Neue Pflegefachkräfte für das Klinikum Leverkusen: Rekordgruppe besteht deutsches Anerkennungsverfahren
18.06.2026
Fast 20 Examen, fünf Nationen, ein gemeinsamer Erfolg – so könnte die Überschrift für die neuste gute Nachricht aus dem Leverkusener Großkrankenhaus lauten. Gleich 19 internationale Pflegekräfte haben ihr Anerkennungsverfahren erfolgreich abgeschlossen und dürfen nun offiziell als Pflegefachkräfte in Deutschland arbeiten. Damit verzeichnet das Klinikum die bislang höchste Zahl an Absolventinnen und Absolventen, die in einem Durchgang ihre Prüfung im Rahmen der beruflichen Anerkennung bestanden haben. Für das Krankenhaus ist dies nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein wichtiger Baustein zur Sicherung der pflegerischen Versorgung der Zukunft.
Die neuen Pflegefachkräfte stammen aus der Türkei, Tunesien, Serbien, Montenegro und Nordmazedonien. Sie bringen bereits akademische Abschlüsse und praktische Erfahrungen aus ihren Heimatländern mit. Im Anerkennungsverfahren erwerben sie zusätzlich die fachlichen, sprachlichen und rechtlichen Kompetenzen, die für die Arbeit im deutschen Gesundheitswesen erforderlich sind. „Für unsere Pflegepersonalsituation ist diese Entwicklung sehr positiv“, sagt Pflegedirektor Matthias Klimkait. „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Anerkennungsverfahren gewinnen wir qualifizierte Pflegefachkräfte, die unsere Stationsteams langfristig verstärken.“
Intensive Begleitung durch Klinikum-Team
Die Bedeutung von Maßnahmen wie dem Anerkennungsprogramm am Klinikum Leverkusen wächst kontinuierlich. Alle Prognosen weisen darauf hin, dass der Bedarf an Pflegefachkräften in Deutschland in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen wird. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Beschäftigte der sogenannten Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen stehen daher vor der Herausforderung, frühzeitig neue Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.
Das Klinikum Leverkusen begegnet diesem Trend mit einer mehrgleisigen Strategie: Neben der Ausbildung von Nachwuchs in der campuseigenen Pflegeschule und dem Recruiting von ausgebildeten Fachkräften im Inland spielt die internationale Personalanwerbung eine immer wichtigere Rolle. Dafür arbeitet das Klinikum gezielt mit Vermittlungsagenturen zusammen, um auch in fernen Ländern wie Indonesien Fachkräfte zu rekrutieren. Dass sich dieser Aufwand lohnt, zeigen die 19 Fachkräfte, die das Anerkennungsverfahren erfolgreich abgeschlossen haben und nun ihre Berufsurkunde in Händen halten.
Der Weg dahin ist für das ausländische Personal anspruchsvoll, wie Matthias Klimkait berichtet: „Neben der Anpassung an unsere Standards und Arbeitsabläufe stellt insbesondere die Sprache viele Teilnehmende vor Herausforderungen.“ Umso wichtiger sei die intensive Begleitung während des Anerkennungsjahres. Hier profitieren die Pflegekräfte verschiedener Nationalitäten von einem umfassenden Unterstützungsangebot des Klinikums.
Fachkräfte sollen sich in Leverkusen dauerhaft wohlfühlen
Eine zentrale Rolle spielt dabei ein eigens aufgebautes Integrationsteam. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des campuseigenen Bildungszentrums begleitet es die Anwärterinnen und Anwärter fachlich und organisatorisch durch den gesamten Prozess. Eine erfahrene Deutschlehrerin unterstützt zusätzlich beim Erwerb der medizinischen Fachsprache und bereitet gezielt auf den Arbeitsalltag vor.
Die Integration beginnt dabei bereits lange vor dem ersten Arbeitstag: Schon vor der Einreise erhalten die Teilnehmenden Informationen über das Leben in Deutschland bzw. Leverkusen und über das Arbeiten am Klinikum. Nach ihrer Ankunft erleichtert eine Willkommenswoche den Start in der neuen Umgebung. Dabei stehen nicht nur Behördengänge und organisatorische Fragen im Mittelpunkt, sondern auch das Kennenlernen der Stadt und Menschen in Leverkusen.
„Unser Ziel ist, dass Leverkusen nicht nur als Arbeitsort wahrgenommen wird, sondern als neuer Lebensmittelpunkt, an dem sich die Menschen dauerhaft wohlfühlen“, betont Matthias Klimkait. Deshalb wird auch die Integration der Familien aktiv unterstützt. „Stabile private Rahmenbedingungen fördern maßgeblich die berufliche Entwicklung und langfristige Bindung an den Standort“, so der Pflegedirektor.
Der aktuelle Rekordjahrgang zeigt eindrucksvoll, wie internationale Fachkräftegewinnung, qualifizierte Ausbildung und gelebte Integration zusammenwirken können. Für das Klinikum Leverkusen ist dies ein starkes Signal – für die Pflege, für die Mitarbeitenden und für die Patientinnen und Patienten gleichermaßen. Und genau so will man in Schlebusch weitermachen: Bereits im November startet am Klinikum Leverkusen die nächste Gruppe in ihre berufliche Anerkennung.