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Aktuelles aus der Urologie

Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé gab den Stab weiter

Verabschiedung Dr. Zumbé

Verabschiedung in Coronazeiten. Vorn Gattin Jutta Zumbé und Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé, dahinter Fotos der Gäste sowie die Laudatoren (v.l.): Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Stückle, Prof. Utz Krug, Oberbürgermeister Uwe Richrath, Dr. Daniel Porres, Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann. Foto: KL/Uwe Miserius

Gut 19 Jahre leitete Dr. Zumbé die Klinik für Urologie und managte zuletzt als Ärztlicher Direktor die Corona-Pandemie im Klinikum

Fast 40 Jahre nach seinem ersten Arbeitstag im Praktischen Jahr sagte Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé am 9. Juni bescheiden und leise „Servus“. Seit 2001 leitete er die Klinik für Urologie, 2007 wurde Zumbé zum Ärztlichen Direktor des Klinikums gewählt.

„Leverkusen bleibt in meinem Herzen“, sagte Zumbé zum Abschied und brauchte sich einiger Tränen nicht zu schämen. Dem Klinikum spendete der Urologe einen „Baum der Freundschaft“, den Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann und der Leverkusener Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Richrath nach der Verabschiedung einpflanzten.


Unter Corona-Bedingungen sprach der scheidende Klinikdirektor die „Geister-Verabschiedung“ an, die die Pandemie aus dem Schlusspunkt einer Kariere gemacht hatte. So war es ein Handvoll Leute, die mit Maske und korrektem Sicherheitsabstand in den Seminartrakt des Klinikums gekommen war.


Die Verabschiedung steht übrigens auf YouTube https://youtu.be/NRIz_CW2ouU

zum Anschauen bereit.

Ich bin Staffelläufer im Team, aber ich bin nicht ewig hier. Jetzt ist der nächste an der Reihe. Für die Hürden auf der Laufbahn braucht man Hilfe, für die ich sehr dankbar bin“, zeigte Zumbé die für ihn typische Bescheidenheit. Er erzählte von einer Fahrt durch Leverkusen am Vorabend der Verabschiedung mit seinem alten Citroen CV, bei der er „einen Hauch von Freiheit“ verspürte. Am Ende des Festakts nahm er gar eine Brise wahr, die Vorfreude auf ein Leben mit neuer, alter Freiheit.


"„Mein Ziel im Klinikum und in der Urologie war stets, so zu agieren, als wollten wir Weltmeister werden“, unterstrich Zumbé. Das sei ein Weg, aber das Ziel bleibe vor Augen. Für „sein“ Klinikum Leverkusen hatte er ein Kompliment parat: „Dafür bin ich gerne früh aufgestanden“.


Eine strategische Erfolgsgeschichte feierte Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann, der Zumbé 2016 zum Prokuristen des Klinikums gemacht hatte. Er betonte vor allem Zumbés Interesse an den Zusammenhängen von Medizin und Ökonomie, ohne die ein Krankenhausbetrieb heute nicht mehr gedacht werden könne. „Immer das Beste für das Unternehmen Klinikum Leverkusen und immer das Beste für die uns anvertrauten Patienten“, charakterisierte Zimmermann. Das sei stets Maxime und Grundprinzip der Kooperation mit Jürgen Zumbé gewesen.
Der Geschäftsführer lobte die innovative Kraft Zumbés, der die roboterassistierte Chirurgie zu einer Zeit in Leverkusen einführte, als sie noch wenig bekannt war. Zimmermann sprach aber auch das Ideal der intersektoralen, integrierten Versorgung an. Zumbés Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, zu motivieren und Prozesse zu moderieren, war sprichwörtlich im Klinikum.


Schließlich sei Zumbé Rheinländer durch und durch, ausgestattet mit der „hochprofessionellen Gabe für das Netzwerken“. Als Freund des kölschen Karnevals, Kunst- und Musikliebhaber sowie Klavierspieler endet sein Horizont nicht an den Außengrenzen eines Krankenhauses oder einer Kommune.


Oberbürgermeister Uwe Richrath blickte auf ein Berufsleben zurück. 1987: Oberarzt der Urologie, 1994: Oberarzt an der Uni Köln und später Chefarzt im Marienhospital Gelsenkirchen, 1998: Habilitation an der Medizinischen Fakultät der Universität Köln, 2001: Direktor der Klinik für Urologie, 2007: Ärztlicher Direktor des Klinikums Leverkusen und 2016: Prokurist im Klinikum Leverkusen. „Sie haben das Klinikum Leverkusen maßgeblich geprägt“, stellte Richrath fest, lobte „fachliche Kompetenz und menschliche Qualität“ des Unruheständlers.


Zumbé habe immer die gesellschaftliche Bedeutung der Medizin im Blick gehabt. Seine Fähigkeit zum Mitnehmen von Menschen und seine ruhige und besonnene Art – gerade in turbulenten Zeiten – hätten Maßstäbe gesetzt. Richraths Fazit passte genau: „Sie sind einfach ein feiner Mensch“.


Zumbés Nachfolger in der Direktion der Klinik für Urologie, Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres, hatte eine persönliche Botschaft zum Abschied: „Du warst mein Mentor in der Urologie und ich verspreche dir, unsere Urologie in deinem Geiste weiter zu leiten.“ Seine berufliche Tätigkeit werde das Klinikum und die Klinik für Urologie in der Zukunft weiter prägen. „Es ist eine tolle Klinik, die ich nun von dir übernehme“.
Nach der offiziellen Verabschiedung folgte der Corona-angepasste zweite Teil der Farewell-Tour. Beate Kirsten, Assistentin der Direktion, produzierte ein Video mit Statements der persönlichen Verbundenheit. Verena Prior und das gesamte Team stellten ein Foto-Buch mit Schnappschüssen und Fotomontagen zusammen. Video und Buch wurden Dr. Zumbé zum Abschied vom Team der Urologie überreicht. Am Ende waren sich alle einig: Jürgen Zumbé wird der Klinik für Urologie und dem Klinikum sehr fehlen. (fgr)

„Wir machen wieder das komplette urologische Programm!“

Urologische Behandlung

Die Klinik für Urologie ist wieder fast in den
Normalbetrieb zurückgekehrt.

Nach der ersten Corona-Welle stehen der Urologie wieder alle Planbetten sowie das gesamte Leistungsspektrum zur Verfügung.


Der neue Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres informiert alle Niedergelassenen und Einweiser darüber, dass die Klinik für Urologie zum regulären Vollbetrieb zurückgekehrt ist.
Kürzlich öffnete auch die Station A5 wieder für den urologischen Normalbetrieb. Alle Corona-Schutzmaßnahmen werden selbstverständlich beachtet. „Die Klinik bietet jetzt wieder alle Indikationen an, also auch die hoch elektiven Eingriffe. Operationen werden nicht mehr verschoben. Alles, was behandelt werden muss, kann bei uns auch behandelt werden“, lautet die Botschaft von Dr. Porres. Die regulären Sprechstunden finden im 30-Minuten-Takt statt, um die Wartezonen nicht unnötig mit Patienten anzufüllen.


Auch in den Praxen der niedergelassenen Urologen startet wieder der Normalbetrieb, sodass auch die langfristige OP-Planung bald wieder zur Normalität wird. Die Urologie freut sich auf den regulären Klinikbetrieb und natürlich auf die Patienten, denen gewohnt gut und zügig geholfen werden soll. (Text: fgr, Foto: KL)

Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres wird Direktor der Klinik für Urologie

Dr. Daniel Porres

Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres ist neuer Direktor
der Klinik für Urologie.

Nach der Verabschiedung von Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé am 9. Juni wird der bisherige Ko-Direktor am 1. Juli die Leitung der Klinik übernehmen.


Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres hat bereits von 2018 bis heute als Ko-Direktor der Klinik gearbeitet. 2018 war er aus der Urologischen Universitätsklinik Köln zum rheinischen Nachbarn nach Leverkusen gewechselt.


Es gibt einige Parallelen zwischen Porres und Vorgänger Zumbé. Beide taten ihre ersten beruflichen Schritte im Klinikum Leverkusen und beide kehrten nach externen Karriereschritten ins Klinikum zurück. Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres war zuletzt Leitender Oberarzt an der Urologischen Universitätsklinik Köln, bevor er sich 2018 zum Wechsel nach Leverkusen entschied.


Knapp zwei Jahre lebte er sich als Ko-Direktor der Klinik ein, setzte aber mit der Ausweitung der roboterassistierten Operationen auf partielle Nephrektomie und jüngst auch Zystektomie mit Neoblase sowie der Einführung des neuen Diagnostik-Standards MRT-Fusionsbiopsie beim Prostatakarzinom bereits neue Akzente. Er freut sich auf die neue Aufgabe und hat in Leverkusen viel vor: „Ich übernehme eine wirklich tolle Klinik“. (Text: fgr, Foto: KL)

TÜV Rheinland zertifizierte standardisierte Akutschmerztherapie

Silvi Thelen

Assistenzärztin Silvi Thelen kümmert sich um
eine adäquate Schmerztherapie in der Klinik

Klinische Eingruppierungen der Krankheitsbilder gewährleisten eine moderne pharmakologische Schmerz-Therapie mit individuellen Eskalationsvarianten.


Das zertifizierte Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie etabliert Schmerzkonzepte in der Urologie und allen anderen chirurgischen Fächern des Klinikums. Die Zertifizierung erfolgte nach der Prüfnorm "Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie" des TÜV Rheinland.


Die urologische Assistenzärztin Silvi Thelen ist auf die Schmerzkonzepte spezialisiert. „Alle urologischen Krankheitsbilder wurden in Schmerzstufen eingeteilt. Im zweiten Schritt entstand eine Therapiekaskade mit bestimmten Stufen der Eskalation. Das Ziel ist die Schmerzlinderung bzw -freiheit und die Schmerzkonzepte dienen flexibel diesem Ziel. Im Ergebnis steht ein klinischer Schmerzpfad, der als Teil der Standardabläufe zertifiziert wurde“, erläutert Thelen.
Das Qualitätsmanagement der Schmerztherapie gewährleistet eine große Sensibilität für die Bedeutung der Schmerztherapie, eine optimale Schmerz-Erfassung und -Dokumentation sowie die zeitgerechte Gabe der Therapeutika. „Die pharmakologischen Fortschritte in der Schmerztherapie“, so Thelen, „sind in diese zertifizierten Standards eingeflossen, sodass die Patienten eine moderne und zeitgemäße Form der Schmerztherapie erhalten.“ Zur zeitgemäßen Schmerztherapie gehören heute z.B. retardierende Substanzen sowie der Wechsel von der Spritzengabe zur oralen Tablettengabe. Unter dem Strich geht es um das Wohl der Patienten, die möglichst keine Schmerzen haben sollen. (Text: fgr, Foto: KL)

DKG- und UROCERT-Zertifizierungen laufen auf Hochtouren

Dr. Prior, Dr. Kowalke

Oberärztin Dr. Prior und Oberarzt Dr. Kowalke
koordinieren viele Zertifizierungen der Klinik.

Nach der anstehenden UROCERT-Rezertifizierung des Prostatazentrums sind bis zum Jahresende weitere Gütesiegel als Organzentren der DKG geplant.


Trotz der Corona-Pandemie hat es die Klinik für Urologie geschafft, mehrere Zertifizierungen bzw. Re-Zertifizierungen voranzutreiben. Im Sommer steht das externe Audit zur Re-Zertifizierung des Prostatazentrums durch UROCERT (früher DVPZ) auf der Agenda und bis Dezember sollen Prostata, Blase und Niere als Organzentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert sein.


Oberärztin Dr. Verena Prior und Oberarzt Dr. Tobias Kowalke sind die Zertifizierungsexperten der Klinik. Gerade schickte Dr. Prior UROCERT-Unterlagen an den externen Auditor. Gleichzeitig nahm sie gemeinsam mit Oberarzt Dr. Tobias Kowalke an Treffen der Fachabteilungen zur Organ-Zertifizierung teil. Kernpunkt der Organ-Prüfung sei die Dokumentation, die mithilfe des Onkostar-Programms erfolge. Darüber werden auch die Video-Tumorkonferenzen realisiert.
Zugleich werden die Landeskrebsregister mit Onkostar-Hilfe mit Daten versorgt. Für diesen zunehmenden Dokumentationsaufwand soll zukünftig auch das Team der Dokumentationsassistenten im Klinikum personell verstärkt werden. (Foto Klinikum, Text: fgr)

Nierenchirurgie mit beiden Zugängen ist Alleinstellungsmerkmal

Dr. Porres am da Vinci

Die roboterassistierte Nierenchirurgie gehört
zu den Spezialitäten der Urologie.

Die Klinik für Urologie bietet ab sofort beide operativen Zugänge im Zug der roboterassistierten Nierenchirurgie an.


Nach dem transperitonealen gehört nun auch der retroperitoneoskopische Zugang zur Niere zum operativen Programm der Klinik. Diese doppelte Möglichkeit des operativen Zugangs ist in weiten Teilen Deutschlands ein Alleinstellungsmerkmal.
In der minimal invasiven roboterassistierten Nierenteilresektion gehört nun auch der retroperitoneoskopische Zugang zum festen OP-Programm. „Je nach Lage des Tumors können wir jetzt den optimalen Zugangsweg auswählen“, freut sich Klinikdirektor Priv-Doz. Dr. Daniel Porres für die Patienten. Es ist eine weitere Innovation im chirurgischen Programm der Klinik.


Im Dezember wurde bereits die roboterassistierte Zystektomie mit intrakorporaler Neoblase im Klinikum eingeführt. „Es ist sicher einer der technisch anspruchsvollsten Eingriffe in der Urologie. Wir glauben, dass wir durch den minimal-invasiven Zugang die Belastung und die Komplikationsrate eines solch komplexen Eingriffes für unsere Patienten deutlich reduzieren werden.“, berichtet Dr. Porres. So schreitet die operative Spezialisierung der Klinik für Urologie weiter fort. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

06-2020. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv-Doz. Dr. Zumbé und Priv.-Doz. Dr. Porres: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, fgrunkel.wordpress.de, E-Mail franz-guentera81919f050e44a2ebc65a2c16dd01f3d.runkel@44bacf4c9fc34fc9b9e76a663ad0aab7web.de

Bitte verzichten Sie auf Besuche!

Bitte verzichten Sie auf Besuche!

Wir bitten alle Angehörigen und Freunde von Patienten, wenn möglich auf Besuche zu verzichten.

Gefährden Sie nicht unnötig Risikopatienten und Mitarbeiter. Sollten Sie auf einen Besuch bestehen oder dieser sich nicht vermeiden lassen, dann halten Sie sich an unsere Besuchsregeln. Sollten Besucher gegen die geltenden Besuchs- und Hygienevorschriften verstoßen, müssen sie zum Schutz aller des Geländes verwiesen werden.

Es gilt:

  • Nur ein Besucher pro Tag für max. eine Stunde von 15-19 Uhr!
  • Maskenpflicht für alle überall! Alle Mitarbeiter, Patienten und Angehörige müssen im Gesundheitsparks und in allen Gebäuden Mund-Nase-Schutz tragen
  • Handdesinfektion! Bitte desinfizieren Sie sich beim Betreten und Verlassen des Klinikums die Hände.
  • Keine Begleitung ins Krankenhaus, weder zur Operation noch zur Sprechstunde. Eine Ausnahme wird nur bei hilfsbedürftigen Patienten gemacht.

Ab Montag, 26.10.2020 erweitern wir unsere Besuchsregeln um eine Besucherregistrierung.

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