Als „Patientenfürsprecher“ eine Stimme für Patientinnen und Patienten sein
26.01.2026Sie sind wichtige Ansprechpersonen auf den Stationen des Klinikums: Menschen wie Ursel Forst unterstützen Patientinnen und Patienten, wenn der direkte Draht zum Krankenhauspersonal aus irgendeinem Grund erschwert ist oder gar nicht zustande kommt – etwa bei Unsicherheiten, Sorgen oder Konflikten. Als „Patientenfürsprecher“ haben sie ein offenes Ohr und engagieren sich als neutrale Vermittlerinnen und Vermittler.
Zu erkennen sind die ehrenamtlich arbeitenden Patientenfürsprecher an ihren orangefarbenen Accessoires. In der Regel sind dies große Umhängetaschen mit dem Aufdruck „Sprechen Sie mich an!", bei Ursel Forst kann es auch gerne mal ein entsprechender Schal sein. Eigentlich man muss sie und ihre Teammitglieder aber gar nicht groß ausfindig machen: Sie lassen sich im Klinikum bei Bedarf ganz unkompliziert telefonisch erreichen.
Ehrenamt sorgt für dankbare Menschen
Wie Ursel Forst schildert, bewirkt ihr Engagement nicht nur etwas Positives für die Patientinnen und Patienten. Auch ihr selbst tut die Aufgabe gut. „Nach meiner beruflichen Tätigkeit – erst in einer Apotheke und danach als Kauffrau in einem Sportgeschäft – fehlte mir der Umgang mit Menschen“, erzählt die Leverkusenerin, die heute 81 Jahre alt ist. „Dieses Ehrenamt, das ich nun seit mehr als einem Jahrzehnt ausübe, kam mir da gerade recht.“
Die Aufgabe als Patientenfürsprecherin passe wie maßgeschneidert zu ihr – auch, weil es immer spannend bleibt: „Hinter jeder Patientenzimmertür warten unterschiedliche Menschen in einer Ausnahmesituation, die dankbar für meine Hilfe sind.“ Und diese Hilfe kann vielerlei Formen annehmen: zuhören, erklären, beraten, trösten, aufmuntern, Probleme lösen. „Und um die Gemüter zu erheitern, habe ich auch mal einen Witz auf Lager“, lächelt sie.
Ursel Forst empfiehlt Menschen, die insbesondere nach dem aktiven Berufsleben etwas Sinnvolles bewirken möchten, ausdrücklich das Ehrenamt als Patientenfürsprecherin oder Patientenfürsprecher. Alle Interessierten können sich an Qualitätsmanagerin Eva Kraus wenden: 0214.13-48125, qm@klinikum-lev.de.
