Klinikum Leverkusen sieht von Übernahme des Krankenhauses Wermelskirchen ab

17.07.2026
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Eine mögliche Übernahme des Krankenhauses Wermelskirchen durch das Klinikum Leverkusen (Foto) wird nach einer umfassenden Prüfung nicht weiterverfolgt.

Der wirtschaftlich angeschlagene Standort in Wermelskirchen wird nicht Teil des Leverkusener Großkrankenhauses. Die Geschäftsführung des Klinikums hat den eingesetzten Insolvenzverwalter sowie die Bezirksregierung Köln heute formell über diese Entscheidung informiert. Im Frühjahr 2025 hatte der Leverkusener Maximalversorger in Aussicht gestellt, das Wermelskirchener Haus in seine Konzernstruktur zu integrieren. Am gestrigen Donnerstag haben die zuständigen Gremien der Klinikum Leverkusen gGmbH entschieden, dass es dazu nicht kommen wird. 

„Wie bekannt, haben wir im vergangenen Jahr mit großer Sorgfalt und erheblichem Aufwand geprüft, ob eine Übernahme des Krankenhauses Wermelskirchen durch unseren Konzern möglich wäre“, sagen Dr. Anja Mitrenga-Theusinger und Dr. André Schumann, die Geschäftsführenden des Klinikums. „In diesem Zuge haben wir ein belastbares medizinisches Konzept für den Standort entwickelt, für das im weiteren Verlauf des Prüfungsprozesses jedoch keine ausreichenden Voraussetzungen für eine gemeinsame Umsetzung geschaffen werden konnten.“ Zugespitzt habe sich die Situation durch die aktuelle Entwicklung der bundespolitischen Rahmenbedingungen, insbesondere in Bezug auf die erwartbaren Auswirkungen des Beitragsstabilisierungsgesetzes.

Ein erheblicher Investitionsbedarf des Standorts war zwar relativ früh im Prüfungsprozess erkennbar. Entscheidend war aber die Frage, ob sich unter Berücksichtigung der medizinischen Konzeption, der krankenhausplanerischen Rahmenbedingungen sowie der wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Entwicklungen dennoch eine tragfähige Zukunftsperspektive für den Standort eröffnen würde. „Die finalen Ergebnisse der Prüfung führten zu dem Schluss, dass das Haus für uns weder mittel- noch langfristig nachhaltig wirtschaftlich betreibbar ist“, erklärt das Führungsduo.

Die Entscheidung, von einer Übernahme des Krankenhauses Wermelskirchen abzusehen, sei dem Klinikum Leverkusen insbesondere mit Blick auf die Beschäftigten in Wermelskirchen nicht leichtgefallen, betonen die Geschäftsführenden. Ziel sei es von Beginn an gewesen, einen strategisch sinnvollen Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region zu leisten und damit auch Arbeitsplätze zu sichern. Nach sorgfältiger Abwägung aller medizinischen, wirtschaftlichen und strukturellen Aspekte sowie intensiver Beratung in den zuständigen Gremien sei eine Übernahme letztlich jedoch nicht verantwortbar gewesen.