Penisprothese – die dauerhafte Lösung bei Erektionsstörungen
Wenn Tabletten, Vakuumpumpe oder Schwellkörper-Injektionen nicht mehr ausreichend wirken, kann eine Penisprothese eine zuverlässige und dauerhafte Behandlung der erektilen Dysfunktion sein. In unserer Sektion für Prothetik und rekonstruktive Urologie beraten und behandeln wir Sie mit besonderer Erfahrung, modernen Implantaten und einem diskreten, einfühlsamen Behandlungskonzept.
Für wen ist eine Penisprothese geeignet?
Eine Penisprothese kommt infrage, wenn eine dauerhafte Erektionsstörung besteht und andere Behandlungen nicht ausreichend helfen oder nicht vertragen werden. Typische Situationen sind:
- Erektile Dysfunktion nach radikaler Prostataentfernung, zum Beispiel bei Prostatakrebs
- Erektionsstörungen bei Diabetes mellitus oder Gefäßerkrankungen
- Ausbleibende Wirkung von Tabletten, Vakuumpumpe oder Schwellkörper-Injektionen (SKAT)
- Schwere Penisverkrümmung (IPP) mit gleichzeitiger Erektionsstörung
- Erektionsstörung nach Beckenverletzungen oder Nervenschädigungen
Was ist eine Penisprothese und wie funktioniert sie?
Die moderne dreiteilige hydraulische Schwellkörperprothese ahmt die natürliche Erektion mechanisch nach. Das System liegt vollständig im Körper und besteht aus drei Komponenten:
- Zwei Zylinder werden in die beiden Schwellkörper des Penis eingesetzt.
- Eine kleine Pumpe liegt im Hodensack und steuert die Erektion.
- Ein Flüssigkeitsreservoir wird hinter der Bauchwand platziert.
Durch mehrmaliges Drücken der Pumpe fließt Flüssigkeit aus dem Reservoir in die Zylinder und der Penis wird steif. Über ein Ablassventil fließt die Flüssigkeit anschließend zurück; der Penis wird wieder weich. Die Erektion lässt sich so gezielt auslösen und so lange aufrechterhalten, wie gewünscht.
Implantate
Zum Einsatz kommen moderne hydraulische Systeme führender Hersteller, zum Beispiel AMS 700, Coloplast Titan oder Rigicon Infla 10. Welches Modell für Sie geeignet ist, besprechen wir individuell.
Warum eine Behandlung durch erfahrene Spezialisten sinnvoll ist
Rekonstruktive Eingriffe gehören zu den anspruchsvollsten Bereichen der Urologie. Häufig entscheidet die Erfahrung des Operateurs maßgeblich über den langfristigen Behandlungserfolg. Deshalb sollten diese Operationen möglichst in einer spezialisierten Klinik durchgeführt werden.
Im Klinikum Leverkusen werden Patientinnen und Patienten mit rekonstruktiven Erkrankungen von einem erfahrenen Team betreut – von der ersten Beratung über die Diagnostik und Operation bis zur langfristigen Nachsorge. Durch die Spezialisierung unserer Sektion können wir auch bei komplexen rekonstruktiven Fragestellungen unterschiedliche Behandlungsverfahren anbieten und individuell auf Ihre Situation abstimmen.
- Individuelle Therapieplanung
Nicht jedes Verfahren eignet sich für jeden Patienten. Wir entwickeln ein Behandlungskonzept, das zu Ihrem Befund und Ihren persönlichen Bedürfnissen passt. - Moderne Operationsverfahren
Wir setzen etablierte rekonstruktive Verfahren und hochwertige Implantatsysteme nach aktuellem medizinischem Standard ein. - Alles aus einer Hand
Diagnostik, Beratung, Operation und Nachsorge erfolgen an einem Standort und werden eng aufeinander abgestimmt. - Persönliche und diskrete Betreuung
Gerade bei sensiblen Themen sind Vertrauen, Zeit für Gespräche und Diskretion für uns selbstverständlich. - Hohe Expertise
Unsere Klinik behandelt regelmäßig Patienten mit komplexen rekonstruktiven Fragestellungen.
Operation, Klinikaufenthalt und Erholung
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Die Prothese wird über einen kleinen Schnitt im Übergang zwischen Hodensack und Penis eingesetzt. Der stationäre Aufenthalt beträgt meist nur wenige Tage.
Nach der Operation bleibt die Prothese zunächst in Ruhe. Nach einer Heilungszeit von etwa vier bis sechs Wochen wird sie bei einem Nachsorgetermin aktiviert und wir zeigen Ihnen in Ruhe die Bedienung. Geschlechtsverkehr ist üblicherweise nach rund sechs Wochen wieder möglich.
Risiken und wie wir sie minimieren
Wie bei jeder Operation gibt es Risiken. Dazu gehören insbesondere Infektionen, Schwellungen, seltene mechanische Defekte des Systems oder ein verändertes Empfinden. Durch sterile Operationsstandards, moderne Implantate und unsere Erfahrung reduzieren wir diese Risiken so weit wie möglich. Ihre individuelle Situation besprechen wir ausführlich im persönlichen Aufklärungsgespräch.
Kostenübernahme
Bei medizinischer Indikation – also einer dauerhaften Erektionsstörung, bei der konservative Therapien ausgeschöpft sind – werden die Kosten einer Penisprothese in der Regel von gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Wir unterstützen Sie bei der Klärung des konkreten Vorgehens.
Häufige Fragen zur Penisprothese
Sieht man die Penisprothese von außen?
Nein. Alle Komponenten liegen vollständig im Körper. Im nicht erigierten Zustand ist der Penis weich und unauffällig; im Alltag oder beim Wasserlassen ist die Prothese von außen nicht sichtbar.
Fühlt sich die Erektion natürlich an?
Die Steifigkeit ist zuverlässig und gut steuerbar. Gefühl, Orgasmus und Samenerguss bleiben – sofern zuvor vorhanden – in der Regel erhalten, da die Prothese die Schwellkörperfunktion ersetzt.
Wie lange hält eine Penisprothese?
Moderne Prothesen sind sehr langlebig. Viele Systeme funktionieren über zehn bis fünfzehn Jahre und länger. Bei einem seltenen mechanischen Defekt kann die Prothese ausgetauscht werden.
Wann kann ich wieder Geschlechtsverkehr haben?
In der Regel nach etwa sechs Wochen, wenn die Heilung abgeschlossen ist und die Prothese in der Nachsorge aktiviert und ihre Bedienung erklärt wurde.
Ist der Eingriff schmerzhaft?
Die Operation erfolgt in Vollnarkose. In den ersten Tagen danach sind Schwellungen und ein Spannungsgefühl möglich und lassen sich in der Regel gut mit Schmerzmitteln behandeln.
Kann ich mich beraten lassen, bevor ich mich entscheide?
Ja. In unserer Spezialsprechstunde besprechen wir alle Alternativen und beantworten Ihre Fragen – auf Wunsch auch gemeinsam mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner.
So begleiten wir Sie
Am Anfang steht eine ausführliche Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde. Wir sichten vorhandene Befunde, klären Ihre Beschwerden und besprechen, welche weitere Diagnostik sinnvoll ist. Anschließend erhalten Sie eine individuelle Empfehlung – einschließlich möglicher Alternativen, Chancen und Risiken.
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Termin in der Spezialsprechstunde vereinbaren.
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Vorbefunde und Medikamentenliste mitbringen.
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Gezielte Diagnostik und persönliche Beratung.
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Gemeinsame Entscheidung über das passende Verfahren.
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Operation und strukturierte Nachsorge am Klinikum Leverkusen.
Mitbringen zum Termin
Bitte bringen Sie – sofern vorhanden – aktuelle urologische Befunde, OP-Berichte, Medikamentenliste, Allergiepass sowie relevante Bildgebung oder Arztbriefe mit.
Unsere Experten
Telefon: 0214 13-2389
leonidas.karapanos@klinikum-lev.de