Klinikum Leverkusen übernimmt St. Remigius-Krankenhaus

16.10.2026
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Das Klinikum Leverkusen übernimmt zum Jahreswechsel das St. Remigius-Krankenhaus im Stadtteil Opladen. Mit der Verbundlösung setzt der kommunale Maximalversorger die Anforderungen der neuen Krankenhausplanung NRW um und schafft eine verlässliche Perspektive für den Opladener Standort und dessen Belegschaft.

Die Verhandlungen sind erfolgreich abgeschlossen: Das Klinikum Leverkusen übernimmt zum 1. Januar 2027 das Alexianer St. Remigius-Krankenhaus im Stadtteil Opladen. Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen haben sich das Klinikum und die Alexianer GmbH verbindlich auf den Übergang des traditionsreichen Krankenhausstandorts verständigt.

Mit diesem Schritt stellen beide Seiten die Weichen für eine langfristig starke und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in Leverkusen und der Region. Die Kompetenzen und gewachsenen Stärken beider Häuser sollen künftig gezielt miteinander verbunden, medizinische Angebote sinnvoll aufeinander abgestimmt und Spezialisierungen gemeinsam weiterentwickelt werden.

„Der Zusammenschluss ist ein wichtiger Meilenstein bei der Konzentration der Gesundheitsversorgung für Leverkusen und das Bergische Land“, sagt Dr. André Schumann. „Wir verbinden zwei leistungsfähige Krankenhaus-Standorte und schaffen damit die Voraussetzungen, als starker kommunaler Maximalversorger zwischen Köln und Düsseldorf Versorgung aus einer gemeinsamen Perspektive und damit noch intensiver zu gestalten“, so der Kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums. Dabei gehe es nicht länger um ein Nebeneinander zweier Häuser, ergänzt Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, Medizinische Geschäftsführerin des Klinikums: „Unser Ziel ist ein gemeinsamer Krankenhausverbund, in dem wir die jeweiligen Stärken nutzen, Kompetenzen sinnvoll bündeln und die Versorgung der Menschen langfristig sichern.“

Gute Perspektive für das Opladener Haus

Die gemeinsame medizinische Strategie orientiert sich zugleich an den veränderten Rahmenbedingungen. Insbesondere die neue Krankenhausplanung NRW stellt Krankenhäuser vor die Aufgabe, Leistungen stärker zu bündeln, Spezialisierungen auszubauen und Versorgungsstrukturen regional aufeinander abzustimmen. Bereits während der Verhandlungen hatten das Klinikum und die Alexianer den Zusammenschluss deshalb als Chance beschrieben, eine medizinische Gesamtstrategie zu entwickeln.

Für die Alexianer war bei den Verhandlungen entscheidend, eine langfristig tragfähige Perspektive für das St. Remigius-Krankenhaus, seine Mitarbeitenden und die Versorgung der Menschen vor Ort zu schaffen. Bereits zu Beginn der Gespräche hatten die Alexianer betont, dass die Überlegungen aus Verantwortung für die langfristige Entwicklung des Standorts entstanden seien.

„Der Übergang des St. Remigius Krankenhauses zum Klinikum Leverkusen ist das Ergebnis eines fairen und zügigen Austauschs auf Augenhöhe. Er geschieht im Sinne einer langfristig guten und sicheren Patientenversorgung in der Region“, sagt Benjamin M. Koch, Verbundgeschäftsführer Rheinland der Alexianer.

„Uns ist gemeinsam wichtig, Kontinuität zu schaffen und den Übergang für Mitarbeitende und Patienten gut zu gestalten. Das St. Remigius Krankenhaus verfügt über große fachliche Stärke und eine starke Bindung an die Menschen vor Ort“, betont Dr. Daniela Kreuzberg, Geschäftsführerin des St. Remigius Krankenhauses.

Stärkung für den Gesundheitsstandort Leverkusen

Das St. Remigius Krankenhaus soll als Krankenhausstandort in Opladen erhalten und in die medizinische Gesamtstrategie des Konzerns Klinikum Leverkusen eingebunden werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet der Zusammenschluss vor allem Kontinuität und neue Möglichkeiten: Die Versorgung wird an beiden Standorten verlässlich fortgeführt, gleichzeitig können Behandlungsangebote künftig stärker aufeinander abgestimmt und Patientinnen und Patienten innerhalb eines gemeinsamen Verbunds noch gezielter versorgt werden.

Auch für die Beschäftigten des größten kommunalen Arbeitgebers der Stadt ergeben sich neue Möglichkeiten der standortübergreifenden Zusammenarbeit, des fachlichen Austauschs und der Weiterentwicklung. Das Klinikum hat gegenüber beiden Belegschaften angekündigt, Veränderungen sorgfältig vorzubereiten und frühzeitig mit den betroffenen Bereichen zu kommunizieren.

Stefan Hebbel, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Leverkusen, begrüßt den Zusammenschluss: „Das ist eine sehr gute Nachricht für Leverkusen. Mit der Verbindung der beiden Krankenhausstandorte schaffen wir eine starke und langfristige Perspektive für die medizinische Versorgung unserer Stadt. Davon profitieren die Menschen in Leverkusen ebenso wie die gesamte Region. Gleichzeitig sichern wir wichtige medizinische Strukturen vor Ort und stärken den Gesundheitsstandort Leverkusen.“ Der Zusammenschluss sei damit ein wichtiger Faktor für die Attraktivität Leverkusens, unterstreicht Hebbel: „Wohnortnahe Gesundheitsversorgung – und dann noch auf einem so hohen medizinischen Niveau – wird zukünftig ein großer Standortvorteil für Städte und Kommunen sein, wenn immer mehr Krankenhäuser aus der Versorgungslandschaft ausscheiden.“

In den kommenden Wochen und Monaten werden nun die organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen für den Übergang vorbereitet. Zum 1. Januar 2027 wird das St. Remigius-Krankenhaus dann Teil des Konzerns Klinikum Leverkusen. Der Krankenhausbetrieb wird während des Übergangs an beiden Standorten unverändert und verlässlich fortgeführt.