Klinikum Leverkusen und Alexianer prüfen Übergang des Alexianer St. Remigius-Krankenhauses
17.07.2026Die beiden Häuser führen Gespräche über eine Übernahme des Opladener Standortes durch das Klinikum Leverkusen.
Hintergrund der Verhandlungen sind die tiefgreifenden Veränderungen in der deutschen Krankenhauslandschaft. Krankenhausplanung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Reformvorhaben stellen Träger bundesweit vor die Aufgabe, Versorgungsangebote zukunftsfähig aufzustellen. Für die Alexianer steht dabei im Mittelpunkt, die medizinische Versorgung für die Menschen in Leverkusen langfristig zu sichern und den Mitarbeitenden des Alexianer St. Remigius-Krankenhauses eine verlässliche Perspektive zu eröffnen.
„Wir führen diese Gespräche nicht aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus, sondern aus Verantwortung“, sagt Benjamin M. Koch, Verbundgeschäftsführer Rheinland der Alexianer. „Das Alexianer St. Remigius-Krankenhaus steht für eine hohe fachliche Qualität, großes Engagement und eine starke christliche Prägung. Gerade deshalb prüfen wir sorgfältig, welche Struktur den Einrichtungen, den Mitarbeitenden und der Versorgung der Menschen in Leverkusen langfristig Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Das Klinikum Leverkusen hat ein gutes Konzept vorgelegt, das wir intensiv prüfen.“
„Könnte beispielgebend für die Ziele der neuen Krankenhausplanung NRW sein“
„Das Alexianer St. Remigius-Krankenhaus wäre für uns nicht einfach ein weiterer Standort, sondern ein wesentlicher Baustein eines starken Leverkusener Krankenhausverbunds“, sagt Dr. André Schumann, Geschäftsführer des Klinikums. „Unser Ziel ist es, die Versorgung in Leverkusen gemeinsam weiterzuentwickeln, Kompetenzen sinnvoll zu bündeln und den Standort Opladen mit seinen gewachsenen Stärken zu erhalten. Wir wissen um die Bedeutung des Hauses für die Menschen vor Ort und für die Mitarbeitenden“, so Schumann. „Deshalb wollen wir diesen Prozess verlässlich, transparent und mit Respekt vor der Geschichte des Standortes gestalten.“
Das Klinikum Leverkusen verfolgt mit der möglichen Übernahme das Ziel, den Standort Opladen als etabliertes Versorgungsangebot zu erhalten und zugleich in eine gemeinsame medizinische Gesamtstrategie für Leverkusen einzubinden. „Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene könnte diese Verbundlösung beispielgebend für die Ziele der neuen Krankenhausplanung NRW sein“, sagt Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, Geschäftsführerin des Klinikums.
Die Gespräche sollen nach derzeitiger Planung im Herbst abgeschlossen sein.
Das Klinikum Leverkusen steht für stationäre und ambulante Spitzenversorgung. Medizinisch-pflegerische Fachkompetenz, menschliche Zuwendung und interdisziplinäre Zusammenarbeit prägen die Arbeit des kommunalen Maximalversorgers. Mehr als 2.950 Mitarbeitende engagieren sich in 19 medizinischen Fachabteilungen, zahlreichen Zentren und Instituten sowie in Servicebereichen, Tochtergesellschaften und Verwaltung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten aus Leverkusen sowie den umliegenden Städten und Landkreisen. Zwischen den Unikliniken Köln und Düsseldorf ist das Klinikum Leverkusen heute schon der größte Krankenhausstandort in der Region.
Die Alexianer Gruppe ist eines der größten konfessionellen Gesundheits- und Sozialwirtschafts-Unternehmen und bundesweit in fünf Verbünden, acht Bistümern und sechs Bundesländern tätig. Die Alexianer beschäftigen derzeit 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreiben somatische und psychiatrische Krankenhäuser, medizinische Versorgungszentren sowie Einrichtungen der Senioren-, Eingliederungs- und Jugendhilfe. Als gemeinsames Dach der Unternehmensgruppe arbeitet die Alexianer GmbH im Auftrag der Stiftung der Alexianerbrüder, die als Träger und Gesellschafter das Erbe der 800 Jahre alten Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder und anderer Ordensgemeinschaften bewahrt. 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von rund 2,5 Mrd. Euro.
