Rotary Club Leverkusen-Opladen: 8.000 Euro für die Kinderpalliativversorgung am Klinikum
07.08.2026Zweimal im Jahr beschließen die Opladener Wohltäter, welche Projekte sie fördern. Dazu zählen gemeinnützige Einrichtungen und Hilfsangebote wie der Kältegang Leverkusen und mehrere Tafeln in der Stadt sowie in umliegenden Kommunen. Bei der jüngsten Entscheidungssitzung wurde auch der „Förderverein Palliativzentrum am Klinikum Leverkusen“ in die Auswahl der möglichen Förderempfänger aufgenommen. Der eingetragene Verein stärkt seit vielen Jahren die palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung in dem Großkrankenhaus am Gesundheitspark. 8.000 Euro gehen schließlich an den Verein, dessen Arbeit nicht nur schwerstkranken Erwachsenen, sondern auch Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen zugutekommt.
Bereits Anfang 2024 hatten die Rotarier mit 10.000 Euro den Bau der Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ unterstützt, in der sich seit rund einem Jahr ein multiprofessionelles Team um junge Patientinnen und Patienten mit umfangreichem Versorgungsbedarf kümmert. Im Stationsgarten fand nun die nächste symbolische Scheckübergabe statt: Die Rotary-Club-Mitglieder Dr. Mathias Benz und Gürkan Durmaz überreichten den Betrag offiziell an den Fördervereinsvorsitzenden Thomas Eimermacher und Kinderklinik-Direktor Dr. Dejan Vlajnic, der ebenfalls dem Vorstand des Fördervereins angehört.
„Sinnvolle Unterstützung“ für das
spendengestützte Zeitinsel-Konzept
Vlajnic baute seit Anfang 2025 das Konzept und den Betrieb der Zeitinsel auf und ist seitdem als ärztlicher Leiter verantwortlich. Auf Einladung von Dr. Mathias Benz war der Kindermediziner Anfang dieses Jahres bei den Opladener Rotariern zu Gast, um die Kinderpalliativstation vorzustellen. „Sein Vortrag hat unsere Mitglieder sehr tief beeindruckt“, so Outgoing President Benz. Dass die Station bei der nächsten Gelegenheit berücksichtigt werden würde, sei daher so gut wie sicher gewesen. „Die Unterstützung dieser Einrichtung ist auf jeden Fall sehr sinnvoll!“, ergänzte Benz‘ Club-Kamerad Gürkan Durmaz, der selbst Kinderarzt ist.
Die Zeitinsel ist die erst dritte Kinderpalliativstation in Deutschland. Sie verfügt über sechs Patientenzimmer, in denen Kinder und Jugendliche mit teilweise mehrfachen schweren Behinderungen versorgt. Oberstes Ziel ist die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität. Häufig geschieht dies zunächst durch die Linderung von Symptomen wie Schmerzen oder Atemnot. Die Familien der Kinder werden eng in die Versorgung eingebunden; zwei separate Elternzimmer bieten ihnen die Möglichkeit, stets in der Nähe zu sein. Aufgrund des umfangreichen Konzeptes, das weit über die Leistungen der Krankenkassen hinausgeht, ist das Klinikum für den Betrieb der Station auf Spenden angewiesen.
Mehr dazu: klinikum-lev.de/zeitinsel
