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10.12.2021

Klinikum eröffnet neuen Kreißsaal

Klinikum eröffnet neuen Kreißsaal

Das Klinikum Leverkusen eröffnet fünf neue moderne Kreißsäle und einen angeschlossener Operationsaal für Kaiserschnitte! Das Konzept der neuen Räume: Wohlfühlatmosphäre soll die Geburt positiv beeinflussen.

Kann Architektur Geburten positiv beeinflussen? Empirische Untersuchungen scheinen die positiven Einflüsse verschiedener architektonischer Elemente zu bestätigen! Bei den Planungen für den neuen Kreißsaal sind Gefühle, Bedürfnisse und Erwartungen der gebärenden Frauen berücksichtigt worden. Der Planungsansatz für die neue Geburtsstation im Mutter-Kind-Zentrum des Klinikums basierte darauf Räume zu bauen, die Gebärenden guttun, statt nur zu funktionieren und den Geburtsprozess effizient zu gestalten. „Unser Ziel war es mit dem neuen Kreißsaal auch bessere Geburten im Sinne von Frauen und Neugeborenen zu fördern“, sagt die Leitende Hebamme Alin Glaus. „Das heißt, weniger Geburtseinleitungen, Damm- und Kaiserschnitte.“

Die Kreißsäle animieren die Frauen zum Beispiel sich aktiv und frei zu bewegen. Das allein kann schon schmerzlindern wirken und eine aktive Geburt fördern. Jeder Kreißsaal ist mit einer eigenen Entspannungs- oder Gebärwanne und einem Badezimmer ausgestattet, sodass die Frauen viel Privatsphäre haben. Das Lichtkonzept soll stresslösend wirken, ist aber auch individuell anpassbar. Die Frauen und ihre Geburtsbegleitung kann in jedem Kreißsaal individuell Musik abspielen. Die technische Ausstattung, vor allem die Medizintechnik, ist auf dem neuesten Stand, wird aber im Hintergrund gehalten und soweit wie möglich „versteckt“. Als zertifiziertes Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) ist das Klinikum in der Lage sehr schwer erkrankte Neugeborene und Frauen zu behandeln. Das Klinikum stellt Frauen und Neugeborenen bis hin zur Neonatologie ein sehr breites medizinisches Spektrum zur Verfügung, doch die Geburtsräume selbst sollen so wenig wie möglich an ein Krankenhaus erinnern.

Zu einer positiven Geburt gehört aber nicht nur ein Raum, der auf die Bedürfnisse der Gebärenden ausgerichtet ist. Maßgeblich ist auch die Philosophie der Hebammen und Gynäkolog:innen. In vielen Krankenhäusern müssen die Frauen sich standardisierten Prozessen unterwerfen. „Wir wollen, dass jede Frau ein individuelles und einzigartiges Geburtserlebnis hat,“ erklärt Alin Glaus. „Bei uns werden Frauen nicht entbunden, sondern sie gebären ihr Kind. Wir sind im besten Fall nur da, um zu unterstützen.“

„Das Ziel des Klinikums Leverkusen mit Perinatalzentrum Level 1 ist möglichst sichere Geburten für Mutter und Kind zu garantieren. Dies ergibt sich aus der Kombination von geburtshilflicher und neonatologischer Expertise, personeller, technischer und eben auch baulicher Infrastruktur,“ erklärt Dr. Alexander di Liberto, Kommissarischer Leiter der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Die neue Geburtshilfe verfolgt ein Tür-an-Tür-Konzept, sodass neben den Kreißsälen auch ein OP für Kaiserschnitte auf der ersten Etage des Gebäude 1.L untergebracht ist. Des Weiteren befindet sich die Kinderintensivstation und Kinderklinik auf der gleichen Ebene. Diese Nähe soll den werdenden Müttern Sicherheit geben, in den neuen Räumen der Geburtshilfe aber in den Hintergrund treten, sodass eine natürliche, gesunde Geburt im Vordergrund steht.

In diesem Jahr sind im Klinikum Leverkusen bereits 1768 Kinder auf die Welt gekommen. Durch den neuen und größeren Kreißsaal erwartet das Kreißsaalteam auch mehr Frauen, die zur Geburt nach Leverkusen kommen. „Wir freuen uns deshalb über Hebammen oder Entbindungshelfer, die zu uns ins Team kommen möchten,“ erklärt Alin Glaus. „Der Fachkräftemangel ist natürlich auch bei uns zu spüren und wir haben offene Stellen zu besetzen.“

Ein nächster Schritt in der Geburtshilfe des Klinikum Leverkusen wird die Einrichtung eines zusätzlichen reinen Hebammenkreißsaals sein. Das Klinikum hat dafür eine Förderung vom Land NRW erhalten. Die Pläne hierfür stehen allerdings noch am Anfang.

Zahlen und Fakten zur Aufstockung, Erweiterung und Ausbau des Gebäude 1.L

Nutzungen :

  • Ebene 01: Apotheke
  • Ebene 00: Gynäkologische Ambulanz
  • Ebene 1: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, inklusive 5 Kreißsäle, Sectio-OP etc.
  • Ebene 2: Kardiologie, inkl. 3 Herzkatheterlabore, Hybrid-OP, (noch nicht in Betrieb)
  • Ebene 3: Neurologie, inklusive Spezialambulanzen, etc. (noch nicht in Betrieb)
  • Ebene 4: Technikgeschoss

Insgesamt werden ca. 5.650 m² Fläche (Brutto Grundfläche) in dieser Baumaßnahme teilsaniert, bzw. neu realisiert.

Zeitliche Betrachtung:

  1. Bauantrag: 06/2018
  2. Baubeginn: 09/2019
  3. Bauende, ursprünglich geplant: 06/2021
  4. Bauende, Corona-Pandemie bedingt verzögert auf: 09 /2021
  5. Bauende, Hochwasser bedingt verzögert auf: 12/2021

Investitionsvolumen:
Gesamtinvestition rund 25 Mio. €

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Corona Aktuell

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