Prominenter Gast im Klinikum Leverkusen: Neu-Pate Kai Havertz besucht die Kinderpalliativstation Zeitinsel

24.07.2026
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Während ihres mehrstündigen Besuchs nahmen sich Kai und Sophia Havertz viel Zeit für Begegnungen, insbesondere mit den jungen Patientinnen und Patienten der Zeitinsel.

Dieser Besuch war weit mehr als ein offizieller Termin: Fußballnationalspieler Kai Havertz und seine Frau Sophia haben am Mittwoch die Kinderpalliativstation Zeitinsel am Klinikum Leverkusen besucht. Mehr als zwei Stunden nahmen sie sich Zeit für Begegnungen mit schwerstkranken Kindern, deren Familien und dem multiprofessionellen Team der Station. Zum Abschluss überreichte das Paar zusammen mit Lea Havertz von der Kai Havertz-Stiftung einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro – ein starkes erstes Zeichen für die langfristige Unterstützung der Zeitinsel.

Mit den Mitteln sollen ein multifunktionaler Musik- und Therapieraum eingerichtet und weitere Therapieangebote ermöglicht werden, die von den Krankenkassen nicht oder nicht vollständig refinanziert werden. Dazu zählen beispielsweise tiergestützte Therapien mit Hunden oder Ponys, die den Kindern besondere Momente bescheren.

Erst Mitte Juli wurde bekanntgegeben, dass die Stiftung die Zeitinsel langfristig fördern wird. Mit dem persönlichen Besuch unterstreichen Kai und Sophia Havertz nun, dass dieses Engagement weit über die finanzielle Ebene hinausgeht. 
 

Kai Havertz:
„In Leverkusen hat meine Reise begonnen, hier bin ich groß geworden und durfte den Fußball so leben, wie ich es bis heute tue. Umso schöner ist es für mich, dass ich hier mit meiner Stiftung etwas zurück-geben kann. Die Kinderpalliativstation Zeitinsel ist ein ganz besonderer Ort, der schwerstkranken Kindern und ihren Familien Geborgenheit, Zeit und Hoffnung schenkt. Diesen Ort heute gemeinsam mit meiner Frau besuchen zu dürfen, hat mich sehr bewegt und es macht mich sehr stolz, dass meine Stiftung hier nun langfristig unterstützen wird."


Zeit für Begegnungen

Während des Rundgangs lernten Kai und Sophia Havertz die besondere Arbeit der Kinderpalliativstation kennen. In persönlichen Gesprächen mit dem ärztlichen Leiter Dr. Dejan Vlajnic und Frédéric Brandenburg aus dem pflegerischen Leitungsteam ließen sie sich umfassend informieren. Dabei erfuhren sie viel über die verschiedenen Erkrankungen, unter denen die jungen Patientinnen und Patienten leiden, das ganzheitliche Versorgungskonzept sowie die alltäglichen und außergewöhnlichen Herausforderungen, die das Stationsteam rund um die Uhr meistert. Anschließend traf das prominente Paar einige der Kinder, die aktuell auf der Zeitinsel betreut werden.

Zu den Kindern, die Kai und Sophia Havertz kennenlernten, gehörte auch der zweijährige Lio, der gemeinsam mit seiner Schwester, seinen Eltern und seiner Großmutter in seinem Zimmer war. Lio leidet am Joubert-Syndrom, einer seltenen genetischen Erkrankung des Gehirns, die bei ihm zusätzlich Nieren und Leber betrifft.

Die ganze Familie freute sich über den besonderen Besuch auf dieser besonderen Station, die für sie zu einem wichtigen Anker geworden ist. „Das ganze Team ist sehr kompetent und supernett“, sagte Mutter Michelle Einsle. „Es gibt uns das Gefühl, dass unser Sohn hier in den besten Händen ist, und schenkt uns als Familie wertvolle Momente zum Durchatmen.“ Vater Silas Kupczyk zeigte sich beeindruckt von der Offenheit des bekannten Paares. „Beide sind total bodenständig und sie haben sich sehr für Lio interessiert“, sagte er im Anschluss an die Begegnung.

Zum Abschluss des Besuchs überreichte Kai Havertz dem Stationsteam ein Nationalmannschaftstrikot, das er mit einer persönlichen Zeitinsel-Widmung versah und das künftig einen Ehrenplatz in der Einrichtung erhalten wird.

Hilfe, die den Unterschied macht

Die Zeitinsel begleitet Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie ihre Familien. Neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung gehören die psychologische Begleitung, verschiedene Therapien und Entlastungsangebote für Eltern und Geschwister zum ganzheitlichen Konzept. Viele dieser Angebote können nur durch Spenden finanziert werden. 
 

Dr. Dejan Vlajnic, ärztlicher Leiter der Kinderpalliativstation und Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche:
„Dass Kai und Sophia Havertz sich persönlich Zeit für unsere Familien genommen haben, bedeutet uns mindestens genauso viel wie die großzügige Unterstützung ihrer Stiftung. Die Zustiftung schafft wichtige Freiräume für Angebote, die den Alltag unserer Patientinnen und Patienten und ihrer Familien spürbar erleichtern und ihre Lebensqualität verbessern.“

Frédéric Brandenburg aus dem pflegerischen Leitungsteam der Zeitinsel:
„Unsere Familien erleben täglich enorme Herausforderungen. Zu spüren, dass Menschen wie Kai und Sophia Havertz ihnen mit echtem Interesse und großer Wertschätzung begegnen, bedeutet ihnen sehr viel. Gleichzeitig hilft uns die langfristige Förderung dabei, die Familien noch individueller begleiten zu können.“

 

Eine Herzensangelegenheit mit Leverkusener Wurzeln

Für Kai Havertz ist die Unterstützung der Zeitinsel eng mit seiner persönlichen Geschichte verbunden. Als junger Vater berührt ihn das Schicksal schwerstkranker Kinder und ihrer Familien besonders. Gleichzeitig begann in Leverkusen seine außergewöhnliche Fußballkarriere: Bei Bayer 04 erhielt er seine Profilizenz und legte den Grundstein für seinen Weg bis in die deutsche Nationalmannschaft und die Premier League.

Gemeinsam mit seiner Frau Sophia möchte er mit seiner Stiftung dazu beitragen, dass Familien in den schwersten Phasen ihres Lebens die Unterstützung erhalten, die sie brauchen – heute und in Zukunft.