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Kindliche Epilepsie

Krampfanfälle bei Kindern gut behandelbar

Die Häufigkeit von Krampfanfällen macht die Epileptologie zu einem Schwerpunktbereich der Neuropädiatrie. Die harmlosen Fieberkrämpfe gehören zu den häufigsten Notfällen in der Kinderheilkunde.

Die Beurteilung akuter Krampfanfälle mit Ursachenklärung und Einschätzung des weiteren Verlaufes hinsichtlich der Entwicklung einer chronischen Anfallskrankheit (Epilepsie) sowie die Behandlung gehören in die Verantwortung des Neuropädiaters.

Aus der Palette wirksamer Medikamente muss das für den einzelnen Patienten passende ausgewählt und die Behandlung fortlaufend überwacht werden.
Manchmal muss der Nutzen einer Operation oder spezieller Diäten erwogen werden. Eine umfassende Beratung über die Auswirkungen einer Anfallserkrankung auf das Leben in Familie und sozialem Umfeld (Schule und Freizeit) ist erforderlich. Überlegungen zur geeigneten Berufsfindung finden gemeinsam mit Epilepsiezentren und geeigneten Einrichtungen statt.

Ableitung eines EEG

Das EEG (= Elektroenzephalogramm) ist die Messung der Hirnströme. Es handelt sich um eine häufige Untersuchung innerhalb der Kinderneurologie. Wir wenden diese Untersuchung insbesondere bei Verdacht auf Epilepsie (= Anfallserkrankung), Verhaltensstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, ADHS, Fieberkrämpfen und unklaren Entwicklungsstörungen an.

Das EEG ist eine schmerzfreie Untersuchung und ist nicht schädlich! Es fließt kein Strom durch den Kopf!

Das EEG wird durch erfahrene und extra geschulte Kinderkrankenschwestern durchgeführt. In der Regel untersuchen wir die Kinder und Jugendlichen (0 - 18 Jahre) im Wachzustand. Dafür werden den Kindern insgesamt 20 Elektroden mit Hilfe von lockeren Gummibändern nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie am Kopf angebracht. Dies tut nicht weh, aber man benötigt ein bißchen Geduld. Die Untersuchung dauert insgesamt meistens 45 Minuten. Im Anschluß wird das EEG vom Kinderneurologen am Computer ausgewertet.