70 Jahre Klinikum Leverkusen: Ein Gesundheitsstandort im Wandel – mit klaren Plänen für morgen

02.11.2026
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„70 Jahre Klinikum Leverkusen“: Zur Feier des siebten runden Geburtstags gab es am Gesundheitspark eine große gestaltete Torte für die Mitarbeitenden.

Die erfolgreich besiegelte Übernahme des Remigius-Krankenhauses ist am Klinikum Leverkusen derzeit Thema Nummer eins. Einen besonderen Jahrestag wollte man dabei aber nicht untergehen lassen: Am vorletzten Samstag vor 70 Jahren wurde der heutige Maximalversorger offiziell eingeweiht. Zu diesem Anlass gab es nun Geburtstagstorte für das gesamte Konzern-Team.


Genau 429 Betten zählte das Städtische Krankenhaus, als es am 24. Oktober 1956 seine Türen öffnete. Dass es dazu kommen konnte, war damals jedoch keine Selbstverständlichkeit: Nachdem in Deutschland jahrzehntelang kaum neue Krankenhäuser entstanden waren, sorgte Leverkusens Entscheidung für ein modernes Haus in kommunaler Trägerschaft bundesweit für Aufsehen. Der damals wegen seiner Lage im Grünen als „Krankenhaus im Walde“ bekannte Gesundheitsstandort bewies sich in den Folgejahrzehnten als absolut sinnvolle Entscheidung. Heute zählt er 760 Betten – und verfügt längst über eine enorme medizinische Stärke und eine hohe Verantwortung für die Menschen in Leverkusen und der Region. 

Seit der Eröffnung erlebte das Krankenhaus eine Geschichte der Weiterentwicklung: Bereits in den 1960er-Jahren entstanden Neubauten für eine Krankenpflegeschule sowie ein Schwesternwohnheim. Es folgten weitere Bauprojekte – unter anderem für die Frauenklinik und die Geriatrie. 1993 erhielt das Haus seinen heutigen Namen. Als Klinikum Leverkusen gGmbH wurde es im gleichen Zuge rechtlich eigenständig, blieb jedoch weiterhin in städtischer Hand.

Insbesondere Medizin hat
sich enorm weiterentwickelt

Rund um das Klinikum entwickelte sich der Gesundheitspark mit zahlreichen medizinischen und therapeutischen Angeboten, insbesondere durch die Eröffnung des Ärztehauses MEDILEV im Jahr 2006. Inzwischen reicht die Versorgung über den Standort hinaus: Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sowohl im weiteren Stadtgebiet als auch in umliegenden Städten, ergänzen das Angebot – von der haus- und kinderärztlichen bis zur spezialisierten fachärztlichen Praxis. „Viele Behandlungen, die früher einen Krankenhausaufenthalt erforderten, können heute ambulant erfolgen“, sagt Dr. André Schumann, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Leverkusen. „Deshalb müssen wir unsere Versorgungsstrukturen immer wieder überprüfen und anpassen – mit dem Ziel, Patientinnen und Patienten dort zu behandeln, wo es medizinisch am sinnvollsten ist.“

Den Wandel vor Ort kennt Schumanns Kollegin Dr. Anja Mitrenga-Theusinger nur zu gut. Sie kam 1999 als Ärztin ans Klinikum und ist hier seit Frühjahr 2022 Medizinische Geschäftsführerin. „Allein in den Jahren, die ich hier erlebt habe, hat sich insbesondere die Medizin enorm weiterentwickelt“, berichtet sie. So hätten neue Diagnose- und Therapieverfahren die Behandlungsmöglichkeiten immer weiter verbessert; zugleich sei der Versorgungsauftrag des Klinikums stetig gewachsen. „Was 1956 mit wenigen Fachstationen begann, ist heute ein Krankenhaus mit einem breiten Spektrum spezialisierter Medizin“, sagt Dr. Anja Mitrenga-Theusinger nicht ohne Stolz. „Diese Entwicklung zeigt, wie sehr sich das Klinikum verändert hat und wie wichtig es ist, den Wandel auch in Zukunft aktiv zu gestalten.“

Geburtstagstorte für
gesamte Konzern-Belegschaft

Dass der Blick am Gesundheitspark durchaus nach vorn gerichtet ist, zeigen weitreichende Pläne. So wird sich das Klinikum in den kommenden Jahren dank einer Förderung durch das Land NRW umfangreich weiterentwickeln – unter anderem mit einer neuen und deutlich größeren Zentralen Notaufnahme, weiteren Bettenkapazitäten, einem modernen Operationszentrum und dem bereits lang ersehnten Hubschrauberlandeplatz.

Zudem ist seit Mitte Oktober die Übernahme des St. Remigius-Krankenhaus im Stadtteil Opladen beschlossene Sache. Durch die Eingliederung des Standorts in den Klinikum-Konzern zum 1. Januar 2027 entsteht ein Krankenhausverbund, der die Kompetenzen beider Häuser bündeln wird. „Dies ist ohne Zweifel ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte beider Häuser“, sagt Dr. André Schumann. „Wir beginnen damit schließlich ein wegweisendes neues Kapitel, das die Gesundheitsversorgung für die Menschen in Leverkusen und der Region nachhaltig stärkt.“

Dass der nun schon sieben Jahrzehnte andauernde Erfolg des Klinikums Leverkusen vor allem den Mit-arbeitenden zu verdanken ist, verdeutlichte die Geschäftsführung anlässlich des runden Geburtstags mit einer schönen Geste: Am heutigen Montagmittag gab es – aufgrund der Herbstferien ein bisschen verspätet – leckere Torte für die Teams aller Abteilungen am Standort und in den angegliederten MVZ-Praxen.