Klinikum Leverkusen nimmt grundsanierte Kinderintensivstation in Betrieb

28.08.2026
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Freuen sich über den erfolgreichen Umzug der Kinderintensivstation (v. l.): Neonatologie-Leiter Thilo Mohns, das Stationsleitungsteam Lena Nageler, Laura Hallekamp und Manuela Breuer sowie der geschäftsführende Oberarzt Dr. Peter Jahn.

Neue Räume, moderne Technik und optimierte Bedingungen für Patientinnen und Patienten, deren Eltern und Mitarbeitende: Seit dieser Woche ist die Kinderintensivstation des Leverkusener Großkrankenhauses zurück an ihrem angestammten Standort. Nach einer umfassenden Sanierung werden kleinste Neugeborene sowie ältere Kinder wieder auf Station E1 versorgt. Die neuen Räumlichkeiten haben dabei weit mehr als eine optische Modernisierung hinter sich: Sie wurden grundlegend an die heutigen Anforderungen einer hochspezialisierten Kinderintensivmedizin angepasst.


Insgesamt acht Intensivzimmer mit bis zu 15 Betten stehen auf der frisch in Betrieb genommenen Station zur Verfügung. Darin versorgt werden unter anderem die kleinsten aller Patientinnen und Patienten: zu früh oder krank zur Welt gekommene Babys. Als Perinatalzentrum Level 1 hilft das Klinikum Leverkusen diesen besonders fragilen Neugeborenen bei ihren herausfordernden ersten Schritten ins Leben. Medizinisch verantwortlich ist dafür Thilo Mohns, Leiter des Departments Neonatologie. „Die Versorgung von Kindern, die unreif geboren werden, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die neben den baulichen und technischen Voraussetzungen vor allem viel Erfahrung, medizinische Expertise und ein eingespieltes Team erfordert“, sagt Mohns, dessen Fachabteilung sich in den vergangenen Jahren interimsmäßig in einem Teil der Intensivstation für Erwachsene befand.

Mehr Flexibilität und
neue technische Ausstattung

Auch wenn es noch Restarbeiten zu erledigen gibt, haben die Teams aus Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachkräften am Dienstag mit großer Freude ihre neue alte Arbeitsstätte bezogen. „Die E1 bietet uns nun noch bessere Voraussetzungen“, erklärt Thilo Mohns. „Vor allem haben wir mehr Flexibilität für unsere Arbeitsabläufe gewonnen, etwa durch praktische Nebenräume.“ Gleichzeitig wurden optimierte Aufenthaltsmöglichkeiten für Eltern geschaffen. „Hinzu kommen technische Neuerungen, die vielleicht nicht direkt sichtbar sind, aber die Versorgungsbedingungen deutlich verbessern“, ergänzt der leitende Neonatologe. Dazu gehören unter anderem eine neu konzipierte Beleuchtung mit dimmbaren Lampen, ein neues Lüftungssystem, innovative Infusionstechnologie und eine moderne Personalrufanlage. Außerdem hat die Abteilung zum Neustart eine eigene Milchküche in Betrieb genommen. In dem streng hygienischen Funktionsraum wird Muttermilch für die Ernährung von Frühgeborenen aufbereitet. Auch kümmert sich das Team hier um Spendermilch, die bei Babys zum Einsatz kommt, deren Mütter noch keine oder nicht genügend eigene Milch bilden können.

Ein weiterer Vorteil der neuen Station ist die flexible Gestaltung der Patientenzimmer. So lässt sich in den Mehrbettzimmern durch verschiebbare Trennwände mehr Ruhe schaffen. Zwei Räume sind zudem als speziell aus-gestattete Isolationszimmer ausgelegt und ermöglichen bei Bedarf eine besonders geschützte Versorgung. „Auch der Stützpunkt und der Personalaufenthaltsraum wurden komplett neugestaltet“, fügt Mohns hinzu. Besonders wichtig für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten: Von allen Plätzen aus behält das Team die Vitalparameter der Kinder im Blick – dank eines modernen Monitorsystems.

Wiedereröffnung wichtig für
„hochqualifizierte und moderne Versorgung“

Neben Frühgeborenen und kranken Neugeborenen dient die Station auch der Versorgung älterer Kinder mit intensivmedizinischem Bedarf. Im Klinikum Leverkusen werden hier vor allem Kinder mit komplexen chronischen Erkrankungen behandelt, bei denen Komplikationen auftreten, sowie Kinder mit schweren Infektionen, nach Unfällen und größeren Operationen oder mit anderen akuten Erkrankungen. Sie alle benötigen eine engmaschige Überwachung und eine umfassende medizinische Betreuung.

Die Rückkehr auf die E1 markiert einen wichtigen Schritt für die Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Leverkusen. Das freut auch Dr. Dejan Vlajnic besonders. „Wir sind uns unserer Verantwortung als wichtiger Standort für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region bewusst“, sagt der Klinik-Direktor. „Mit der erneuerten Kinderintensivstation können wir auch künftig eine hochqualifizierte und moderne Versorgung unserer kleinen Patientinnen und Patienten sicherstellen.“