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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Ihre Ansprechpartner in der Klinik

von links: Oberärzte Priv.-Doz. Dr. Rink, Hr. Kaldowski, Dr. Lelli und Direktor Prof. Dr. N. Schäfer

Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa 

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Sie sind im weitesten Sinne als autoimmunologische Erkrankungen zu verstehen. Beide Erkrankungen werden in erster Linie medikamentös behandelt. Hierbei haben antientzündliche Medikamente, wie die Salicylate, einen Stellenwert genauso wie lokal im Darm oder systemisch verabreichtes Cortison, Immunsuppressive und eine Reihe immunmodulatorischer Substanzen, die bestimmte Botenstoffe in der im Körper ablaufenden Entzündungskaskade blockieren.

Die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen stellt in unserem Haus seit Jahrzehnten ein Behandlungsschwerpunkt dar. Durch die große Zahl von Patienten, die über die letzten 3 Jahrzehnte behandelt wurden sowie durch eine Reihe wissenschaftlicher Studien, haben wir große Erfahrung mit der operativen Behandlung von M. Crohn und Colitis ulcerosa.

Operationen bei Fistel und Stenose

Ziel der Operation ist die Beseitigung der Engstelle und der Verschluss der Fistel. Die Beseitigung der Stenose ist unabdingbare Voraussetzung für das Ausheilen der Fistel. Häufig wird die Fistel durch den stenosebedingt erhöhten Druck im vorgeschalteten Darmabschnitt unterhalten.


Da viele Patienten Dünndarmstenosen an mehreren Stellen aufweisen und auf lange Sicht auch nach erfolgreicher Operation der Stenose ein Risiko für erneute Verengungen besteht, hat der maximale Erhalt des Dünndarms neben der sicheren Beseitigung von Stenosen und Fisteln eine große Bedeutung. Aus diesem Grunde behandeln wir vor allem mehrere hintereinandergeschaltet Engstellen eher durch eine Erweiterungsplastik (sog. Strikturoplastik) als durch eine Entfernung (Resektion) des betroffenen Darmabschnittes (siehe Abbildung).


Unter Ausnutzung dieser Techniken kann auch bei Vorliegen multipler Engstellen der gesamte Darm erhalten werden. Interessant ist, dass ein Wiederauftreten von Engstellen fast nie im Bereich der zuvor angelegten Strikturoplastiken stattfindet.