Neue Expertin und neue Zertifizierungen: Urologie am Klinikum Leverkusen baut Krebs-Kompetenz weiter aus

20.01.2026
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Als uroonkologische Systemtherapeutin verstärkt Dr. Nicola Winter die Klinik für Urologie am Klinikum Leverkusen.

Die Klinik verstärkt sich um eine erfahrene uroonkologische Systemtherapeutin. Gleichzeitig bestätigen zwei weitere Qualitätssiegel der Deutschen Krebsgesellschaft die hohe Qualität der Behandlung von Penis- und Hodenkrebs.

Als „bedeutende Neuausrichtung“ bezeichnet Dr. Daniel Porres das, was zum Jahreswechsel in seiner Urologie am Klinikum Leverkusen geschehen ist. Denn mit Dr. Nicola Winter konnte der Klinik-Direktor im vergangenen Jahr eine Oberärztin ins Team holen, durch deren Know-how das Leistungsangebot um eine substanzielle Spezialisierung erweitert wird: Die Medizinerin ist Fachärztin für Urologie mit Schwerpunkt auf uroonkologische Systemtherapie, also die medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen der urologischen Organe, zum Beispiel Nieren, Prostata und Blase. „Damit erweitern wir unser diagnostisches und therapeutisches Spektrum um wichtige Behandlungsverfahren wie Chemo- und Immuntherapie sowie moderne zielgerichtete Therapien in individuell abgestimmten Sequenzen“, freut sich Porres. „Dies erlaubt uns ab sofort eine ganzheitliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten mit der individuell besten Diagnostik und Therapie zur maximalen Lebensverlängerung bei erhaltener Lebensqualität durch unser Urologie-Team – also ohne Umwege oder Verzögerungen.“

Freude über Zusammenarbeit im Onkologischen Zentrum

Bereits seit Anfang November arbeitet sich Dr. Nicola Winter an ihrer neuen Wirkungsstätte ein. Zuvor war die gebürtige Bonnerin sieben Jahre bei den GFO-Kliniken Rhein-Berg tätig, wo sie – zuletzt als Oberärztin – die medikamentöse Systemtherapie urologischer Tumoren verantwortete, ein uroonkologisches Zentrum aufbaute und zahlreiche Studienprojekte betreute. „Für mich hat mit dem Wechsel ans Klinikum Leverkusen ein spannendes neues Kapitel begonnen“, sagt die 39-Jährige, die ihre Laufbahn an der Uniklinik Köln begann und bereits früh ihren fachlichen Schwerpunkt festlegte. „Neben der Möglichkeit, als Teil des starken Urologie-Teams ein neues Konzept zu etablieren, gibt es hier das große Onkologische Zentrum, in dem die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen anderer Spezialisierungen stattfindet.“ So freue sie sich etwa auf das Teamwork mit den Fachleuten aus der Strahlentherapie oder der Medizinischen Klinik 3, die unter anderem auf Hämatologie und Palliativmedizin spezialisiert sind. „Das breite Spektrum erlaubt hier am Standort eine bestmögliche Versorgung an Krebs erkrankter Patientinnen und Patienten“, so Winter. „Dies ist für jede Medizinerin und jeden Mediziner ein besonderer Anreiz.“

Klinik-Direktor sieht „optimale Bedingungen“

Dr. Nicola Winters Expertise ist insbesondere bei fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankungen der urologischen Organe gefragt. „In der Regel reicht in diesen Stadien eine operative oder strahlentherapeutische Behandlung allein nicht aus, wenn die Erkrankung sich bereits über das Ursprungsorgan hinaus verbreitet hat“, erklärt die Fachfrau. Zum Einsatz kommen dann moderne Medikamente wie Chemotherapeutika, Immuntherapien oder zielgerichtete Substanzen, die das Tumorwachstum hemmen oder das körpereigene Immunsystem gezielt im Kampf gegen die Krebszellen unterstützen. „Ziel ist es, den Krankheitsverlauf zu kontrollieren und Symptome zu lindern, damit ein langes Leben mit guter Lebensqualität möglich bleibt“, sagt Nicola Winter. Durch das nun gebündelte Know-how in den eigenen Reihen verfügt die Klinik für Urologie am Klinikum Leverkusen über entscheidende Vorteile. Beispielsweise kann bei Krebspatientinnen und -patienten, die zwischen operativen und nicht-operativen Therapiephasen wechseln, das Behandlungsvorgehen noch besser aufeinander abgestimmt werden. „Das sind optimale Bedingungen“, freut sich Porres.

Bescheinigte Qualität bei allen urologischen Krebsarten

Und es gibt weiteren Grund zur Freude für den Chefurologen: Im Rahmen eines umfangreichen Audits hat die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) vor einigen Wochen nicht nur das Onkologische Zentrum des Klinikums rezertifiziert. Auch vergab die wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft zwei neue Zertifizierungen an die Klinik für Urologie: Die Behandlung von Hoden- und Peniskrebs erfüllt nun ebenfalls offiziell die hohen Qualitätsanforderungen. „Diese beiden Siegel ergänzen damit unsere langjährig bestehenden Zertifizierungen für die Behandlung von Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs“, sagt Dr. Daniel Porres zufrieden. „Damit verfügt unser Uroonkologisches Zentrum nun über DKG-Zertifizierungen für sämtliche urologischen Krebserkrankungen.“