Oberschenkelhalsbruch

Bei einem Oberschenkelhalsbruch bricht die Verbindung zwischen dem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Oberschenkelkopf. Der Oberschenkelhals verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Hüftgelenk.

Gefährdet sind vor allem alte Menschen, weil sie häufiger an einer geringeren Knochendichte (Osteoporose) leiden. Hinzu kommen weitere Faktoren wie unsicherer Gang, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Fehlsichtigkeit oder Schwäche, welche die Sturzgefahr erhöhen. Viele Stürze ereignen sich im Winter bei vereisten Straßen oder im Haushalt.

Symptome
  • Stechende Schmerzen in der Hüfte.

Diagnose

Zur Diagnose gehören ein Röntgenbild und manchmal auch eine Computertomografie (CT).

Therapie

Ein Oberschenkelhalsbruch muss in den meisten Fällen operiert werden, am besten innerhalb von 24 Stunden. Theoretisch kann, wenn sich der Bruch nicht verschoben hat, auf eine Operation verzichtet werden. Dies ist aber die absolute Ausnahme, da es häufig im Verlauf zu einer Verschiebung kommt, die dann doch eine Operation notwendig macht.

Osteosynthese

Bei wenig verschobenen Brüchen, insbesondere bei jüngeren Patient:innen, kann eine Osteosynthese mit einer Platte und Schrauben erfolgen, um das eigentliche Hüftgelenk zu erhalten. Hierbei besteht die Gefahr, dass es im Verlauf zum Absterben des Hüftkopfes kommt, so dass später eine Hüftendoprothese eingesetzt werden muss.

Endoprothese

Welche Technik für eine Operation die Beste ist, hängt davon ab, in welchem Zustand der Knochen ist. Ist die Hüftpfanne nicht betroffen, reicht oft der Einsatz eines künstlichen Hüftkopfes. Diese Prothese heißt „Duokopf-Prothese“. Sie kommt vor allem im höheren Lebensalter zum Einsatz.

Bei jüngeren Patient:innen, die eine Prothese benötigen, wird eine Totalendoprothese (Hüft-TEP) ausgewählt, die den Hüftkopf und die Hüftpfanne ersetzen.  

Die Mobilisierung der Betroffenen folgt unmittelbar nach der Operation. Unsere Physiotherapeuten trainieren mit ihnen Bewegungsabläufe und vor allem das sichere Gehen in der Gangschule.

Weitere Informationen zum Thema Endoprothetik, unserem Behandlungskonzept und den Abläufen finden Sie unter Endoprothetikzentrum EPZ.

Nach dem Krankenhausaufenthalt

Nach Einsatz einer Hüftprothese bleiben die Patient:innen in der Regel ein bis zwei Wochen im Krankenhaus. Im Anschluss machen Sie in den meisten Fällen eine stationäre Rehabilitation.