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29.11.2019

Mit Laserlicht schmerzfrei Hautläsionen behandeln

Mit Laserlicht schmerzfrei Hautläsionen behandeln

Kleine Hautverletzungen sind sowohl bei frischentbundenen Müttern als auch bei ihren Früh- und Neugeborenen eine häufige und häufig auch sehr schmerzhafte Angelegenheit. Meist handelt es sich bei den Frauen um Reizungen der Brustwarze, die durch das Stillen verursacht werden. Bei den Neugeborenen treten oft wunde, entzündete Stellen im Windelbereich und nässende Läsionen im Bereich des Bauchnabels auf.


Bürgerstiftung finanziert Laser
Durch das Engagement der Bürgerstiftung in Höhe von 4.250 € konnte ein Niedrigenergielaser für das Mutter-Kind-Zentrum angeschafft werden. Im Rahmen einer Vor-Ort-Präsentation erklärten Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Eichhorn und Oberärztin Dr. Kirstin Kaiser der Geschäftsführerin der Bürgerstiftung, Frau Saskia Lagemann, die Funktionsweise des Geräts, die vielfältigen Einsatzbe-reiche und Vorteile der Behandlung.


Lasertherapie wird nicht vom Gesundheitssystem vergütet
Mittels Lasertherapie lassen sich solche Hautreizungen sehr einfach, schonend, völlig schmerzfrei und vor allem mit schnellem Erfolg behandeln. Es handelt sich hierbei um eine Lasertherapie mit einem Niedrigenergielaser (Low-Level-Laser), der unter Beachtung entsprechender Schutzmaßnahmen für die Augen in kurzen, wiederholten Anwendungen Hautdefekte rasch zum Abtrocknen und Heilen bringt. Das absorbierte Laserlicht aktiviert den Zellstoffwechsel und fördert damit die Wundheilung. Darüber hinaus werden durch das Laserlicht schmerzhemmende Biomediatoren freigesetzt, die auch eine entzündungshemmende und abschwellende Wirkung haben. Wenige Anwendungen von höchstens 30 Sekunden reichen bereits für sicht- und spürbare Erfolge. Doch leider gehört diese Therapiemethode nicht zum Standardkatalog und wird von den Krankenkassen nicht vergütet.


Muttermilch ist wie Medizin für Frühgeborene
Das Team des Mutter-Kind-Zentrums Klinikum Leverkusen hatte vor der Anschaffung mit einem Leihgerät bereits sehr gute Erfahrung sammeln und die erwarteten Ergebnisse bestätigen können. Insbesondere bei den Frauen, die unter schmerzhaft wunden Mamillen (Brustwarzen) leiden, erhöht sich dadurch die Akzeptanz für das Stillen. Wie wichtig Muttermilch und das Stillen gerade für kranke oder zu früh geborene Säuglinge ist, wissen Ärzte, Pflegekräfte und Stillberaterinnen aus der langjährigen Teilnahme an der WHO-/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“. Muttermilch ist die konkurrenzlos optimale Ernährung für Neugeborene.


Akupunktur per Laser
Neben der Behandlung von Hautdefekten gibt es wissenschaftliche Studien, die einen sehr positiven Effekt des Niedrigenergielasers in Form der Laserakupunktur bei Frühgeborenen beschreiben. Gerade in diesem Bereich ist Klinikdirektor Dr. Eichhorn sehr zuversichtlich bei Bauchschmerzen (Koliken) und sogar beim Apnoe-Bradykardie-Syndrom (häufig auftretende Atemaussetzer aufgrund der Unreife des Atemzentrums bei Frühgeborenen) durch den Einsatz des Niedrigenergielasers die Gabe von Medikamenten reduzieren zu können, die den Organismus eines Frühgeborenen belasten.

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