selektiven, kurzzeitigen Ausklemmens von Segmentarterien bei der partiellen Nephrektomie. Die Prozessoptimierung durch die Vereinfachung der Lagerung des Patienten und des intraoperativen Settings seien Pluspunkte des neuen Systems.


Seit 2006 läuft im Klinikum Leverkusen das Robotik-Programm. Der bisherige Leasingvertrag über das da Vinci®-System mit der Firma Intuitive wäre im kommenden Jahr ausgelaufen. „In dem Moment ist die Firma nicht mehr an den vertraglichen Service sowie die Lieferung von Ersatzteilen gebunden“, berichtete Dr. Porres. Insofern habe man handeln müssen, um die roboterassistierte Chirurgie im Klinikum Leverkusen fortsetzen und das Robotik-Programm erweitern und optimieren zu können.


In der Klinik für Urologie werden zunächst Ko-Direktor Dr. Porres sowie Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Martin Braun das neue OP-System bedienen. Ein wichtiger Aspekt der Auslastung ist neben der Fallzahlerhöhung die interdisziplinäre Nutzung. „Neben Urologen und Gynäkologen hat nun auch Prof. Nico Schäfer aus der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie Interesse an einer Nutzung des Operationsroboters angemeldet“, so Porres.


Die Chirurgen werden 2019 mit etwa 25 Eingriffen in das Robotikprogramm einsteigen. Die Urologie selbst hatte 2017 etwa 115 roboterassistierte Eingriffe, im Jahr 2016 waren es etwa 90 Eingriffe. Eine weitere Steigerung der Fallzahl in der Urologie ist geplant. Der breiten Öffentlichkeit wird der Operationsroboter im Rahmen einer Stadtrundfahrt im Sommer vorgestellt. Dazu wird dann im Klinikum ein Patientenseminar angeboten. (fgr)


MRT-Fusionsbiopsie läutet neue Ära der PCa-Diagnostik ein  

Dr. Kohl ist Experte für MRT-Fusionsbiopsie und übernimmt die Funktion im Klinikum. (Foto:Runkel) 

Fusionsbiopsie-Experte Dr. Tobias Kohl startet im Januar mit dem neuen BiopSee®-System 


Gute Nachrichten für alle Patienten mit Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Die MRT-gesteuerte Fusionsbiopsie der Prostata gilt weltweit als neuer Goldstandard zur Detektion des Prostatakarzinoms und wird ab Januar in der Klinik für Urologie zur technischen Routine gehören.


Mit der neuen Technik kam auch der dazugehörige Experte nach Leverkusen. Am 1. November wechselte Assistenzarzt Dr. Tobias Kohl auf Anregung von Ko-Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres aus dem Universitätsklinikum Köln nach Leverkusen. Im Klinikum wird er weiterhin als Assistenzarzt tätig sein, aber ergänzt durch die Spezialfunktion MRT-Fusionsbiopsie, die er bereits in Köln ausgefüllt hatte.


„Die Fusion bedeutet konkret, dass die zuvor erzeugten dreidimensionalen MRT-Bilder mit denen des Live-Ultraschalls im Computer fusioniert werden. Die zuvor im MRT eingezeichneten tumorsuspekten Areale werden so im Live-Ultraschall sichtbar und können über das BiopSee®-System navigiert und dann auf wenige Millimeter genau biopsiert werden“, erklärt Dr. Kohl die Technik. Die Technologie ermögliche es also, die Vorteile des multiparametrischen MRTs der Prostata mit denen der Sonografie zu kombinieren.


Eine konventionelle transrektale Stanzbiopsie der Prostata mit zwölf Biopsien verpasst eine größere Anzahl klinisch signifikanter Karzinome. Zusätzlich besteht bei einer systematischen Biopsie ohne MRT-Absicherung die Gefahr, vermehrt nicht signifikante Karzinome zu detektieren. „Das MRT konnte in Studien bereits eine bessere Detektionsrate als die klassische Biopsie zeigen“, stellt Kohl fest. Mit 15-25 Biopsien im Rahmen einer Fusionsbiopsie mit zusätzlicher systematischer Biopsie finde man nahezu alle klinisch relevanten Karzinome.


Die MRT Fusionsbiopsie hat ihre Stärken vor allem bei kleinen Karzinomen sowie bei Tumoren in den Prostataarealen, die man mit der klassischen Biopsie nicht gut untersuchen kann. Dabei geht es zum Beispiel um die Spitze, also den Apex der Prostata, sowie um weit vom Rektum entfernte Teile der Drüse. Über den perinealen Zugang lässt sich zudem die periphere Zone besser biopsieren und der Eingriff ist steril durchführbar, was das Infektionsrisiko im Vergleich zur transrektalen Biopsie senkt, so Kohl.


Eine Fusionsbiopsie sei aber auch transrektal möglich. „Je nach Alter und Morbidität der Patienten“, so Kohl weiter, „kann der transrektale Zugang besser sein. Eine kurze Narkose oder gar eine aufwendige lokale Anästhesie sind hier entbehrlich. Mit dem BiopSee®-System, das wir erhalten, können wir zum Glück beide Zugangswege, sowohl für die klassische systematische als auch für die Fusionsbiopsie, abdecken.“
Die aktuellen Leitlinien sehen vor, dass jeder Patient nach einer unauffälligen Biopsie und dem weiterhin bestehenden Verdacht auf ein Prostatakarzinom nicht noch einmal eine klassische Biopsie, sondern ein MRT der Prostata erhalten sollte. Daraus folgte dann bei Bedarf eine MRT-Fusionsbiopsie. Kohl rechnet damit, dass das MRT bald auch Einzug in die Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms hält. „Wir sehen schon jetzt immer mehr Patienten, die sich bereits vor ihrer ersten Biopsie mit einem MRT zur Fusionsbiopsie bei uns vorstellen.“


Therapeutisch bietet die Fusionsbiopsie zudem die Möglichkeit, Patienten für eine fokale Therapie mit hochintensiv fokussiertem Ultraschall (HIFU) zu identifizieren. „Mit der MRT Fusionsbiopsie schaffen wir auch die Grundlage für eine fokale Therapie“, unterstreicht Kohl. Trotzdem bleiben natürlich die Prostatektomie und die Bestrahlung Hauptformen der Therapie des Prostatakarzinoms. Die Qualität und Präzision der onkologischen Diagnostik wird aufgrund der neuen Technik signifikant zunehmen – ein Quantensprung in der Tumordetektion. (fgr) 

Klinik führt autologe Mundschleimhaut-Transplante ein

Autologes Mundschleimhauttransplantat (MucoCell®) erweitert das Spektrum der Klinik


Schonende Therapie der Harnröhrenstriktur nach Trauma, Entzündung oder Tumortherapie

Ab Januar wird die Klinik für Urologie neben der konventionellen Entnahme von Mundschleimhaut auch autologe, auf einer Labor-Matrix gezüchtete Transplantate anbieten, für deren Produktion bereits einige Epithelzellen aus der Schleimhaut ausreichen.

Da das minimal-invasive Verfahren etwa 4.000 Euro kostet, hängt die GKV-Kostenübernahme von der jeweiligen Krankenkasse des Patienten ab. „Um das Problem der Kostenübernahme zunächst zu lösen, möchten wir ab dem Ende des ersten Quartals 2019 an einer randomisiert-prospektiven Studie teilnehmen. Das Klinikum Leverkusen wird als eines von drei Zentren in Deutschland dabei sein. Auch international werden klinische Zentren an dieser Studie teilnehmen. Die Rekrutierungszeit der Studie wird sicher ein Jahr betragen. Die Patienten können im Rahmen dieser Studie kostenlos mit autologen Transplantaten behandelt werden“, berichtet Ko-Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres dem UroNewsletter.

Der Kerninhalt der Studie werde ein Vergleich zwischen normalem Mundschleimhauttransplantat und dem autologen Transplantat sein. Derzeit plant die Klinik mit etwa 20 Strikturpatienten pro Jahr. „Da wir mit dieser Form der Rekonstruktion ein regionales Alleinstellungsmerkmal besitzen, können wir ein regionales Zentrum für die Rekonstruktion mit autologem Transplantat werden“, so Porres.

Der neue Ko-Direktor ist übrigens kein unbeschriebenes Blatt auf dem Gebiet der autologen Rekonstruktion von Urethrastrikturen. Die Kölner Universitätsklinik ist eines von wenigen Zentren weltweit, welches die Rekonstruktion von Harnröhrenstrikturen mithilfe von autologem Zellmaterial seit Jahren praktiziert. Hier erlernte Porres das Verfahren und brachte es bei seinem Wechsel mit nach Leverkusen. Das Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung Köln zur Gewebeentnahme steht bereits kurz vor dem Abschluss.

Die Urethrotomie, also die Schlitzung der Harnröhre ohne Gewebetransplantation, beseitigt zwar zunächst die Striktur, erhöht aber die Rezidivwahrscheinlichkeit erheblich. Das autologe Mundschleimhauttransplantat der Firma MukoCell® bedeutet, dass der Urologe kein großes Stück der Mundschleimhaut entnehmen muss, sondern sich mit wenigen Zellen begnügen kann: ein enormer therapeutischer Fortschritt, der nun nach Leverkusen kommt. (fgr)

Medizin traf Musik beim 4. Leverkusener Science Slam

Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Zumbé (h.r.) und Moderatorin L. Stahl (h.li.) freuen sich über erfolgreiche Slammer wie Dr. Koriller (v.li.), Dr. Ganse (v.Mi.) und K.Schuster (v.li.). Nicht im Bild: Dr. Braun, Dr. Stephan-Odenthal. (Foto:Runkel)

Drei Urologen und zwei Unfallchirurgen gaben ihr Bestes auf der kleinen aber feinen Topos-Bühne


Um Sex, Altern, allerlei Neurosen und den Duft des Tumors drehten sich die fünf Beiträge der Leverkusener Slammer, die sich in der Wiesdorfer Jazzkneipe Topos einfanden, um das zahlreiche Publikum mit ihren Slams zu unterhalten. Für den guten Ton sorgte die Band RJM.


Die Aachener Unfallchirurgin und Weltraummedizinerin Dr. Gita Ganse erforschte die sportlichen Ambitionen betagter Menschen und stellte Feldstudien von der Senioren-WM in Malaga vor. „Viele 85-Jährige wollen es auf dem Sportplatz nochmal wissen und fühlen sich dabei wie 20“, stellte Gita Ganse fest. Trotzdem fordert das Alter natürlich seinen Tribut und ältere Leichtathlethen jenseits der 70 müssen sich z.B. mit langsameren Laufzeiten abfinden.


Dr. Klaus Grozinger als Sperma und Dr. Pier-Luigi Degiorgis als Eizelle mimten die zentralen Rollen in Kai Peter Schusters dramatisch-urologischem Werk „Die Manneskraft der Poesie“. Als Grozinger und Degiorgis in der Eizelle kuschelten, hielt es keinen Zuschauer mehr auf seinem Sitz. Lautes Gelächter und donnernder Applaus waren der verdiente Lohn für urologische Comedy der Extraklasse.


Psychologisch wurde es, als sich Dr. Marco Koriller, Orthopäde und leitender Oberarzt am Kölner St. Franziskus Hospital, mit der tiefgründigen Frage befasste: „Ist der Chirurg am Ende doch der bessere Mensch?“ Immerhin landen die Chirurgen auf Rang 5 der Hitliste der ärztlichen Neurotiker. Unangepasstes Verhalten legen aber auch die Internisten an den Tag, die in Korillers Benchmark der Neurotiker im Arztkittel vor den Chirurgen landeten. Erschreckende Psychogramme ärztlicher Neurosen mögen sinnfrei gewesen sein, dafür aber sehr unterhaltsam.


Träume und Nöte eines seit langer Zeit pensionierten Fregattenkapitäns im Altersheim stellte der geschäftsführende urologische Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun in pantomimischer Form dar. Man hätte eine Stecknadel im Topos fallen hören können, nur unterbrochen vom Szenengelächter der Gäste.


Den Geruch des Tumors in der Atemluft oder im Urin nahm der niedergelassene Urologe Dr. Michael Stephan-Odenthal zum Anlass, um über die diagnostischen Fähigkeiten von Hunden bei Krebspatienten zu philosophieren. Wenn feinnasige Krebsspürhunde im Einsatz sind, gibt es jeweils hohe Sensitivität und Spezifität zu berichten. Moritz Braun sagte es zum Schluss kurz und knapp: „Hunde sind einfach tolle Tiere!“ (fgr)

DVPZ-Rezertifizierung des Prostatazentrums ist für 2019 geplant

Priv.-Doz. Dr. Zumbé leitet die Rezertifizierung des Prostatazentrums ein.

Dachverband der Prostatazentren sieht Ausbau des Zentrums zum deutschen Referenzzentrum vor


In der ersten Jahreshälfte 2019 tut sich etwas im Prostatazentrum Leverkusen. Neben der Rezertifizierung 2019 als DVPZ-Prostatazentrum steht der Aufbau eines Pilotzentrums des Dachverbandes an. Schon im Januar findet ein Workshop für Niedergelassene im Zentrum statt.


Bei Prostatakarzinom, Benignem Prostatasyndrom und Prostatitis steht der Dachverband der Prostatazentren Deutschlands e.V. (DVPZ) für verbesserte Behandlungsqualität und Versorgung von Patienten mit Prostataerkrankungen. Die Zertifizierung eines Prostatazentrums bedingt, dass Urologen aus Kliniken mit Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Pathologen sowie gemeinsam mit niedergelassenen Urologen sektor- und ortsübergreifend kooperieren. Das Siegel „Zertifiziertes Prostatazentrum im DVPZ e.V.“ steht für überprüfbare urologische Qualitätsmedizin.


Derzeit sind 21 Zentren zertifiziert, weitere befinden sich im Zertifizierungsprozess. Nach dem Tod von Dr. Richard Berges hat sich der Vorstand neu aufgestellt und Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé zum Vorstand für das Qualitätsmanagement ernannt. Zu seinem Aufgabengebiet gehört auch das Fachressort Zertifikatentwicklung im DVPZ. Das Prostatazentrum im Klinikum Leverkusen war übrigens 2006 die erste DVPZ-zertifizierte Einrichtung überhaupt. Zumbé und die Experten im Ressort „Zertifikatentwicklung“ trafen sich bereits im November zu einem Kick off-Meeting in Leverkusen. (fgr) 

14. Rheinischer OP-Workshop findet im Klinikum statt

Die neuartige MRT-Fusionsbiopsie wird das zentrale Thema des Workshops sein.

Zertifizierter Fortbildungskurs der DEGUM beinhaltet das mpMRT der Prostata


Traditionell in der fünften Jahreszeit bietet der Rheinische OP-Workshop am 8. Februar 2019 von 8-16.30 Uhr im Hörsaal Vorträge und Liveübertragungen aus den Operationssälen des Klinikums Leverkusen an.


Dass Karneval und Urologie kein Widerspruch sind, beweist der Rheinische Operationsworkshop seit vielen Jahren. Lehrreiche operative Vorführungen am Tag und ein karnevalistisches Abendprogramm ergänzen sich auf typisch rheinische Art. Am Ende des Kurses erhalten die erfolgreichen Teilnehmer Fortbildungszertifikate der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V..


Inhaltlich startet der erste Block am Morgen gleich mit einem Highlight. Die multiparametrische Magnetresonanztomografie der Prostata und der transrektale Ultraschall werden vorgestellt und praktisch demonstriert. Nach der Kaffeepause wird die MRT-Fusionsbiopsie der Prostata auf dem Programm stehen. Bis zur Mittagspause schließen sich praktische TRUS-Übungen im zweiten Kursblock an.


Im abschließenden dritten Block am Nachmittag wird es um die Sonografie des unteren Harntrakts, die Duplexsonografie für Urologen und eine Demonstration histopathologischer Befunde der MRT-Stanzbiopsie gehen. In den Live-Übertragungen aus den Operationssälen wird sowohl die perineale als auch die transrektale Variante der MRT-Fusionsbiopsie gezeigt.


Die Anmeldung zum Kurs erfolgt über das Sekretariat der Klinik für Urologie unter Ruf 0214 13- 2389 oder per E-Mail unter urologie@1ea8028db622483bb251b8fca9f9b212klinikum-lev.de.

Ein Mix aus Freiberuflichkeit und Klinikanstellung

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun pendelt zwischen klinischer Anstellung u. freiberuflicher Tätigkeit

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun stellte auf dem DGU-Kongress sein Modell der intersektoralen Kooperation vor


Ein gemeinsames Kongress-Forum des Berufsverbands der Deutschen Urologen und der Deutschen Gesellschaft für Urologie stellte auf dem DGU-Kongress in Dresden verschiedene Modelle der Integration von ambulanter und stationärer Urologie vor – eines kam aus Leverkusen. 

Priv.-Doz. Dr. Moritz Braun, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Urologie, praktiziert eine intersektorale Kooperation aus Freiberuflichkeit und Klinikanstellung zwischen der urologischen Praxis Leichlingen und dem Klinikum Leverkusen. Auf dem DGU-Kongress stellte er sein Modell kurz vor.
Im Leverkusener Modell kombiniert Dr. Braun seine freiberufliche Tätigkeit als niedergelassener Urologe in der Urologie Leichlingen mit einer 50 %igen Anstellung als geschäftsführender Oberarzt im Klinikum. In seiner Leichlinger Praxis nutzt er die Möglichkeiten aus der Onkologiezulassung. Im Klinikum stehen ambulante sowie stationäre Operationen bis zur Tumorchirurgie im Vordergrund.
Für den Urologen ist es eine inhaltlich sehr interessante Tätigkeit, die zudem aus Juristensicht nicht zu beanstanden ist. „Das Leverkusener Kooperationsmodell ist eine Vorstufe für ein sektorenübergreifendes Department-System“, resümierte Braun. Der Patient nehme die Vorteile der kooperativen Versorgungsform zwischen Praxis und Klinik sehr gut an. (fgr)

12-2018. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, fgrunkel.wordpress.de, E-Mail franz-guenter44b0a35a8cc24ff8ae646de0d8aca92b.runkel@9a726c33314941b8bba0ad9f39d2ef88web.de