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30.10.2014

Gegen Haarausfall bei der Chemotherapie

Gegen Haarausfall bei der Chemotherapie

Studien haben gezeigt, dass Alopezie (Haarausfall) während einer Chemotherapie verringert werden kann, wenn die Temperatur der Kopfhaut vor, während und nach der Infusion der chemotherapeutischen Medikamente auf konstant 19°C herunter gekühlt wird. Der Haarausfall bei einer Chemotherapie wird dadurch ausgelöst, dass die chemotherapeutische Medikamente, welche die bösartigen Krebszellen angreifen, auch die gesunden Haarwurzelzellen für die Dauer der Therapie zerstören. 

Wie schwerwiegend der Verlust der eigenen Haare gerade jüngere Krebspatientinnen als unerwünschter Effekt der Chemotherapie trifft, wissen wir aus der täglichen Praxis und den Gesprächen mit unseren Patientinnen. Denn der Haarverlust ist ein nach außen sichtbares Zeichen der Chemotherapie und erinnert die Betroffenen ständig an ihre Krankheit. Viele Patientinnen lehnen es ab unbequeme Perücken oder Kopftücher zu tragen und ziehen sich stattdessen von sozialen Aktivitäten zurück. Der Haarverlust kann die eigene Körperwahrnehmung und eventuell sogar die Einstellung der Patientin zur Chemotherapie negativ beeinflussen. Insbesondere jüngere Patientinnen mit Brustkrebs benötigen häufig Chemotherapien mit Haarausfall.

Mit einem Kopf-Kühl-System der Paxman GmbH kann die Onkologische Ambulanz am Klinikum Leverkusen nun betroffene Frauen unterstützen, die unerwünschten Nebeneffekte der Chemotherapie zu mildern. Das Gerät ist mit einer Kappe verbunden, die während der Infusionszeit getragen wird. Sie kühlt die Kopfhaut der Patientin konstant herunter, wodurch der Haarausfall eingeschränkt oder verhindert werden kann.

Der Einsatz der Kühlkappe beinflusst die chemotherapeutischen Behandlung in ihrer Wirksamkeit nicht. Die Nutzung der Kühlkappe ist für die Patientinnen nicht mit Zuzahlungen verbunden. 

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